Schalke gegen Dortmund

15. April 2018 17:22; Akt: 15.04.2018 17:35 Print

0:2! Stöger kassiert mit Dortmund Pleite im Derby

Bittere Niederlage für Peter Stöger! Schalke wehrte den Angriff seiner Dortmunder auf Platz zwei der Deutschen Bundesliga mit einem klaren Sieg ab.

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Der Aufstieg von Peter Stöger: Vom Bundesliga-Kicker bis zum Coach von Borussia Dortmund. Peter Stöger startete seine Fußballer-Karriere beim Favoritner AC. Über Worwärts Steyr kam der Wiener 1987 zur Vienna. Hier zog er unter Coach Ernst Dokupil gemeinsam mit Rapid-Leihgabe Andreas Herzog die Fäden im Mittelfeld. Und empfahl sich für höhere Aufgaben. 1988 startet Peter Stöger so richtig durch. Der damals 22-Jährige wird als Nachfolger von Spielmacher Herbert Prohaska zur Wiener Austria geholt. Mit den Veilchen wird der Mittelfeldspieler drei Mal Meister. Nach einem Gastspiel in Tirol wechselt Stöger 1995 zum Austria-Erzrivalen Rapid Wien. Mit den Hütteldorfern wird er Meister und erreicht das Finale des Europacups der Cupsieger. Stöger debütierte 1988 im österreichischen Nationalteam und bestritt 65 Spiele für den ÖFB. Dabei erzielte er 15 Tore. Höhepunkt der Team-Karriere war die WM 1998. Stöger kam in zwei Spielen zum Einsatz. Über den LASK kam Stöger 1998 zur Austria zurück. Bei den Favoritnern konnte er nicht an alte Erfolge anschließen. 2004 hängte Peter Stöger die Fußballschuhe nach einem Engagement beim Zweitliga-Klub SC Untersiebenbrunn an den Nagel. 2005 folgte die Rückkehr zu "seiner" Austria. Stöger begann als Manager des Amateurteams, übernahm dann mit Frenkie Schinkels als Trainer-Duo die Veilchen. Ende 2005 zog er sich zurück, leitete die Geschicke der Wiener als Sportdirektor. 2006 durfte Stöger erstmals als Sportdirektor jubeln. Gemeinsam mit Schinkels führte er die Austria zum Titel. 2007 startete Stöger so richtig als Trainer durch. Als Coach und Sportdirektor in Personalunion führte er die Vienna in die zweithöchste Spielklasse. Von der Vienna ging es für eine Saison zum Grazer AK. Der Vertrag wurde schließlich einvernehmlich aufgelöst, als Stöger ein Bundesliga-Angebot bekam. 2011 folgte das erste Bundesliga-Engagement beim SC Wiener Neustadt. Stöger hielt mit den Niederösterreichern die Klasse und empfahl sich so für höhere Aufgaben. Und die folgte im Sommer 2012! Peter Stöger kehrte zur Wiener Austria zurück. Eine Zusammenarbeit, die von Erfolg gekrönt war. Dabei war der Wunschkandidat von Austria-Sportdirektor Thomas Parits Franco Foda gewesen. Kurios war das erste Treffen. Stöger kam in die Austria-Geschäftsstelle, um einen Spielertransfer zu verhandeln. Da sprach ihn Parits an. Besonders pikant: Stöger feierte die Titel-Party ausgerechnet in Salzburg. Neben ihm lehnte der Meisterteller auf der Trainerbank. Die "Bullen" hatten eine Provokation gewittert. Stöger führte die Austria zum Meistertitel mit dem Punkterekord von 82 Zählern. Bis heute ungebrochen. Mit dem Meistertitel im Gepäck folgte der Karrieresprung nach Deutschland. Peter Stöger übernahm im Sommer 2013 den 1. FC Köln. Stöger und Freundin Ulrike Kriegler wurden zum Society-Traumpaar im Kölner Fußball. Der Erfolgslauf von Peter Stöger setzte sich mit dem 1. FC Köln fort. Gleich in der ersten Saison (2014) führte er den "Effzeh" als Zweitliga-Meister in die Bundesliga zurück. Zu Köln gehört einfach der Karneval! So auch für Peter Stöger, der sich auch in die Rosenmontags-Umzüge mischte. Hier als Muskelmann verkleidet. Im Herbst 2017 führte Stöger die Kölner erstmals seit 25 Jahren wieder in den Europacup. In der Gruppenphase der Europa League kam es zum Duell mit Arsenal London und dem Trainer-Urgestein Arsene Wenger. Das Heimspiel in Köln konnte der "Effzeh" sogar mit 1:0 für sich entscheiden. Am 2. Dezember 2017 endete die Ära von Peter Stöger in Köln. Unmittelbar nach dem 2:2-Remis auf Schalke wurde er entlassen. Noch im Stadion verabschiedete er sich von den mitgereisten Kölner Fans. Stöger holte in 14 Spielen nur drei Unentschieden. Sein Vertrag wäre noch bis 2020 gelaufen. Gerade einmal eine Woche später folgte der Paukenschlag! Peter Stöger wurde nach der Entlassung von Peter Bosz als neuer Dortmund-Trainer vorgestellt. Gegen Mainz gab es gleich einen Einstand nach Maß! Bei Stögers Premiere gewann der BVB mit 2:0.

