Transfer-Dreieck

30. Januar 2018 14:32; Akt: 30.01.2018 14:34 Print

Aubameyang-Domino! Was der BVB-Abgang auslöst

Die Uhr tickt! Um Mittwoch (18 Uhr) schließt sich das Transferfenster in Deutschland. Bis dahin muss eine Lösung um Pierre-Emerick Aubameyang her.

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Der Aufstieg von Peter Stöger: Vom Bundesliga-Kicker bis zum Coach von Borussia Dortmund. Peter Stöger startete seine Fußballer-Karriere beim Favoritner AC. Über Worwärts Steyr kam der Wiener 1987 zur Vienna. Hier zog er unter Coach Ernst Dokupil gemeinsam mit Rapid-Leihgabe Andreas Herzog die Fäden im Mittelfeld. Und empfahl sich für höhere Aufgaben. 1988 startet Peter Stöger so richtig durch. Der damals 22-Jährige wird als Nachfolger von Spielmacher Herbert Prohaska zur Wiener Austria geholt. Mit den Veilchen wird der Mittelfeldspieler drei Mal Meister. Nach einem Gastspiel in Tirol wechselt Stöger 1995 zum Austria-Erzrivalen Rapid Wien. Mit den Hütteldorfern wird er Meister und erreicht das Finale des Europacups der Cupsieger. Stöger debütierte 1988 im österreichischen Nationalteam und bestritt 65 Spiele für den ÖFB. Dabei erzielte er 15 Tore. Höhepunkt der Team-Karriere war die WM 1998. Stöger kam in zwei Spielen zum Einsatz. Über den LASK kam Stöger 1998 zur Austria zurück. Bei den Favoritnern konnte er nicht an alte Erfolge anschließen. 2004 hängte Peter Stöger die Fußballschuhe nach einem Engagement beim Zweitliga-Klub SC Untersiebenbrunn an den Nagel. 2005 folgte die Rückkehr zu "seiner" Austria. Stöger begann als Manager des Amateurteams, übernahm dann mit Frenkie Schinkels als Trainer-Duo die Veilchen. Ende 2005 zog er sich zurück, leitete die Geschicke der Wiener als Sportdirektor. 2006 durfte Stöger erstmals als Sportdirektor jubeln. Gemeinsam mit Schinkels führte er die Austria zum Titel. 2007 startete Stöger so richtig als Trainer durch. Als Coach und Sportdirektor in Personalunion führte er die Vienna in die zweithöchste Spielklasse. Von der Vienna ging es für eine Saison zum Grazer AK. Der Vertrag wurde schließlich einvernehmlich aufgelöst, als Stöger ein Bundesliga-Angebot bekam. 2011 folgte das erste Bundesliga-Engagement beim SC Wiener Neustadt. Stöger hielt mit den Niederösterreichern die Klasse und empfahl sich so für höhere Aufgaben. Und die folgte im Sommer 2012! Peter Stöger kehrte zur Wiener Austria zurück. Eine Zusammenarbeit, die von Erfolg gekrönt war. Dabei war der Wunschkandidat von Austria-Sportdirektor Thomas Parits Franco Foda gewesen. Kurios war das erste Treffen. Stöger kam in die Austria-Geschäftsstelle, um einen Spielertransfer zu verhandeln. Da sprach ihn Parits an. Besonders pikant: Stöger feierte die Titel-Party ausgerechnet in Salzburg. Neben ihm lehnte der Meisterteller auf der Trainerbank. Die "Bullen" hatten eine Provokation gewittert. Stöger führte die Austria zum Meistertitel mit dem Punkterekord von 82 Zählern. Bis heute ungebrochen. Mit dem Meistertitel im Gepäck folgte der Karrieresprung nach Deutschland. Peter Stöger übernahm im Sommer 2013 den 1. FC Köln. Stöger und Freundin Ulrike Kriegler wurden zum Society-Traumpaar im Kölner Fußball. Der Erfolgslauf von Peter Stöger setzte sich mit dem 1. FC Köln fort. Gleich in der ersten Saison (2014) führte er den "Effzeh" als Zweitliga-Meister in die Bundesliga zurück. Zu Köln gehört einfach der Karneval! So auch für Peter Stöger, der sich auch in die Rosenmontags-Umzüge mischte. Hier als Muskelmann verkleidet. Im Herbst 2017 führte Stöger die Kölner erstmals seit 25 Jahren wieder in den Europacup. In der Gruppenphase der Europa League kam es zum Duell mit Arsenal London und dem Trainer-Urgestein Arsene Wenger. Das Heimspiel in Köln konnte der "Effzeh" sogar mit 1:0 für sich entscheiden. Am 2. Dezember 2017 endete die Ära von Peter Stöger in Köln. Unmittelbar nach dem 2:2-Remis auf Schalke wurde er entlassen. Noch im Stadion verabschiedete er sich von den mitgereisten Kölner Fans. Stöger holte in 14 Spielen nur drei Unentschieden. Sein Vertrag wäre noch bis 2020 gelaufen. Gerade einmal eine Woche später folgte der Paukenschlag! Peter Stöger wurde nach der Entlassung von Peter Bosz als neuer Dortmund-Trainer vorgestellt. Gegen Mainz gab es gleich einen Einstand nach Maß! Bei Stögers Premiere gewann der BVB mit 2:0.

