Hass von Fans

02. September 2018 19:29; Akt: 02.09.2018 20:45 Print

Nach "Gogo raus"-Rufen verlegt Djuricin Interview

Rapid-Fans forderten nach dem 1:1 in Graz den Kopf von Rapid-Trainer Goran Djuricin wollte lieber drinnen interviewt werden.

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Wie tut sich Rapid in der Zwölferliga, welche Kicker sorgen für Furore, was treiben die Fans? "Heute" fasst die bisherige Saison in Bildern zusammen. Klicken Sie sich durch die Fotos! Neues Jahr, neues Glück? Rapid beendete das Vorjahr auf Rang drei, erreichte somit das erklärte Minimalziel. Allerdings stand danach ein Kaderumbruch ins Haus. Louis Schaub heuerte beim 1. FC Köln an. Joelinton kehrte nach Hoffenheim zurück, Mario Pavelic ging nach Rijeka. Beim Trainingsstart am 20. Juni konnten die Hütteldorfer aber auch schon zwei neue Namen präsentieren. Stürmer Andrija Pavlovic wurde von Kopenhagen losgeeist. Mit Manuel Martic kam zudem ein "Sechser" aus St. Pölten. In Oberösterreich schwitzten die Rapidler (im Bild Pavlovic) für die neue Saison. Auch Sportdirektor Fredy Bickel, der alle Hände voll zu tun hatte. Christoph Knasmüllner, der bei Barnsley nicht glücklich wurde, unterschrieb bei den Hütteldorfern. Der 26-Jährige soll als Regisseur eine zentrale Rolle einnehmen. Wenig später verließ Abwehrchef Lucas Galvao die Hütteldorfer. Der Brasilianer versucht sich in der zweiten deutschen Liga beim FC Ingolstadt. Mit der Ablöse (rund drei Millionen Euro) finanzierte Rapid gleich zwei Neue. Stürmer Deni Alar kam von Sturm Graz retour. Mateo Barac von Osijek wurde als Galvao-Nachfolger verpflichtet. Ein Testmatch gegen KS Samara gewannen die Hütteldorfer mit 1:0. Kelvin Arase erzielte das Goldtor. Gegen Slavia Prag setzte es jedoch eine 0:2-Pleite. Schlechte Nachrichten überbrachte Philipp Schobesberger. Der Flügelflitzer musste sich einer Hüft-Operation unterziehen. Eine lange Pause über mehrere Monate ist gewiss. Rapid reagierte auf den Ausfall und lieh den Rumänen Andrei Ivan vom russischen Klub Krasnodar aus. Dann der nächste Schock: Andrija Pavlovic (r.) zog sich in der Vorbereitung einen Muskelriss zu. Eine Operation blieb dem Kroaten erspart. Allerdings war auch ihm eine lange Zwangspause sicher. Dem nicht genug, suchte auch Giorgi Kvilitaia das Weite. Der verletzte Georgier entschied sich für einen Wechsel zu Gent. Zumindest finanziell für Rapid ein Gewinn. Am 14. Juli dann das erste Highlight. Rapid eröffnete mit einem Testkracher gegen den HSV die Heim-Saison. Das Spiel gegen den deutschen Absteiger ging knapp mit 1:2 verloren. Die nächste schlechte Nachricht ließ nicht lange auf sich warten. Christopher Dibon, der fast ein Jahr pausieren musste, erlitt einen Rückschlag und musste erneut kürzer treten. Das erste Pflichtspiel absolvierte Rapid mit Bravour. In der ersten Runde des