3:2 für die Südstädter

05. Mai 2012 18:00; Akt: 24.08.2013 16:57 Print

Admira top, Austria Flop und Vastic ade?

Die Admira war am Samstag in der 33. Runde der Fußball-Bundesliga der große Sieger im Kampf um ein Ticket für die Europa League. Der Aufsteiger feierte im direkten Duell um Platz drei mit der Austria einen 3:2-Sieg, während Sturm Graz und Cupfinalist Ried jeweils nur remisierten.

 (Bild: Reuters)

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Der Aufsteiger aus der Südstadt (51 Punkte) hat nun drei Punkte Vorsprung auf die Austria (48) und vier auf den noch amtierenden Meister Sturm (47), der gegen Wr. Neustadt nur zu einem 0:0 kam. Ried (45) erreichte in Kapfenberg ebenfalls nur ein 0:0. Der KSV hat damit nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt.

Die Obersteirer haben drei Runden vor Schluss neun Punkte Rückstand auf den Vorletzten Wr. Neustadt und die um 18 Treffer schlechtere Tordifferenz. Wacker Innsbruck hat die Chancen auf einen internationalen Startplatz mit einem 3:6 gegen Mattersburg verspielt.

Die Runde wird am Sonntag (16.00 Uhr) mit dem Schlager um Platz eins komplettiert. Rapid Wien hat vor dem Heimspiel gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg drei Punkte Rückstand und könnte mit einem Sieg den Titelkampf spannend machen. Salzburg würde mit einem Sieg einen Riesenschritt Richtung Meistertitel machen.

Details zu den Spielen

Für die Wiener Austria setzte es eine wahrlich bittere Niederlage. Die "Veilchen" kassierten in der hochspannenden Partie die unglückliche 2:3-(0:2)-Auswärtsschlappe gegen die Admira und wurden damit nach der 33. Bundesliga-Runde von den Südstädtern vom dritten auf den vierten Rang verdrängt - dieser Platz reicht unter Umständen nicht zur Europacup-Teilnahme.

Nach Treffern von Sulimani (16.), Margreitter (24./Eigentor) und Jezek (61.) drohte den Wienern schon ein Debakel. Doch die Gäste kämpften sich dank der eingewechselten Linz (69.) und Liendl (70.) noch einmal heran und vergaben im Finish hochkarätige Chancen auf das 3:3.

Dennoch wird die Luft für Trainer Ivica Vastic immer dünner. Spätestens seit der Niederlage vor zwei Wochen in Kapfenberg und dem Cup-Out am Mittwoch in Ried ist der Ex-Teamspieler das große Feindbild der Fans, die ihrem Ärger mit "Vastic raus"-Rufen und Anti-Vastic-Transparenten Luft machten.

Heimblamage für Innsbrucker

Der FC Wacker Innsbruck hat sich endgültig aus dem Rennen um die Europacup-Plätze manövriert. Die Innsbrucker liefen am Samstag in der 33. Runde der Fußball-Bundesliga zu Hause gegen den SV Mattersburg in ein 3:6-Debakel. Die Tiroler liegen damit weiterhin auf Rang sieben, Mattersburg ist Achter. Die Tore in einem verrückten Spiel erzielten Christopher Wernitznig (44., 87.) und Tomas Abraham (86.) bzw. Patrick Farkas (3.), Thorsten Röcher (19., 40.), Marvin Potzmann (64.), Manuel Seidl (79.) und Patrick Bürger (91.).

Wacker-Trainer Walter Kogler setzte auf ein nominell sehr offensiv ausgerichtetes 4-2-3-1-System, die Mattersburger waren aber die effizientere Mannschaft. Die Burgenländer machten bereits vor der Pause aus vier Chancen drei Tore, die Tiroler dagegen ließen vor allem in Person von Miran Burgic mehrere Sitzer aus.

Steirer erkämpfen sich Galgenfrist

Der Kapfenberger SV hat sich im Spiel der letzten Chance noch eine Galgenfrist erkämpft. Die Obersteirer vermieden am Samstag mit einem 0:0 im Heimspiel gegen die SV Ried, dass sie schon drei Runden vor Schluss definitiv als Absteiger feststehen. Bei neun Punkten Rückstand auf den Vorletzten Wr. Neustadt und der um 18 Toren schlechteren Tordifferenz ist die Chance auf den Klassenerhalt aber nur noch theoretisch.

Nach dem Punktegewinn von Wr. Neustadt am Nachmittag wäre Kapfenberg bei einer Niederlage schon Fix-Absteiger gewesen, doch die Elf von Trainer Thomas von Heesen bewies einmal mehr Moral. Der KSV hielt die Partie gegen die Innviertler in der ersten Halbzeit offen und war nach der Pause sogar die bessere Mannschaft, blieb aber ohne zählbaren Erfolg. Den Fans wurde eine flotte Partie geboten, allerdings war in der ersten Hälfte für beide Mannschaften meist am Strafraum Endstation.

Herber Rückschlag für Meister Sturm

Für Fußball-Meister Sturm Graz hat es am Samstag im Kampf um eine Europacup-Teilnahme einen Rückschlag gesetzt. Die Steirer kamen in der 33. Bundesliga-Runde auswärts gegen den SC Wiener Neustadt nicht über ein 0:0 hinaus und stecken damit weiterhin im Tabellen-Mittelfeld fest.

An jenem Ort, wo im Vorjahr der für den Titelgewinn vorentscheidende 2:1-Sieg eingefahren wurde, präsentierten sich die Grazer wie so oft in dieser Saison weit von einer meisterlichen Form entfernt. In einer ausgeglichenen Partie hatten die Gastgeber schon in der ersten Hälfte die besseren Chancen.

Tabelle








































































































1.Red Bull Salzburg321511650:2956
2.SK Rapid321314547:2953
3.FC Trenkwalder Admira331491055:4951
4.FK Austria Wien331212947:4048
5.SK Puntigamer Sturm331114843:3647
6.SV Josko Ried3311121040:3445
7.FC Wacker Innsbruck3310131034:4143
8.SV Mattersburg338111439:4135
9.SC Wiener Neustadt336141322:4132
10.SV Kapfenberg 191933582021:5823

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