Trainer muss gehen

17. April 2018 06:00; Akt: 16.04.2018 23:34 Print

Fix! Stöger darf nicht der Dortmund-Coach bleiben

Entscheidung gefallen! Peter Stöger muss im Sommer den Trainer-Sessel bei Borussia Dortmund räumen. Auch sein Nachfolger soll bereits feststehen.

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Der Aufstieg von Peter Stöger: Vom Bundesliga-Kicker bis zum Coach von Borussia Dortmund. Peter Stöger startete seine Fußballer-Karriere beim Favoritner AC. Über Worwärts Steyr kam der Wiener 1987 zur Vienna. Hier zog er unter Coach Ernst Dokupil gemeinsam mit Rapid-Leihgabe Andreas Herzog die Fäden im Mittelfeld. Und empfahl sich für höhere Aufgaben. 1988 startet Peter Stöger so richtig durch. Der damals 22-Jährige wird als Nachfolger von Spielmacher Herbert Prohaska zur Wiener Austria geholt. Mit den Veilchen wird der Mittelfeldspieler drei Mal Meister. Nach einem Gastspiel in Tirol wechselt Stöger 1995 zum Austria-Erzrivalen Rapid Wien. Mit den Hütteldorfern wird er Meister und erreicht das Finale des Europacups der Cupsieger. Stöger debütierte 1988 im österreichischen Nationalteam und bestritt 65 Spiele für den ÖFB. Dabei erzielte er 15 Tore. Höhepunkt der Team-Karriere war die WM 1998. Stöger kam in zwei Spielen zum Einsatz. Über den LASK kam Stöger 1998 zur Austria zurück. Bei den Favoritnern konnte er nicht an alte Erfolge anschließen. 2004 hängte Peter Stöger die Fußballschuhe nach einem Engagement beim Zweitliga-Klub SC Untersiebenbrunn an den Nagel. 2005 folgte die Rückkehr zu "seiner" Austria. Stöger begann als Manager des Amateurteams, übernahm dann mit Frenkie Schinkels als Trainer-Duo die Veilchen. Ende 2005 zog er sich zurück, leitete die Geschicke der Wiener als Sportdirektor. 2006 durfte Stöger erstmals als Sportdirektor jubeln. Gemeinsam mit Schinkels führte er die Austria zum Titel. 2007 startete Stöger so richtig als Trainer durch. Als Coach und Sportdirektor in Personalunion führte er die Vienna in die zweithöchste Spielklasse. Von der Vienna ging es für eine Saison zum Grazer AK. Der Vertrag wurde schließlich einvernehmlich aufgelöst, als Stöger ein Bundesliga-Angebot bekam. 2011 folgte das erste Bundesliga-Engagement beim SC Wiener Neustadt. Stöger hielt mit den Niederösterreichern die Klasse und empfahl sich so für höhere Aufgaben. Und die folgte im Sommer 2012! Peter Stöger kehrte zur Wiener Austria zurück. Eine Zusammenarbeit, die von Erfolg gekrönt war. Dabei war der Wunschkandidat von Austria-Sportdirektor Thomas Parits Franco Foda gewesen. Kurios war das erste Treffen. Stöger kam in die Austria-Geschäftsstelle, um einen Spielertransfer zu verhandeln. Da sprach ihn Parits an. Besonders pikant: Stöger feierte die Titel-Party ausgerechnet in Salzburg. Neben ihm lehnte der Meisterteller auf der Trainerbank. Die "Bullen" hatten eine Provokation gewittert. Stöger führte die Austria zum Meistertitel mit dem Punkterekord von 82 Zählern. Bis heute ungebrochen. Mit dem Meistertitel im Gepäck folgte der Karrieresprung nach Deutschland. Peter Stöger übernahm im Sommer 2013 den 1. FC Köln. Stöger und Freundin Ulrike Kriegler wurden zum Society-Traumpaar im Kölner Fußball. Der Erfolgslauf von Peter Stöger setzte sich mit dem 1. FC Köln fort. Gleich in der ersten Saison (2014) führte er den "Effzeh" als Zweitliga-Meister in die Bundesliga zurück. Zu Köln gehört einfach der Karneval! So auch für Peter Stöger, der sich auch in die Rosenmontags-Umzüge mischte. Hier als Muskelmann verkleidet. Im Herbst 2017 führte Stöger die Kölner erstmals seit 25 Jahren wieder in den Europacup. In der Gruppenphase der Europa League kam es zum Duell mit Arsenal London und dem Trainer-Urgestein Arsene Wenger. Das Heimspiel in Köln konnte der "Effzeh" sogar mit 1:0 für sich entscheiden. Am 2. Dezember 2017 endete die Ära von Peter Stöger in Köln. Unmittelbar nach dem 2:2-Remis auf Schalke wurde er entlassen. Noch im Stadion verabschiedete er sich von den mitgereisten Kölner Fans. Stöger holte in 14 Spielen nur drei Unentschieden. Sein Vertrag wäre noch bis 2020 gelaufen. Gerade einmal eine Woche später folgte der Paukenschlag! Peter Stöger wurde nach der Entlassung von Peter Bosz als neuer Dortmund-Trainer vorgestellt. Gegen Mainz gab es gleich einen Einstand nach Maß! Bei Stögers Premiere gewann der BVB mit 2:0.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Gerüchte gab es schon länger, jetzt ist die Entscheidung gefallen! Peter Stöger muss mit Ende der Saison das Traineramt bei Dortmund abgeben. Die Klub-Bosse entschieden nun, nicht mehr mit dem Österreicher zusammenarbeiten zu wollen – selbst wenn das ausgegebene Ziel Champions-League-Quali erreicht wird. Auch ein Nachfolger soll schon feststehen. Dabei soll es bis zum Revier-Derby noch Gesprächsbereitschaft gegeben haben.

