Nur erste Halbzeit stark

07. Dezember 2017 00:15; Akt: 07.12.2017 00:16 Print

Hofmann erklärt "Heute" das große Rapid-Problem

von Erich Elsigan - Rapid ist Herbstmeister – allerdings nur bis zur Halbzeit. Warum das so ist, versucht Verteidiger Max Hofmann im "Heute"-Gespräch zu erklären.

Max Hofmann in Aktion. Gegen Mattersburg bestreitet er sein 108. Match für Rapid. (Bild: picturedesk.com)

Max Hofmann in Aktion. Gegen Mattersburg bestreitet er sein 108. Match für Rapid. (Bild: picturedesk.com)

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Die zwei Gesichter von Rapid! Nach einer starken Phase mit zehn Partien ohne Niederlage warten die Hüttelforfer nun seit drei Runden auf einen Sieg. Der Rückstand auf Leader Salzburg wuchs auf elf Zähler an. Schuld daran: der Seitenwechsel!

Ein Blick ins "Heute"-Datencenter zeigt Erstaunliches: Wäre in den 18 Matches der Hinrunde nach jeweils 45 Minuten Schluss gewesen, würde Rapid die Tabelle anführen. Nimmt man nur die Ergebnisse nach dem Pausentee her, belegt Grün-Weiß mit einem Torverhältnis von 15:18 Rang acht. Wie ist das möglich? Das und vieles mehr beantwortet Innenverteidiger Max Hofmann im "Heute"-Interview.

Herr Hofmann, was ist in den letzten beiden Wochen bei Rapid geschehen? Ist der Faden gerissen?

"Von den Ergebnissen her auf jeden Fall. Aber sonst nicht, denke ich. Es ist vom Trainer klipp und klar angesprochen worden, was alles nicht passt. Niemand darf einen Zentimeter nachlassen, das hat zuletzt vielleicht gefehlt. Es wurde zur Selbstverständlichkeit, dass es von alleine geht. Die drei jüngsten Spiele dürfen uns nicht entmutigen. Das 0:0 in Wolfsberg war die erste richtig schlechte Partie seit langer Zeit. Das müssen wir vergessen. Jetzt sind es noch zwei Runden, die müssen wir gewinnen. Gelingt das, war es alles in allem ein guter Herbst – verglichen mit letzter Saison."

Eine Statistik zeigt: Nimmt man nur die Ergebnisse der ersten Halbzeit her, wäre Rapid Tabellenführer. Würden nur die Ergebnisse nach der Pause zählen, wäre Rapid Achter. Wie erklären Sie sich das?

"Keine Ahnung. Aber ich habe das selbst bemerkt. Wir sind oft richtig gut in die Kabine gekommen, haben geführt. Und dann dachten wir, wir schalten einen Gang zurück, lassen den Gegner kommen und verwalten den Vorsprung. Aber das können wir anscheinend nicht so gut. Wir sind eine Mannschaft, die offensiv auftreten will. Wenn wir angreifen und das Spiel machen, sind wir drückend überlegen. Das ist meistens nur in der ersten Halbzeit so."

Woran liegt das?

"Das ist wahrscheinlich eine Kopfgeschichte. Manche von uns fürchten, dass es wie letztes Jahr nach hinten losgeht. Einige Partien sind heuer trotz Führung wieder gekippt. Das müssen wir ändern."

Ein körperliches Defizit ist auszuschließen?

"Unsere Werte zeigen, dass wir auf einem richtig guten Weg sind. Wir haben auch keine englischen Runden, jeder ist topfit."

Könnte es an der Trainingssteuerung liegen?

"Jeder Trainer hat eine andere Philosophie. Wir haben in der Vorbereitung viel im Bereich Ausdauer trainiert, haben auch einen neuen Fitnesscoach. Man sieht, die Trainings sind intensiv und knackig. Aber es ist nicht so, dass wir schlapp oder kaputt ins Wochenende gehen. Im Gegenteil. Wir fühlen uns spritzig. An der Ausdauer scheitert es also nicht."

Gegen die so genannten "Kleinen" tut sich Rapid beinahe schon traditionell schwer. Warum ist das so?

"Seit ich bei den Profis bin, verfolgt mich das. Es ist einfach so, dass gegen Rapid jeder mit 110 Prozent spielt. Wir müssen gegen diese Gegner aber mit dem gleichen Engagement wie gegen Salzburg oder die Austria auftreten. Zumindest waren wir in dieser Saison gegen die Kleinen überlegen und haben uns gute Chancen herausgespielt."

Das letzte Heimspiel vor der Winterpause steigt am Samstag gegen Mattersburg. Schon wieder ein „Kleiner“ …

"Es wird sicher wieder eine Kampfpartie. Sie werden hinten drin stehen, lange Bälle spielen. Ideal wäre ein frühes 1:0, danach müssen wir offensiv weitermachen, damit wir nicht wieder unnötig aus einem Standard ein Tor kassieren. Die letzten beiden Partien müssen wir einfach gewinnen. Dann stehen wir ganz gut da, auch wenn der Rückstand schon groß ist."

