Rapid-Torjäger

02. September 2018 07:17; Akt: 02.09.2018 07:17 Print

Lässt Rapids Alar heute Sturm-Fanblock beben?

Wird das ein Skandal-Spiel? Ex-Sturm-Kicker Deni Alar soll heute Rapid bei den "Blackies" zum Sieg schießen. Ein heißer Empfang ist ihm garantiert.

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Wie tut sich Rapid in der Zwölferliga, welche Kicker sorgen für Furore, was treiben die Fans? "Heute" fasst die bisherige Saison in Bildern zusammen. Klicken Sie sich durch die Fotos! Neues Jahr, neues Glück? Rapid beendete das Vorjahr auf Rang drei, erreichte somit das erklärte Minimalziel. Allerdings stand danach ein Kaderumbruch ins Haus. Louis Schaub heuerte beim 1. FC Köln an. Joelinton kehrte nach Hoffenheim zurück, Mario Pavelic ging nach Rijeka. Beim Trainingsstart am 20. Juni konnten die Hütteldorfer aber auch schon zwei neue Namen präsentieren. Stürmer Andrija Pavlovic wurde von Kopenhagen losgeeist. Mit Manuel Martic kam zudem ein "Sechser" aus St. Pölten. In Oberösterreich schwitzten die Rapidler (im Bild Pavlovic) für die neue Saison. Auch Sportdirektor Fredy Bickel, der alle Hände voll zu tun hatte. Christoph Knasmüllner, der bei Barnsley nicht glücklich wurde, unterschrieb bei den Hütteldorfern. Der 26-Jährige soll als Regisseur eine zentrale Rolle einnehmen. Wenig später verließ Abwehrchef Lucas Galvao die Hütteldorfer. Der Brasilianer versucht sich in der zweiten deutschen Liga beim FC Ingolstadt. Mit der Ablöse (rund drei Millionen Euro) finanzierte Rapid gleich zwei Neue. Stürmer Deni Alar kam von Sturm Graz retour. Mateo Barac von Osijek wurde als Galvao-Nachfolger verpflichtet. Ein Testmatch gegen KS Samara gewannen die Hütteldorfer mit 1:0. Kelvin Arase erzielte das Goldtor. Gegen Slavia Prag setzte es jedoch eine 0:2-Pleite. Schlechte Nachrichten überbrachte Philipp Schobesberger. Der Flügelflitzer musste sich einer Hüft-Operation unterziehen. Eine lange Pause über mehrere Monate ist gewiss. Rapid reagierte auf den Ausfall und lieh den Rumänen Andrei Ivan vom russischen Klub Krasnodar aus. Dann der nächste Schock: Andrija Pavlovic (r.) zog sich in der Vorbereitung einen Muskelriss zu. Eine Operation blieb dem Kroaten erspart. Allerdings war auch ihm eine lange Zwangspause sicher. Dem nicht genug, suchte auch Giorgi Kvilitaia das Weite. Der verletzte Georgier entschied sich für einen Wechsel zu Gent. Zumindest finanziell für Rapid ein Gewinn. Am 14. Juli dann das erste Highlight. Rapid eröffnete mit einem Testkracher gegen den HSV die Heim-Saison. Das Spiel gegen den deutschen Absteiger ging knapp mit 1:2 verloren. Die nächste schlechte Nachricht ließ nicht lange auf sich warten. Christopher Dibon, der fast ein Jahr pausieren musste, erlitt einen Rückschlag und musste erneut kürzer treten. Das erste Pflichtspiel absolvierte Rapid mit Bravour. In der ersten Runde des ÖFB-Pokals feierten die Hütteldorfer gegen Kufstein einen klaren 5:0-Erfolg. Neuzugang Andrei Ivan bejubelt seinen Doppelpack mit einem Salto. Auch Deni Alar netzte zwei Mal. Es folgte die Präsentation des neuen Auswärts-Trikots. Unter anderem vor dem Lindwurm in Klagenfurt. Das Shirt ist in den Gründungsfarben Rot und Blau gehalten. Emotional wurde es am 22. Juli. Steffen Hofmann, der 540 Pflichtspiele für Rapid absolvierte, trat mit einem Abschiedsspiel endgültig ab. Hofmann und alte Weggefährten wie Jimmy Hoffer und Branko Boskovic besiegten eine B-Elf der aktuellen Mannschaft mit 4:2. Der "Fußballgott" erzielte für die Sieger alle vier Treffer. Rapid schlug noch einmal am Transfermarkt zu und holte den 20-jährigen Barcelona-Stürmer Jeremy Guillemenot. Das Talent aus der Schweiz war zuletzt an CE Sabadell (dritte spanische Liga) verliehen. Die Zwölferliga eröffnete Rapid mit einem glatten 3:0-Erfolg gegen die Admira. Den Schlusspunkt setzte Bolingoli. Es folgte daheim ein 1:1 gegen Altach. Coach Djuricin war nach der Partie sauer, dass wie im Vorjahr unnötig Punkte "verschenkt" werden. Es folgte die nächste Verletztenmeldung. Maxi Hofmann erlitt einen Muskelfaserriss in der rechten Wade - einige Wochen Zwangspause. Das Europacup-Comeback lief bei Slovan Bratislava nicht nach Wunsch. Nach einer 1:0-Führung hieß es am Ende 1:2, Deni Alar vergab einen Elfmeter in der Schlussphase. Nach dem mageren Europacup-Auftritt kam Rapid auch in der Liga nicht in Schwung. Gegen den WAC gab es nur ein 0:0, nur einen Torschuss von Veton Berisha bekamen die Fans zu sehen. Der Befreiungsschlag gegen Slovan Bratislava. Im Allianz Stadion gab es ein 4:0 und damit den Aufstieg ins Europa-League-Playoff. Man of the Match: Christoph Knasmüllner mit seinem Triplepack. Der nächste Rückschlag folgte in Pasching. Die Grün-Weißen steckten eine 1:2-Niederlage gegen den LASK ein und rutschten in der Tabelle sogar auf Rang 7 zurück. "Ich kann nicht immer einen Sieg fordern", verblüffte Coach Djuricin die Fans mit seiner Analyse. Im Europa-League-Playoff ein Erfolgserlebnis: Im Hinspiel gegen Steaua Bukarest gab es zu Hause ein 3:1. Dann in der Liga der nächste Sieg: 2:1 gegen Wacker Innsbruck. Im Rückspiel gegen Steaua Bukarest gab es auswärts ein 1:2. Trotzdem reichte es für den Einzug in die Europa-League-Gruppenphase. Im Bundesliga-Gastspiel bei Sturm reichte es nur zu einem 1:1. Generell blieben in der Liga die Ergebnisse aus. Im Derby setzte es eine 0:!-Pleite gegen die Austria - Rückfall auf Tabellenrang sieben. Doppelt bitter: Einige Fans hatten sich (mal wieder) nicht im Griff, stürmten nach dem Schlusspfiff auf den Rasen. Für Trainer Goran Djuricin wurde es langsam eng, auch wenn es von der Klubspitze Rückendeckung gab. Ex-Meistermacher Peter Pacult brachte sich via "Sky" als möglicher Nachfolger ins Spiel.

