Kein Tor gegen St. Pölten

25. August 2018 20:26; Akt: 25.08.2018 20:26 Print

Ärger bei der Austria: "Müssen mit 0:0 leben"

Zwei starke Abwehrreihen, dazu wenig Kreativität in der Offensive. Da ist ein 0:0 vorprogrammiert. So auch bei St. Pölten gegen die Austria.

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Wie geht es der Wiener Austria nach der Horror-Saison im Vorjahr? Sind die "Veilchen" nach Platz sieben wieder am Weg nach oben und herrscht in Favoriten weiter Mittelmaß und Frust? "Heute" fasst die bisherige Saison mit den besten Bildern zusammen. Viel Spaß beim Durchklicken! Cheftrainer Thomas Letsch hatte bereits beim Trainingsstart alle Hände voll zu tun. 15 Spieler, unter ihnen lang verdiente Leistungsträger wie Raphael Holzhauser oder Robert Almer, verließen den Verein, während... ...insgesamt 13 neue Profis zur Kampfmannschaft der "Veilchen" stießen. Neben Coach Letsch grinsen hier die Neo-Austrianer Alon Turgeman, Maximilian Sax, Thomas Ebener, Christian Schoissengeyr, James Jeggo und Königstransfer Uros Matic in die Kamera. Ebenfalls rechts im Bild: Ralf Muhr, der vom Akademieleiter zum Wohlfahrt-Nachfolger als Sportdirektor aufstieg. "Die Austria ist endlich z´Haus" - unter diesem Motto kehrten die Wiener noch vor Saisonstart nach zwei Jahren im "Happel-Exil" endlich wieder in ihre generalüberholte Generali Arena zurück. Als Gegner bei der Stadioneröffnung beehrte der deutsche Spitzenklub Borussia Dortmund die "Veilchen". Es ging sofort zur Sache, am Ende setzte es eine 0:1-Niederlage, von der... ...sich die Fans auf den neuen Tribüne allerdings nicht die Stimmung und Vorfreude auf die neue Saison verderben ließen. Mit dem Cupspiel beim Wiener Stadtligisten Austria XIII stand wenig später das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Die Letsch-Elf gab sich dabei keine Blöße und zog mit einem souveränen 4:0-Sieg in die zweite Cup-Runde ein. Im ersten Liga-Spiel der Saison daheim gegen Wacker Innsbruck hatten die Austrianer schon wesentlich mehr zu kämpfen. Mit 0:1 gerieten die Hausherren in Rückstand, am Ende... Doch der erste Rückschlag folgte bereits in der zweiten Liga-Runde. Beim WAC mussten sich Matic und Co. mit 0:1 geschlagen geben. Auch in Runde drei setzte es eine Niederlage. Bei Meister Salzburg gab es mit einem 0:2 nichts zu holen. Dabei im Mittelpunkt: Ex-"Veilchen" Zlatko Junuzovic, der sehr zum Ärger mancher Austria-Fans nach seinem Bremen-Engagement im Sommer bei den "Bullen" anheuerte. Nach zwei Rückschlägen in Folge wurden sofort die üblen Erinnerungen an die Vorsaison wach. Doch dann kam die Admira in die Generali Arena und mit einem 4:0-Erfolg über die Südstädter konnten die "Veilchen" die erste Mini-Krise erfolgreich abwenden. Doch auswärts mussten die Wiener in Runde fünf den nächsten Dämpfer einstecken. Beim SKN St. Pölten reichte es nur zu einem 0:0-Unentschieden. "Wir hatten Torchancen, aber wenn der Ball nicht rein geht, muss man mit dem 0:0 leben, aber nicht zufrieden sein", analysierte Trainer Letsch. Gegen Mattersburg feierten die Violetten einen hart erarbeiteten 2:1-Heimsieg - drittes Spiel in Serie ohne Niederlage. Erster Höhepunkt: Im Derby feierte die Austria einen 1:0-Auswärtssieg gegen Rapid. Alex Grünwald erzielte das Goldtor. In der Tabelle kletterten die "Veilchen" auf Rang vier.

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Mit einem 0:0 zwischen St. Pölten und der Austria bleiben die Niederösterreicher weiter auf der Erfolgswelle. Die Elf von Didi Kühbauer ist nun seit 391 Minuten ohne Gegentreffer, hat nach fünf Runden als Tabellenzweiter elf Punkte auf dem Konto.

