Austria verliert gegen Sturm

17. Mai 2012 17:02; Akt: 24.08.2013 16:57 Print

Admira nach 18 Jahren wieder international!

Spannung bis zum Schluss: Admira Wacker und die Wiener Austria liefern sich in der letzten Runde der Bundesliga ein Fernduell um den Einzug in die Europa League.

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Trotz einer 0:2-Niederlage gegen Salzburg ist die Admira nach 18 Jahren wieder in einem europäischen Bewerb vertreten. Die Wiener Austria ging in Graz gegen Sturm 1:3 unter.


Die Admira ist nach 18 Jahren wieder international. Gegen Salzburg setzte es eine 0:2-Niederlage, da die Wiener Austria aber gegen Sturm mit 1:3 verlor, beenden die Niederösterreicher die Saison auf Tabellenrang 3, was zum Einzug in die Europa League qualifiziert.

Am Verteilerkreis dürfte mit der Niederlage die Ära von Trainer Ivica Vastic zu Ende gehen. Sein Vertrag hätte sich bei Erreichen der EL automatisch um ein Jahr verlängert.

Der angezählte Vastic wähnte vor Anpfiff den Vorstand noch hinter sich. Der Ex-Internationale setzte in Graz auf dieselbe Elf, die zuletzt Mattersburg besiegt hatte. Vor dem Ankick verabschiedeten die Steirer abwandernde Akteure, Ex-Coach Franco Foda hatte trotz Einladung darauf verzichtet.

Der Deutsche soll bei der Austria hoch im Kurs stehen und auch seinen ehemaligen Co-Trainer Thomas Kristl nach Wien mitnehmen wollen. Dass Sturms Interimscoach Kristl nun gegen die Favoritner noch an der Seitenlinie stand, hatte im Vorfeld der Partie für Brisanz gesorgt. Der ab Sommer in Graz amtierende Deutsche Peter Hyballa war aufgrund seiner Verpflichtungen für die Red Bull Juniors nicht im Stadion.

Jantscher und Maierhofer Torschützenkönige

Die Torjäger-Krone, besser gesagt die Kronen, gehen nach Salzburg Stefan Maierhofer und Jakob Jantscher schossen jeweils 14 Tore.

Admira trotz Niederlage in der EL

Aufsteiger Admira hat die Sensation geschafft und einen Europacup-Startplatz erobert. Den Niederösterreichern reichte am Donnerstag in der letzten Runde der Fußball-Bundesliga eine 0:2-(0:0)-Niederlage bei Meister Salzburg zu Platz drei - der große Verlierer ist die Wiener Austria, die in Graz 1:3 verlor, und um einen Punkt das Nachsehen hatte. Die Elf von Dietmar Kühbauer ist damit erstmals seit 18 Jahren wieder international vertreten.

Die Fans der Niederösterreicher erlebten dabei vor allem in der Schlussphase ein Wechselbad der Gefühle. Denn nach dem 1:0 durch Cristiano (77.) war man für rund zehn Minuten aus der Europacup-Rennen - schließlich hatte die Austria in Graz beim Stand von 1:1 dank des zu diesem Zeitpunkt besseren Torverhältnisses die Nase vorne. Doch die Führung für Sturm in der 86. Minute ließ die Verlierer des Nachmittags noch zu Siegern werden - das 2:0 neuerlich durch Cristiano war schließlich ohne Bedeutung.

Sturm dreht Match gegen die Austria

Die Austria hat die Teilnahme am Europacup erstmals seit zehn Jahren verpasst. Trotz einer 1:0-Führung nach 45 Minuten mussten sich die Wiener am Donnerstag bei Ex-Meister Sturm Graz noch mit 1:3 geschlagen geben. Die Violetten verpassten als Vierter der Abschlusstabelle somit das internationale Geschäft. Für Ivica Vastic ist sein Engagement als Austria-Trainer nach einem halben Jahr wohl zu Ende.