ÖFB-Pokals feierten die Hütteldorfer gegen Kufstein einen klaren 5:0-Erfolg. Neuzugang Andrei Ivan bejubelt seinen Doppelpack mit einem Salto. Auch Deni Alar netzte zwei Mal. Es folgte die Präsentation des neuen Auswärts-Trikots. Unter anderem vor dem Lindwurm in Klagenfurt. Das Shirt ist in den Gründungsfarben Rot und Blau gehalten. Emotional wurde es am 22. Juli. Steffen Hofmann, der 540 Pflichtspiele für Rapid absolvierte, trat mit einem Abschiedsspiel endgültig ab. Hofmann und alte Weggefährten wie Jimmy Hoffer und Branko Boskovic besiegten eine B-Elf der aktuellen Mannschaft mit 4:2. Der "Fußballgott" erzielte für die Sieger alle vier Treffer. Rapid schlug noch einmal am Transfermarkt zu und holte den 20-jährigen Barcelona-Stürmer Jeremy Guillemenot. Das Talent aus der Schweiz war zuletzt an CE Sabadell (dritte spanische Liga) verliehen. Die Zwölferliga eröffnete Rapid mit einem glatten 3:0-Erfolg gegen die Admira. Den Schlusspunkt setzte Bolingoli. Es folgte daheim ein 1:1 gegen Altach. Coach Djuricin war nach der Partie sauer, dass wie im Vorjahr unnötig Punkte "verschenkt" werden. Es folgte die nächste Verletztenmeldung. Maxi Hofmann erlitt einen Muskelfaserriss in der rechten Wade - einige Wochen Zwangspause. Das Europacup-Comeback lief bei Slovan Bratislava nicht nach Wunsch. Nach einer 1:0-Führung hieß es am Ende 1:2, Deni Alar vergab einen Elfmeter in der Schlussphase. Nach dem mageren Europacup-Auftritt kam Rapid auch in der Liga nicht in Schwung. Gegen den WAC gab es nur ein 0:0, nur einen Torschuss von Veton Berisha bekamen die Fans zu sehen. Der Befreiungsschlag gegen Slovan Bratislava. Im Allianz Stadion gab es ein 4:0 und damit den Aufstieg ins Europa-League-Playoff. Man of the Match: Christoph Knasmüllner mit seinem Triplepack. Der nächste Rückschlag folgte in Pasching. Die Grün-Weißen steckten eine 1:2-Niederlage gegen den LASK ein und rutschten in der Tabelle sogar auf Rang 7 zurück. "Ich kann nicht immer einen Sieg fordern", verblüffte Coach Djuricin die Fans mit seiner Analyse. Im Europa-League-Playoff ein Erfolgserlebnis: Im Hinspiel gegen Steaua Bukarest gab es zu Hause ein 3:1. Dann in der Liga der nächste Sieg: 2:1 gegen Wacker Innsbruck. Im Rückspiel gegen Steaua Bukarest gab es auswärts ein 1:2. Trotzdem reichte es für den Einzug in die Europa-League-Gruppenphase. Im Bundesliga-Gastspiel bei Sturm reichte es nur zu einem 1:1. Generell blieben in der Liga die Ergebnisse aus. Im Derby setzte es eine 0:!-Pleite gegen die Austria - Rückfall auf Tabellenrang sieben. Doppelt bitter: Einige Fans hatten sich (mal wieder) nicht im Griff, stürmten nach dem Schlusspfiff auf den Rasen. Für Trainer Goran Djuricin wurde es langsam eng, auch wenn es von der Klubspitze Rückendeckung gab. Ex-Meistermacher Peter Pacult brachte sich via "Sky" als möglicher Nachfolger ins Spiel.