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Eigentlich waren sich Dortmund und Arsenal London bereits einig. Pierre-Emerick Aubameyang soll für 63 Millionen Euro plus Bonuszahlungen vom Stöger-Klub nach London wechseln. Dort unterschreibt der Gabuner Skandal-Stürmer einen Vertrag mit einem Jahresgehalt von 26 Millionen Euro.

Doch der Vollzug ist noch nicht gemeldet. Denn der BVB will seinen wechselwilligen Star-Stürmer nur abgeben, wenn ein adäquater Ersatz gefunden wird. Und damit wird es so richtig kompliziert.

Das Wechsel-Dreieck

Dortmund hatte als Aubameyang-Ersatz Olivier Giroud favorisiert. Der Franzose in Diensten der "Gunners" hätte gleich in die Ablöse eingerechnet werden können. Doch Giroud möchte nicht in den Ruhrpott.

Also tauchte der Name Michy Batshuayi von Chelsea auf. Der 24-jährige Belgier gilt nun als Dortmunder Wunschkandidat. Einziges Problem: Der Stürmer darf nur gehen, wenn die "Blues" einen adäquaten Ersatz finden. Und der könnte wiederum Olivier Giroud heißen.

Denn nach Dortmund will der Franzose nicht, in London bleiben jedoch schon. Für einen Deal müssen sich die beiden Premier-League-Klubs allerdings erst einigen. Die "Gunners" wollen zwischen 35 und 40 Millionen Euro, Chelsea bietet aktuell nur 23 Millionen Euro. Ein kurioses Transfer-Dreieck, in dem sich keiner zuerst bewegen möchte. Aktuell hat es Arsene Wenger in der Hand. Sein "Go" zum Giroud-Abgang löst die Transfer-Kette aus. Und er bekommt mit Aubameyang sein Objekt der Begierde.

Doch es gibt weitere Alternativen! Chelsea wird ein Interesse am Tottenham-Backup Fernando Llorente nachgesagt. Dann könnte Batshuayi nach Dortmund. Doch der Spanier würde die "Blues" 29 Millionen Euro kosten. Oder der BVB schaut sich in China um. Peter Stöger könnte seinen Ex-Köln-Schützling Anthony Modeste zum BVB lotsen. Jedenfalls muss bis Mittwoch, 18 Uhr eine Entscheidung her...

(wem)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nikolaus Schleimer am 30.01.2018 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    Aubameyang macht den Abflug.

    Aubameyang wurde vor ungefähr einer halben Stunde am Dortmunder Flughafen gesichtet! Er fliegt gerade in seinem Privatjet mit seiner Familie nach London zum Medizincheck.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nikolaus Schleimer am 30.01.2018 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    Aubameyang macht den Abflug.

    Aubameyang wurde vor ungefähr einer halben Stunde am Dortmunder Flughafen gesichtet! Er fliegt gerade in seinem Privatjet mit seiner Familie nach London zum Medizincheck.