Nach EM-Pleite

29. Juni 2012 12:05; Akt: 30.06.2012 14:49 Print

Piefke randalierten mit Flaschen und Spaghetti

Nach dem 2:1-Sieg der Italiener gegen die Deutschen gingen in mehreren deutschen Städten frustrierte Fans auf Italiener los. Sie prügelten und warfen mit Flaschen und Spaghetti!

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gingen in mehreren deutschen Städten frustrierte Fans auf Italiener los. Sie prügelten und warfen mit Flaschen und Spaghetti. Die Bilanz: Dutzende Verletzte.

Randale nach dem EM-Aus von Deutschland. In Wuppertal etwa gab es Prügeleien – deutsche Fans riefen ausländerfeindliche Parolen, warfen Spaghetti auf die Italiener, berichtet das Nachrichtenportal "derwesten“. Die Polizei ging mit Pfefferspray gegen die Randalierer vor.

Bei den Schlägereien wurden Dutzende Menschen verletzt, darunter auch Polizisten. Hunderte frustrierte Fans wurden vorübergehend festgenommen. In mehreren deutschen Städten mussten Zonen zeitweise komplett gesperrt werden. Nur durch massive Polizeieinsätze seien größere Zusammenstöße zwischen  frustrierten Anhängern der deutschen Mannschaft und italienischen Fans verhindert worden. Die Azzuri-Fans mussten von der Polizei beschützt werden.

Pfefferspray gegen Italiener

In einem Fall warf ein Fan einen Böller in ein Public Viewing, wodurch eine Besucherin am Bein verletzt wurde. Eine Anhängerin der deutschen Mannschaft setzte zudem Pfefferspray gegen italienische Fans ein.

Italiener feierten bis in die Früh

In Italien hingegen herrschte nach dem 2:0 im ganzen Land Jubelstimmung: Die Straßen waren voll, mit Italien-Flaggen geschmückte Autos fuhren hupend durch die Städte, während die deutsche Kanzlerin Angela Merkel beim EU-Gipfel in Brüssel politisch mit Italiens Regierungschef Mario Monti rang. Im Vatikan bangte Georg Gänswein, päpstlicher Privatsekretär, mit der Löw-Truppe, während Benedikt XVI. neutral gemeint hatte, die bessere Mannschaft möge gewinnen.


Fiat-Arbeiter streikten während der Partie

Und manche streikten, während ihre Azzurri in Warschau um den Einzug ins EM-Finale kämpften: Italiens führender Autobauer Fiat beklagte, dass die Gewerkschaft eines Werkes einen vierstündigen Ausstand genau rund um dieses Match gelegt hatte, "da ihnen ein Fußballspiel zu sehen wichtiger war als íhre Arbeit".

Auch in Österreich feierten Tausende Italiener ausgelassen den Finaleinzug ihrer Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft. Viele Gastgärten waren schon am späten Nachmittag brechend voll, wie die Betreiber versicherten.


 

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