25. August 2011 01:05; Akt: 04.10.2011 15:32 Print

"Trottel-Eklat: Dürfen das die ÖFB-Trainer?

JA, sagt der ÖFB. Peinlich, peinlicher, ÖFB! Heute berichtete bereits am Mittwoch, dass ÖFB-Co-Trainer Manfred Zsak einen Journalisten bei der Kaderbekanntgabe "Trottel" nannte. Torwart-Coach Franz Wohlfahrt merkte an: "Ist er leicht fett, der mitn Kapperl?" Nicht nur schlechter Stil, sondern ein Skandal! Aber nicht für den ÖFB: "Das ist Privatsache.

Fehler gesehen?

Die Pleiten-Misere im ÖFB ist um ein Skandal-Kapitel reicher. In Deutschland wären Zsak und Wohlfahrt (beide waren für Heute am Mittwoch nicht erreichbar) Geschichte. Der beleidigte Abgang von Constantini nach 13 Minuten nach der ersten kritischen Frage wäre undenkbar. Und was passiert in Österreich? Nichts! Der "Trottel-Sager" wird akzeptiert.

Freunderlpartie

"Es war ein privates Gespräch nach der Pressekonferenz. Privatmeinungen kommentieren wir nicht", so ÖFB-Pressesprecher Peter Klinglmüller zu Heute. Heißt: Keine Konsequenzen, das "Kasperltheater" geht weiter. Noch! Denn der Druck auf Leo Windtner und seine "Freunderlpartie" nimmt zu.

Nationalteam ist kein Privatspielzeug

In nur acht Tagen geht es gegen Deutschland. Gespielt wird im "Hexenkessel" auf Schalke. Es wartet viel Arbeit auf Constantini, Zsak und Wohlfahrt. Auch wenn "Taktik überschätzt wird" und der EM-Zug ohne uns abfuhr. Das Fußball-Nationalteam als Privatspielzeug zu betrachten, ist nicht angebracht. Die Fußball-Fans im Land wissen, dass unsere Kicker nicht so schlecht sind, wie sie im Team-Dress aussehen.

Schreiben Sie Heute

Liebe Leser, schreiben Sie uns Ihre Meinung zur Krise im ÖFB. Sind Wohlfahrt und Zsak rücktrittsreif? Hat Constantini noch Zukunft? Ist Windtner der Richtige? Eine Mail an sport@heute.at.

Martin Huber