Korruptions-Affäre

21. November 2017 16:33; Akt: 21.11.2017 16:33 Print

FIFA-Skandal: Autos waren Tarnung für Schmiergeld

Neue kuriose Details im FIFA-Skandal! Funktionäre benützten Automarken als Tarnung für Schmiergeld-Zahlungen. Wer war Benz, Toyota oder VW?

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Brisante Details im Prozess um den FIFA-Korruptionsskandal! Santiago Pena, Ex-Mitarbeiter einer argentinischen Sport-Marketingfirma, bringt beim Prozess in New York interessante Details über die Schmiergeld-Zahlungen ans Tageslicht. Demnach haben sich hochrangige Funktionäre hinter bekannten Automarken versteckt, um die illegalen Geldflüsse zu vertuschen.

Benz um 639.000 Euro

So soll Rafael Esquievel, Ex-Boss des Fußballverbandes von Venezuela, in der Buchführung den Spitznamen "Benz" (nach Mercedes-Benz) erhalten haben. Der deutsche Nobel-Bolide kassierte laut Buchführung 639.000 Euro für "Q2022", womit wohl die Fußball-WM in Katar 2022 gemeint ist (Katar wird auf Englisch mit Q geschrieben). Auch ein Toyota kassierte kräftig ab, er erhielt für "Q2022" satte 426.000 Euro. Hinter dem japanischen Autohersteller soll sich Luis Chiriboga, Ex-Präsident des Verbands von Ecuador, verbergen.

Von Honda bis Fiat

Mit Huan Angel Napout scheint ein Honda in der PS-starken Auflistung illegaler Zahlungen auf. Er war Ex-Boss des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL und von Paraguay. Weitere Automarken: VW, Kia und Fiat.

Schmiergeld über Jahrzehnte

Im Zentrum der Ermittlungen stehen neben Napout die Ex-Verbandsbosse Jose Maria Marin (Brasilien) und Manuel Burga (Peru). Sie werden verdächtigt, für Schmiergelder in Millionenhöhe TV- und Sponsorrechte für Großturniere an eine Marketingfirma weitergegeben zu haben. Bereits 40 Personen haben sich schuldig bekannt, über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren illegale Zahlungen angenommen zu haben.


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(gr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex am 21.11.2017 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    AUFLÖSUNG

    Jeder kleine Verein in Österreich wäre sofort aufgelöst. Ich hoffe die WM für 2022 wird in die USA verschoben. Bei 100.000 Zuschauer würde ich dort gerne einmal dabei sein. Q2022 im Winter ist sowieso mehr als fragwürdig, bezüglich Spielpläne in den Ligen, gesamt-politische Lage in Katar und und und. Gab ja genug Bedanken schon im Vorfeld und darum wurden geschmiert wo man nur konnte.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Alex am 21.11.2017 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    AUFLÖSUNG

    Jeder kleine Verein in Österreich wäre sofort aufgelöst. Ich hoffe die WM für 2022 wird in die USA verschoben. Bei 100.000 Zuschauer würde ich dort gerne einmal dabei sein. Q2022 im Winter ist sowieso mehr als fragwürdig, bezüglich Spielpläne in den Ligen, gesamt-politische Lage in Katar und und und. Gab ja genug Bedanken schon im Vorfeld und darum wurden geschmiert wo man nur konnte.