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Goran Djuricin gab nach dem 1:1 im Sonntags-Hit der Fußball-Bundesliga gegen Sturm Graz das TV-Interview für Sky in den Katakomben. Grund: Die Rapid-Fans forderten in der Kurve wieder lautstark den Kopf. "Gogo raus", hallte es aus dem Rapid-Sektor. Hunderte Rapid-Fans hatten sich neben dem Interview-Platz von Sky positioniert und brachten ihre Botschaft an. "Trotz Europa muss der Gogo weg."

Djuricin: "Ich habe andere Sorgen"

Djuricin verweigerte daraufhin das Interview am Spielfeldrand. Er wollte das Interview nicht in der Nähe der Fans führen. Aus Sicherheitsgründen sprach er in den Katakomben mit der Sky-Reporterin. Dort meinte er: "In Österreich gibt es eine Demokratie. Jeder kann sagen und denken, was er will."
Djuricin merkte an, er habe die "Gogo raus"-Rufe nicht gehört. "Ich habe andere Sorgen, ich muss mich um mein Team kümmern."

Die Lage bei Rapid bleibt brisant. Die Fans trauen Djuricin offenbar nicht zu, für den ersten Titel seit zehn Jahren zu sorgen. Daher beziehen sie Stellung gegen ihn. Ob Djuricin auch beim brisanten Derby gegen Austria am 16. September auf der Bank sitzen wird? "Ich gehe davon aus, dass ich nach der Länderspielpause wieder hier stehe", sagte er mit einem Lächeln.

Rapid-Kapitän Stefan Schwab meinte zur Causa: "Uns Spieler haben die Fans nach dem Spiel applaudiert. Das ist glaube ich ein Zeichen dafür, dass sie mit uns zufrieden sind." Für Trainer Djuricin brach er vor der Länderspiel-Pause eine Lanze: "Wir können mit dem Trainer gut zusammenarbeiten. Wir lassen uns in der Mannschaft dadurch nicht beeinflussen. Seitdem die 'Gogo raus'-Rufe starteten, geht der Trend nach oben."



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(Heute Sport)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Harry am 02.09.2018 19:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange noch

    Ich stand sehr hinter Gogo aber mittlerweile hab ich die Nase voll! Das ständige rotieren immer die selbe Taktik die sich nichts bringt. Ganz einfach System und Trainer gehören ausgewechselt.. so viele Stürmer aber spielen tuns immer mit einer Spitze... GOGO RAUS!

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  • rudi am 02.09.2018 19:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    rapid

    ich bin seit fast 70 rapid fan , diese irre gruppe ist kein fan

  • fußballadabei am 03.09.2018 01:51 Report Diesen Beitrag melden

    hate

    Im Gegensatz zur "heute"- Überschrift wird das kein denkender Mensch als "Hass" bezeichnen. Es fällt schwer, diese unzutreffende Bezeichnung zu kritisieren, ohne dem Genie, dass dieses Wort ins Spiel gebracht hat, ein paar seinen IQ charakterisierende Bemerkungen angedeihen zu lassen. Hier liegt kein Hass vor, sondern mehr oder weniger berechtigter Unmut.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Katze99 am 03.09.2018 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    Neue Fankultur - dringend!

    Diese Fans sind keine echten Fans. So etwas braucht kein Verein. Rapid sollte sich von diesen sogenannten Fanklubs distanzieren. Neue Fankultur muss endlich her.

  • fair am 03.09.2018 08:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vom kicken keine Ahnung!

    Es nützt ja nicht wenn nur der Trainer geht, mit den Trainern soll auch gleich der ahnungslose Bickel gehen. Dieses Management können sehr gut wirtschaften und ein tolles Stadion finanzieren aber vom kicken haben sie keine Ahnung.

  • fußballadabei am 03.09.2018 01:51 Report Diesen Beitrag melden

    hate

    Im Gegensatz zur "heute"- Überschrift wird das kein denkender Mensch als "Hass" bezeichnen. Es fällt schwer, diese unzutreffende Bezeichnung zu kritisieren, ohne dem Genie, dass dieses Wort ins Spiel gebracht hat, ein paar seinen IQ charakterisierende Bemerkungen angedeihen zu lassen. Hier liegt kein Hass vor, sondern mehr oder weniger berechtigter Unmut.

  • Dean am 02.09.2018 22:44 Report Diesen Beitrag melden

    Austria Fan

    Also von mir aus kann er bleiben....

  • Börny G. am 02.09.2018 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nop..

    "Gogo" ist ein spitzen Trainer..Keine Mannschaft hat einen besseren, schaut mal. Dauerndende Umstellung, neues Kader..Nichts wie es gewesen ist..usw.. Er kann nix dafür!