Roland Linz erzielte für die Favoritner zunächst die verdiente Führung (22.). Mit der Einwechslung von Darko Bodul kippte die Partie vor über 14.200 Zuschauern aber zugunsten der Grazer, die die Austria für ihre Passivität bestraften. Bodul drehte das Spiel mit seinen Saisontoren 11 und 12 in der 67. und 86. Minute. Dem ebenfalls eingewechselten Martin Ehrenreich gelang dann in der Nachspielzeit die Entscheidung.

Rapid mit ungefährdetem Heimsieg

Fußball-Rekordmeister Rapid hat die Saison mit einem Sieg gebührend abgeschlossen. Die schon zuvor als Vizemeister festgestandenen Hütteldorfer setzten sich in der 36. Runde im fast ausverkauften Hanappi-Stadion gegen den FC Wacker Innsbruck mit 2:0 (1:0) durch. Mann des Spiels war Deni Alar mit einem Doppelpack (37., 90.). Die Tiroler warten damit weiterhin seit dem 11. September 1999 auf einen Sieg in "St. Hanappi" und beendeten die Saison auf Rang sieben.


Beide Teams zeigten sich gegenüber dem Wochenende stark verändert. Bei den Hütteldorfern standen gegenüber dem 2:0 in Kapfenberg gleich fünf neue Spieler in der Anfangsformation, darunter Dominik Wydra, der zu seinem ersten Einsatz von Beginn an kam. Walter Kogler veränderte seine Truppe im Vergleich zum Heim-1:1 gegen Sturm Graz an drei Positionen. Markus Egger hütete etwa für den angeschlagenen Szabolcs Safar das Tor.

Laut Polizei rund um das Spiel nur zu kleineren Zwischenfällen. Eine Person wurde nach dem Verwaltungsstrafgesetz festgenommen, zahlreiche Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz erstattet.

Ried erkämpft Unentschieden

Die SV Ried hat die Generalprobe fürs österreichische Fußball-Cup-Finale mit einem Remis beendet. Drei Tage vor dem Endspiel gegen Meister Salzburg mussten sich die Oberösterreicher am Donnerstag in der 36. und letzten Bundesliga-Runde daheim gegen Wiener Neustadt mit einem 2:2 (1:1) zufriedengeben.

Die Gäste gingen durch Christoph Saurer (29./Foul-Elfmeter) und Thomas Helly (62.) zweimal in Führung, Guillem (35.) und Anel Hadzic (73.) glichen jeweils aus. Nur mit einem Sieg wären die Rieder Herbstmeister noch an Sturm Graz vorbei auf Rang fünf geklettert.

Kapfenberg verabschiedet sich mit Niederlage

Mit der 23. Niederlage im 36. Match hat sich der Kapfenberger SV aus der Fußball-Bundesliga verabschiedet. Die Steirer unterlagen am Donnerstag zum Saisonabschluss in Mattersburg 0:2 (0:1). Den verdienten Sieg für die Burgenländer stellte Patrick Bürger mit einem Doppelpack (9., 69./Foul-Elfmeter) sicher. Kapfenberg-Tormann Patrick Kostner sah nach einer Notbremse die Rote Karte (68.).

Trotz freiem Eintritt und kostenloser alkoholfreier Getränke kamen nur 3.500 Fans zum Saisonkehraus ins Pappelstadion. Jene Fans, die da waren, zogen bereits vor dem letzten Heimmatch zufrieden Bilanz, schließlich wurde das Saisonziel Klassenerhalt souverän geschafft. "90 Jahre SVM, 10 Jahre Bundesliga. Saison 2012/13 wir kommen", war auf einem Plakat zu lesen.