Das ist vor allem der Verdienst von Erfolgscoach Kühbauer, der seit acht Bundesliga-Spielen ungeschlagen ist. "Wir haben wenig zugelassen, machen das, was im Moment bei uns drinnen ist", so der Coach zu Sky.

Beeindruckend sind die Defensivwerte der "Wölfe". Mit nur drei Gegentreffern stellt St. Pölten die beste Abwehr der Liga. Noch dazu setzte es die drei Gegentore im ersten Spiel. Danach in vier Partien keinen einzigen. Zum Vergleich: In den letzten beiden Saisonen kassierte der SKN insgesamt 137 Gegentore.

Ärger bei der Austria

Während die Niederösterreicher mit dem Punkt bestens leben können, ist bei der Wiener Austria Katerstimmung angesagt. Trotz größerer Spielanteile blieb die hochgelobte violette Offensive über weite Strecken zahnlos. "Es ist schwierig, Tore gegen sie zu erzielen. Wir hatten Torchancen, aber wenn der Ball nicht rein geht, muss man mit dem 0:0 leben, aber nicht zufrieden sein."

Der Austria-Coach blickte am Tag vor seinem 50. Geburtstag bereits in die Zukunft. In der nächsten Woche gastiert Mattersburg am Verteilerkreis. "Wir stehen gerade sehr gut, lassen wenig zu. Den Rest müssen wir uns erarbeiten. Aber ich bin nach wie vor überzeugt von der Mannschaft und dem Weg, den wir gehen." Nach zwei Heimsiegen muss auch gegen die Burgenländer ein Dreier her. Die Austria ist mit sieben Punkten Fünfter, könnte aber abrutschen...


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(wem)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robert am 25.08.2018 23:59 Report Diesen Beitrag melden

    So nicht

    Solange der Grünwald als "Kapitän" nicht ausgetauscht wird, bei schlechter Leistung, genauso lange wird das nix. Wenn ich als Trainer sehe nach 60 Minuten ich kann keinen Druck keine Torchancen erzeugen, dann muss ich mein System ändern. Venuto Prokop Turgeman Friesenbichler es ist ja nicht so das es keine Alternativen gibt. Prokop hat in seiner kurzen Einsatzzeit mehr Gefahr ausgestrahlt als Grünwald im ganzen Spiel. So wird es schwer mit dem oberen Play OFF. Als Austria musst du St. Pölten schlagen ohne wenn und aber.

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  • Ex Violetter am 25.08.2018 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Änderung in Sicht

    Unter der aktuellen Führung war Austria eine Hundstruppe, ist auch jetzt eine Hundstruppe und wird eine Hundstruppe bleiben.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Robert am 25.08.2018 23:59 Report Diesen Beitrag melden

    So nicht

    Solange der Grünwald als "Kapitän" nicht ausgetauscht wird, bei schlechter Leistung, genauso lange wird das nix. Wenn ich als Trainer sehe nach 60 Minuten ich kann keinen Druck keine Torchancen erzeugen, dann muss ich mein System ändern. Venuto Prokop Turgeman Friesenbichler es ist ja nicht so das es keine Alternativen gibt. Prokop hat in seiner kurzen Einsatzzeit mehr Gefahr ausgestrahlt als Grünwald im ganzen Spiel. So wird es schwer mit dem oberen Play OFF. Als Austria musst du St. Pölten schlagen ohne wenn und aber.

    • Christoph am 26.08.2018 01:30 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Unterschied

      Ja so gegensätzlich Austria und Rapid sind, so identisch sind ihre Probleme!

    • Martin am 26.08.2018 06:31 Report Diesen Beitrag melden

      International

      Ich glaube die austria Führung hat sich damit abgefunden nicht mehr international zu spielen. Einfach nur mehr traurig

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  • Ex Violetter am 25.08.2018 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Änderung in Sicht

    Unter der aktuellen Führung war Austria eine Hundstruppe, ist auch jetzt eine Hundstruppe und wird eine Hundstruppe bleiben.

    • Joe heute am 25.08.2018 21:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ex Violetter

      man muss da aber st. Pölten Respekt sagen. Wahnsinn was die bis Jetzt in der Liga geleistet haben.

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