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Ende einer Serie – und Rückschritt statt Angriff für Peter Stöger! Mit Dortmund verlor der Coach das deutsche Revierderby gegen Schalke 04 mit 0:2 (0:0). Österreichs Trainer-Legionär kassierte damit die erste Niederlage bei den „Königsblauen“ (mit Köln blieb er vier Mal unbesiegt), seine Borussen verpassten damit den Sprung auf Platz zwei und sind nach der 30. Runde in der Tabelle hinter Bayern, Schalke und Leverkusen Vierter.

Verhaltener Start

Konoplayanka (50.) und Naldo (82.) schossen die Schalker vor 61.786 Fans zum Heimsieg. Die ÖFB-Legionäre Alessandro Schöpf und Guido Burgstaller spielten bei den „Knappen“ durch. Der Ex-Rapidler ließ die Gastgeber schon in der 20. Minute auf die Führung hoffen, als er alleine in den Sechzehner marschierte, doch Dortmunds Schmelzer stoppte das Solo des Kärntners. Auf der Gegenseite prüfte Reus Schalke-Goalie Fährmann mit einem wuchtigen Schuss, doch der Schlussmann angelte den Ball aus dem linken Kreuzeck.

Schalke-Fans jubeln

Nach Seitenwechsel gab es für die Fans der Schalker dann das ersehnte Tor: Schmelzer verlor den Ball an Caligiuri, der schnell in den Lauf von Konoplyanka spielte. Der Ukrainer zob vom Sechzehner wuchtig ab – 1:0. Dortmund wirkte vom Rückstand geschock. Erst in der 71. Minute schoss Pulisic wieder auf das Schalke-Tor – jagte den Ball aber weit über das Gehäuse. Batshuayi köpfelte nach Flanke von Piszczek links an der Stange vorbei (81.). Und dann die Entscheidung: Freistoß für Schalke knapp vor der Strafraumgrenze nach einem Schmelzer-Foul an McKennie. Naldo tritt an und hämmert den Ball wuchtig an der Mauer vorbei in die Maschen – der erste Heimsieg für die Gelsenkirchner gegen die Schwarz-Gelben seit September 2014.

Zukunft ungewiss

Nach dem Spiel ist weiter offen, wie es um die Zukunft von Coach Peter Stöger bei Dortmund bestellt ist. „Er ist unser erster Ansprechpartner“, versicherte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke vor dem Anpfiff. Auch Stöger hielt den Ball flach: „Es ging schlicht und einfach um Platz zwei.“ Den hat Dortmund nicht erreicht. Was das für den Trainer bedeutet, bleibt offen.


(Heute Sport)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sigi am 15.04.2018 22:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fall Stöger

    Dortmund besitzt nicht die Klasse von Barcelona- die Fans müssen das mal begreifen,dass man auch verlieren kann

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  • sigi am 15.04.2018 22:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fall Stöger

    Dortmund besitzt nicht die Klasse von Barcelona- die Fans müssen das mal begreifen,dass man auch verlieren kann