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Torjäger-Krone geht nach Salzburg

Tabelle - Endstand

 1. Red Bull Salzburg * 36 19 11  6 60:30  30 68

 2. Rapid Wien **       36 16 14  6 52:30  22 62

 3. FC Admira **        36 15 10 11 59:52   7 55

 4. Austria Wien        36 14 12 10 52:44   8 54

 5. SK Sturm Graz       36 12 15  9 47:41   6 51

 6. SV Ried ***         36 11 15 10 44:38   6 48

 7. Wacker Innsbruck    36 10 15 11 36:45  -9 45

 8. SV Mattersburg      36  9 11 16 41:43  -2 38

 9. SC Wr. Neustadt     36  6 15 15 26:51 -25 33

10. SV Kapfenberg       36  5  8 23 21:64 -43 23

*=Meister, in Champions-League-Qualifikation, **=in Europa-League-Qualifikation, ***=als Cupfinalist in Europa-League-Qualifikation

Torschützen

14 Jakob Jantscher        Salzburg

14 Stefan Maierhofer      Salzburg

12 Darko Bodul            Sturm

12 Patrick Bürger         Mattersburg

12 Roland Linz            Austria

11 Patrik Jezek           Admira

10 Philipp Hosiner        Admira

 9 Deni Alar              Rapid

 8 Nacer Barazite         Austria

 8 Roman Kienast          Austria

 8 Atdhe Nuhiu            Rapid

 8 Christopher Wernitznig Innsbruck

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Red Bull Salzburg - FC Admira Endstand 2:0 (0:0). Wals-Siezenheim, Red-Bull-Arena, 17.800, SR Eisner


Torfolge: 1:0 (77.) Cristiano 2:0 (92.) Cristiano


Salzburg: Walke - Hierländer (54. Schwegler), Douglas, Pasanen, Hinteregger - Lindgren - Teigl, Cziommer (69. Leitgeb), Cristiano, Savic - Soriano (51. Maierhofer)


Admira: Tischler - Plassnegger, Windbichler, Drescher, Auer - Sabitzer, Mevoungou, Toth, Zeman (89. R. Schicker) - Hosiner, Ouedraogo (69. Fucik)


Gelbe Karten: Hierländer bzw. Zeman, Hosiner


SK Sturm Graz - FK Austria Wien Endstand 3:1 (0:1). Graz, UPC-Arena, 14.251, SR Drachta.


Torfolge: 0:1 (22.) Linz 1:1 (67.) Bodul 2:1 (86.) Bodul 3:1 (93.) Ehrenreich


Sturm: Gratzei - Standfest, Burgstaller, Neuhold, Klem (46. Popchadse) - Koch - Kröpfl (54. Bodul), Weber, Bukva, Kainz (85. Ehrenreich) - Okotie


Austria: Lindner - Klein, Margreitter, Ortlechner, Suttner - Mader (77. Rogulj) - Gorgon, Stankovic, Liendl (65. Leovac), Jun - Linz


Gelb-Rote Karte: Leovac (88./wiederholtes Foulspiel) Gelbe Karten: Okotie, Kainz bzw. Stankovic, Suttner Die Besten: Bodul, Gratzei bzw. Jun, Stankovic


SV Mattersburg - Kapfenberger SV Endstand 2:0 (1:0). Mattersburg, Pappelstadion, 3.500, SR Lechner.


Tore: 1:0 ( 9.) Bürger 2:0 (69.) Bürger (Foul-Elfmeter)


Mattersburg: Borenitsch - Farkas, Malic, Ilsanker, Mravac - Spuller (89. Hawlik), Höller, Seidl, Mörz (27. Waltner) - Naumoski (66. Potzmann), Bürger


Kapfenberg: Kostner - Taboga, Gerson, Struhar, Otter (86. Erkinger) - Babangida, Grgic (69. Paiduch), Sencar, Elsneg - Nathan Junior, Kuljic (46. Hirschhofer)


Rote Karte: Kostner (68., Torraub)


Gelbe Karten: Höller, Waltner bzw. Otter, Sencar, Nathan Junior


Die besten Spieler: Bürger, Borenitsch bzw. Babangida