Bei den Rote Karten ist Rapid Spitzenreiter – sieben Stück hat man in 18 Runden kassiert. Wurde das angesprochen?

"Selbstverständlich. Darf das nicht passieren. Wir haben so viele Rote wie alle anderen Teams zusammen. Das geht einfach nicht. Die Mannschaftskassa ist jedenfalls voll. Es tut weh, denn die Partie gegen Salzburg oder die gegen Mattersburg zu Saisonbeginn hätten wir ohne Ausschluss wahrscheinlich gewonnen. Das sind verlorene Punkte. Da muss jeder disziplinierter sein. Sicher, einige Entscheidungen waren umstritten, aber das ist im Fußball einfach so. Da müssen wir uns cleverer verhalten. Es ist unnötig."

Sie sind als Verteidiger nicht vorrangig für das Toreschießen zuständig. Aber warum treffen bei Rapid die Stürmer nicht?

"Am meisten wurmt es die Stürmer selbst. Die wollen es mit Biegen und Brechen erzwingen, das geht dann wahrscheinlich auch nicht. Ich hoffe, dass ihnen der Knopf aufgeht und sie dann alles treffen. Jetzt haben wir noch zwei Spiele, vielleicht klappt es jetzt. Ansonsten müssen sie in der Vorbereitung daran arbeiten."

Die Rapid-Saison 2017/18 in Bildern

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Willi am 07.12.2017 07:50 Report Diesen Beitrag melden

    Unfähig

    Die Rapidführung ist unfähig, warum sollen nicht auch die Stürmer unfähig sein ?

  • diddi am 07.12.2017 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Raus und aus

    Die Führung von Rapid inkl. Transferpolitik ist eine geschützte Werkstätte ! Pescheck, Krammer, Bickel und Trainer raus !

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  • AMA1980 am 07.12.2017 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kasperl Theater

    Siehe man den Trainer den Tormann Trainer sowie die Leistung einiger Spieler wie KVILITAIA in knapp 38 Spielen unfähig Tore zu machen oder den Torhüter Strebinger der denkt er ist der Messias unter den Torhütern ! Schaub und Schwab eigensinnige Spieler die keinen Ball abgeben können ! Spieler werden gekauft ohne Perspektive- Berisha aus der 2 Deutschen Liga der dort genau wie Kvilitaia ein CHANCEN TOT ist ! Mehr Ausländer im Kader und dabei kein Fähiger Spieler außer eine PERSON und die wurde demontiert von der Führung Steffen Hofmann Fußball Gott

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Die neusten Leser-Kommentare

  • AMA1980 am 07.12.2017 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kasperl Theater

    Siehe man den Trainer den Tormann Trainer sowie die Leistung einiger Spieler wie KVILITAIA in knapp 38 Spielen unfähig Tore zu machen oder den Torhüter Strebinger der denkt er ist der Messias unter den Torhütern ! Schaub und Schwab eigensinnige Spieler die keinen Ball abgeben können ! Spieler werden gekauft ohne Perspektive- Berisha aus der 2 Deutschen Liga der dort genau wie Kvilitaia ein CHANCEN TOT ist ! Mehr Ausländer im Kader und dabei kein Fähiger Spieler außer eine PERSON und die wurde demontiert von der Führung Steffen Hofmann Fußball Gott

    • SockenRambo am 07.12.2017 13:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @AMA1980

      Großteils gebe ich dir recht allerdings muss man dazu sagen dass Steffen Hofmann auch seine besten Tage gesehen hat und in seinem Alter absolut kein Spieler mehr ist auf den Mann hoffen braucht.. mehr als 55 Minuten 60 Minuten maximal hält er von der Fitness kein Spiel mehr durch..

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  • SockenRambo am 07.12.2017 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gschichtl...

    Herbstmeister na bravo zaubert Rapid wieder etwas aus dem Hut genauso wie die Geschichte vom Rekordmeister....

  • Willi am 07.12.2017 07:50 Report Diesen Beitrag melden

    Unfähig

    Die Rapidführung ist unfähig, warum sollen nicht auch die Stürmer unfähig sein ?

  • diddi am 07.12.2017 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Raus und aus

    Die Führung von Rapid inkl. Transferpolitik ist eine geschützte Werkstätte ! Pescheck, Krammer, Bickel und Trainer raus !

    • Peter am 08.12.2017 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @diddi

      Da gebe ich Dir vollkommen recht! Der Fisch fängt nämlich beim Kopf zu stinken an! Und ohne Führungswechsel, von Krammer, Bickel, Pes hek, etc. bis hin zu Djuricin bzw. zum gesamten Trainerstab gehört ausgetauscht! Sonst wird sich nie was ändern und wir werden ewig nicht mehr an glorreiche Zeiten wie zuletzt 1995/1996 herankommen!

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