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Fehler gesehen?

Wiedersehen macht Freude – oder nicht? Deni Alar kehrt heute zu seinem Ex-Klub Sturm Graz zurück. Der Torjäger soll Rapid bei den "Blackies" zum Sieg schießen. Für ihn wird das keine einfache Partie, denn die Fans der Steirer sind nach seinem Wechsel in die Hauptstadt nicht gut auf ihn zu sprechen.

Wechsel-Aufreger

Denn Alar verabschiedete sich dank seiner Ausstiegsklausel blitzschnell nach Hütteldorf. Eine Aktion, die bei Sturm für wenig Begeisterung sorgte – im Gegensatz zum Wechsel von Marvin Potzmann, der nach langer Ankündigung und noch dazu ablösefrei zu Rapid wechselte.

Brennender Schweinskopf

Alar jedenfalls ist gewarnt: "Ich weiß nicht, was mich erwartet", gibt er zu. Florian Kainz könnte ihm erzählen, wie er vor vier Jahren als "Überläufer" vom Sturm-Fanblock empfangen wurde: 90 Minuten Beschimpfungen, ein Schweinskopf in seinem Trikot wurde angezündet. Auch Mario Sonnleitner wurde in der Vergangenheit in Graz heftig angefeindet. "Leider ist der Fußball so geworden", meint er in der "Krone". Nachsatz: "Es wäre schlimm, wenn es keinen schert, wo man hingeht."

Jubel oder nicht

Alar ist sich bewusst: "Das wird kein normales Spiel." Er will versuchen, Aktionen aus dem Fanblock auszublenden. "Ich kann es nicht beeinflussen." Ob er im Falle eines Torerfolgs jubeln wird? Er habe sich das noch nicht überlegt, meint er. Am Ende hängt es auch vom Empfang ab.


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(heute.at)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ein Grüner am 02.09.2018 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Isso

    Alar war kein Kind von Sturm! Keine Ahnung was die wollen? Er war seit jeher Spieler von Rapid und davor Kapfenberg. Er wollte ja nie fort von uns. Und jetzt wo er die Chance nochmal bekommen hat, wollte er sie nutzen.

  • Joe heute am 02.09.2018 07:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    da ..

    muss sich Alar drauf einstellen und ausblenden.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ein Grüner am 02.09.2018 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Isso

    Alar war kein Kind von Sturm! Keine Ahnung was die wollen? Er war seit jeher Spieler von Rapid und davor Kapfenberg. Er wollte ja nie fort von uns. Und jetzt wo er die Chance nochmal bekommen hat, wollte er sie nutzen.

  • Joe heute am 02.09.2018 07:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    da ..

    muss sich Alar drauf einstellen und ausblenden.