Rapid vs. Rosenborg

18. September 2012 16:46; Akt: 18.09.2012 17:06 Print

Wien, eine Stadt der Geisterspiele

Der Europa-League-Auftakt Rapids gegen Rosenborg Trondheim muss am Donnerstag laut UEFA-Urteil ohne Zuschauer über die Bühne gehen. Funktionäre und Journalisten eingerechtet werden gerade einmal ein paar hundert Leute Einlass zum Geisterspiel finden. Heute.at hat Bilder der jüngsten Matches ohne Fans!

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So schmerzhaft das für Rapid auch sein mag, ein völliges Novum sind die Geisterspiele nicht. .

Doch auch schon vor längerer Zeit gab es nach Vorfällen Spiele ohne Fans. Bereits im Herbst 1971 ließen es die Hütteldorfer Fans im Wiener Prater "geistern". Zum UEFA-Cup-Achtelfinalspiel gegen Juventus Turin (0:1) kamen sage und schreibe 623 Zuschauer. Das Praterstadion hatte damals vor so manchem Umbau sogar Platz für 72.000 Fans.

Die "Arbeiterzeitung" monierte damals: "Das war eine trostlose Kulisse im gespenstisch leeren Praterstadion: Ein paar Hundert Unentwegte und eine nur zu zwei Dritteln eingeschaltete Beleuchtung. Vor der geringsten Zuschauermenge, die je bei einem internationalen Pokalspiel in Wien gezählt wurde, verlor Rapid mit 0:1." Es gab damals gegen Juventus Sanktionen gegen Fans, weshalb diese einfach zu Hause blieben.

Deni Alar zuversichtlich

Zurück zur Gegenwart: Deni Alar, der gleich in seinem ersten Pflichtmatch für Rapid , was einen Sieg gegen Rosenborg angeht. "Leider muss ich so etwas schon zum zweiten Mal miterleben", meinte der Angreifer.

Mit der bizarren Stimmung im leeren 50.000er-Stadion wird die Mannschaft aber zurechtkommen, prophezeite Alar. "Am Anfang kommt es einem wie ein Freundschaftsspiel vor. Man muss sich eben selbst motivieren."