Minuten vor dem Anpfiff

20. April 2017 08:15; Akt: 20.04.2017 08:51 Print

Emotionale Rede: Was Bartra dem BVB sagte

Bomben-Opfer Marc Bartra stattete seinen Kollegen von Borussia Dortmund einen Überraschungs-Besuch ab und hielt eine Rede vor dem Monaco-Match.

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Vergangene Woche erschütterte ein Sprengstoff-Anschlag auf den Spielerbus von Borussia Dortmund die Welt. Marc Bartra wurde schwer verletzt und musste an der Hand operiert werden.

Bartras emotionale Rede
Vor dem Rückspiel in Monaco ließ es sich der Spanier aber dennoch nicht nehmen, anzureisen und seine Teamkollegen damit zu überraschen. Die wussten nämlich nichts von seinem Besuch. Trainer Thomas Tuchel überließ dem Verteidiger die letzten Worte in der Kabine, bevor die Spieler auf den Rasen geschickt wurden. Das verriet er vor dem Match im ZDF.

Nun sickerte durch, was Bartra seinen Kumpels mit auf den Weg gab. "Er hat vor dem Spiel gesagt, dass nichts verloren ist. Er hat gesagt, dass er froh ist, dass er hier vor Ort bei uns ist", wird Marco Reus von der Bild-Zeitung zitiert. Roman Bürki erklärte: "Ich habe mich riesig gefreut. Es war sehr emotional."

Bartras emotionale Rede konnte sein Team aber nicht von einem Fehlstart bewahren. Schon nach wenigen Minuten geriet der BVB in Rückstand und konnte das 2:3 aus dem Hinspiel schlussendlich nicht mehr wettmachen.

Anstoß verzögerte sich
Für die Leistung verdienen sich die Dortmunder dennoch Hochachtung. Als wären die Erinnerungen an die vergangene Woche nicht schlimm genug, erlebten sie am Mittwoch vor dem Anstoß erneut eine schwierige Situation. Ohne Begründung der Polizei sei der Spielerbus lange Zeit an der Abfahrt vom Hotel gehindert worden. Der Anstoß verzögerte sich um einige Minuten.

Als Außenstehender ist es kaum vorstellbar, unter welchem psychischen Druck der BVB gestanden haben muss. Für den Fehlstart in die Partie kann man Dortmund daher keinesfalls einen Vorwurf machen.

(SeK)

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