Stöger gefasst

"Er ist unser erster Ansprechpartner", meinte Dortmund-Boss Hans-Joachim Watzke noch vor dem Duell mit Erzrivale Schalke 04. Doch dann ging das Match mit 0:2 verloren. Das soll laut "Bild" den Ausschlag gegeben haben. Auch Stöger rechnete nach der Partie offenbar nicht mehr mit einer Verlängerung des Vertrags. "Mein Dienstverhältnis geht bis zum 30. Juni – und das ist gut so", meinte er nach dem Schlusspfiff.

Nachfolger schon fix?

Auch ein Nachfolger soll bereits feststehen. Nizza-Coach Lucien Favre soll bei den Borussen das Traineramt übernehmen. In den nächsten 14 Tagen soll eine Einigung mit dem Ex-Gladbach-Trainer erzielt werden. Auch Salzburgs Marco Rose war als Nachfolger von Stöger gehandelt worden, sein Vertrag bei den Mozartstädtern läuft allerdings noch bis 2019.


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(heute.at)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Konfusius am 17.04.2018 15:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das letzte Wort ist nicht gesprochen.

    Und was, wenn Herr Stöger dennoch das Maximum herausholt und Borussia Zweite wird?

  • Drakensang am 17.04.2018 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zerrüttelter BVB

    Na das hört die Mannschaft sicher recht "gerne" und ist damit wohl wieder noch mehr zerrüttelt. Falls es Lucien Favre werden sollte wünsche ich ihm alles Gute, denn Favre ist ein toller Trainer (ich kenne ihm noch aus der Zeit, als er mit Gladbach mit Dante die Bayern zur Verzweiflung brachte).

  • Dortmunder Jung am 17.04.2018 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Piefke

    Gottseidank ist der Stöger Geschichte bei uns.Der passt besser zur Austria die Gurke

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Konfusius am 17.04.2018 15:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das letzte Wort ist nicht gesprochen.

    Und was, wenn Herr Stöger dennoch das Maximum herausholt und Borussia Zweite wird?

  • Drakensang am 17.04.2018 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zerrüttelter BVB

    Na das hört die Mannschaft sicher recht "gerne" und ist damit wohl wieder noch mehr zerrüttelt. Falls es Lucien Favre werden sollte wünsche ich ihm alles Gute, denn Favre ist ein toller Trainer (ich kenne ihm noch aus der Zeit, als er mit Gladbach mit Dante die Bayern zur Verzweiflung brachte).

  • Dortmunder Jung am 17.04.2018 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Piefke

    Gottseidank ist der Stöger Geschichte bei uns.Der passt besser zur Austria die Gurke

    • tsorfnediel am 17.04.2018 21:02 Report Diesen Beitrag melden

      Austria Wien

      Hast du ein Problem mit einem Österreicher.

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