Rücktritt nach Spiel

14. November 2017 13:02; Akt: 14.11.2017 14:36 Print

De Rossi verweigerte Einsatz bei Italien-Aus

Italiens WM-Traum ist geplatzt. Ein Schrei-Duell an der Seitenlinie und die verweigerte Einwechslung von Daniele De Rossi sorgten für Aufregung.

Bildstrecke im Grossformat »
Der Zug zur WM-Endrunde nach Russland ist abgefahren! "Heute" hat die Übersicht über die WM-Quali-Partien des Österreichischen Nationalteams. Zum Auftakt gab es drei Punkte! Aleks Dragovic (li.) und Co. erkämpften auswärts bei Georgien einen 2:1-Sieg. Dann der erste Hochkaräter! Wales gastierte mit Superstar Gareth Bale (re.) im Happel-Stadion. Im zweiten WM-Quali-Match gab es am Ende einen Punkt - nach einem 1:2-Pausenrückstand stand es am Ende ein 2:2. Arnautovic sorgte per Doppelpack (28., 48.) für das Remis. Drittes Match: das Gastspiel in Serbien. Eine enge Partie. Zwei Mal gingen die Hausherren in Führung, zwei Mal gelang der ÖFB-Auswahl der Ausgleich. Am Ende setzte es aber eine Niederlage für Marc Janko (re.) und Co. - 2:3. Am 12. November 2016 folgte das Heimspiel gegen Irland - und die nächste Abfuhr. McClean schoss die Iren zum 1:0-Auswärtssieg. Das WM-Ticket drohte damit schon vorzeitig in weite Ferne zu rücken. Im Heimspiel gegen Moldawien war ein Sieg bereits Pflicht. Durch Tore von Arnautovic (75.) und Harnik (90.) gelang ein 2:0-Erfolg. Dann wieder ein Rückschlag. Gegen Irland verspielten Sebastian Prödl (li.) und Co. eine 1:0-Führung. Am Ende setzte es ein glückliches 1:1. In der Tabelle liegt Österreich damit punktegleich mit Wales auf Platz vier. Auf die Leader Serbien und Irland fehlen vier Punkte. Alles ist noch möglich, aber es wird immer enger ... In Irland sah es lange Zeit nach Sieg aus. Hinteregger hätte das ÖFB-Team in der 31. Minute in Führung gebracht, Walters glich kurz vor Schluss aus (85.). Ernüchterung! Vier Spiele vor dem Ende der WM-Qualifikation betrug der Rückstand auf Serbien und Irland vier Punkte. Nur ein Sieg in Wales hätte die Hoffnung am Leben gehalten. Mit einem Sieg gegen Wales wäre die Tür zum WM-Ticket weit offen gewesen. Das ÖFB-Team spielte gut, doch der Treffer gelang nicht. Marko Arnautovic vergab die größte Chance in der 33. Minute. Kaltschnäuziger präsentierte sich der 17-jährige Ben Woodburn, der die Waliser zum 1:0-Sieg schoss. Damit war es nun endgültig besiegelt. Der WM-Traum ist geplatzt. Gegen Georgien kamen die Österreicher nicht über ein 1:1 hinaus. Louis Schaub erzielte als Ersatzmann für David Alaba, der verletzt ausgewechselt wurde, den Ausgleich (43.). Valerian Gvilia hatte die Gäste im Happel-Oval in Führung gebracht (8.). Im letzten Heimspiel unter Marcel Koller feierte Österreich noch einen 3:2-Prestigeerfolg über Gruppenleader Serbien. Gruppenplatz vier war vor dem finalen Match in Moldawien dennoch fix. In der abschließenden WM-Quali-Partie in Moldawien hatten Baumgartlinger und Co, lange Zeit zu kämpfen... ...doch dann erzielte Schaub das Goldtor zum 1:0-Auswärtssieg und... ...und bescherte Teamchef Marcel Koller damit einen gebührenden Abschied von der österreichischen Nationalmannschaft.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die WM 2018 findet ohne Italien statt! Was sich undenkbar anhört ist seit Montag traurige Gewissheit. Schweden kickte den viermaligen Weltmeister im Play-off raus und qualifizierte sich damit überraschend für die Endrunde in Russland.

In Italien herrscht Fassungslosigkeit. Nach dem Abpfiff gab es bittere Tränen von Urgestein Gianluigi Buffon (Juve). Die Torwart-Legende verkündete live im TV seinen Rücktritt aus dem Nationalteam. Seine Mitspieler Daniele De Rossi (Roma) und Andrea Barzagli (Juve) taten es ihm gleich.

Schrei-Duell an der Seitenlinie

"In der Kabine herrschte eine Stimmung wie bei einem Begräbnis. Dabei ist niemand gestorben", sagte De Rossi nach dem Spiel. In der Schlussphase des Matches hatte er kurz zuvor noch für Aufsehen gesorgt. Bilder seines Schrei-Duells mit seinem Assistenz-Coach gingen um die Welt.

De Rossi sollte eingewechselt werden. Der Roma-Star weigerte sich aber, schnauzte er: "Warum zum Teufel soll ich rein? Wir brauchen kein Unentschieden, wir brauchen einen Sieg!"


Daniele De Rossi wollte sich nicht einwechseln lassen. Bild: Screenshot Rai

Der defensive Mittelfeldspieler zeigte auf Napoli-Stürmer Lorenzo Insigne, forderte dessen Einwechslung. Teamchef Gian Piero Ventura tat ihm diesen Gefallen nicht. Am Ende mussten beide Spieler zusehen, wie Italiens Traum von der WM-Teilnahme platzte. Nach dem Spiel entschuldigte sich der 34-Jährige, er habe niemanden beleidigen wollen.

De Rossi feierte 2006 mit Italien den Weltmeistertitel.


Das könnte Sie auch interessieren:

(Heute Sport)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • G.C. am 15.11.2017 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    der Trainer wird sicher demnächst

    gegangen worden sein ! Das hat es zu meiner Zeit nie gegeben und war der Anfang vom Ende: gegen Spanien ein 0:3 !! Mit Wehmut denken wir an Conte !

Die neuesten Leser-Kommentare

  • G.C. am 15.11.2017 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    der Trainer wird sicher demnächst

    gegangen worden sein ! Das hat es zu meiner Zeit nie gegeben und war der Anfang vom Ende: gegen Spanien ein 0:3 !! Mit Wehmut denken wir an Conte !