Vor Gastspiel bei der Admira

11. August 2017 18:19; Akt: 11.08.2017 18:20 Print

Rapid-Coach Djuricin: "Oft reichen zwei Tore nicht!"

Bei den Hütteldorfern ist man vor dem Spiel bei der Admira am Sonntag gewarnt. Der Trainer will Offensive sehen und bemängelt die Chancenauswertung.

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"Heute" begleitete Steffen Hofmann beim U-Bahn-Fahren. Der "Fußballgott" ist mit Jahreskarte ausgestattet, erspart sich das tägliche Zwicken. "Das macht es wesentlich einfacher." Hofmann fährt tatsächlich nahezu täglich mit den Öffis zum Rapid-Training. "Wenn ich danach die Kinder abholen muss, dann fahre ich mit dem Auto. Und wenn es im Sommer schön ist, fahre ich ab und zu mit der Vespa." Woher kommt die Liebe zu den Öffis? "Für mich ist es wirklich angenehmer mit der U-Bahn. Ich weiß, wann ich ankomme, muss mich nicht auf den Verkehr konzentrieren, es ist einfach gemütlich", erzählt Hofmann. Wird Hofmann oft kontrolliert? "Ja, phasenweise. Eine Zeit lang gar nicht und dann kommen wieder ein paar Tage, an denen ich gleich zwei Mal kontrolliert werde. Aber mir ist das egal, ich hab den Ausweis immer mit, wurde also noch nie beim Schwarzfahren erwischt." Die Fahrzeit nutzt der Rapid-Kapitän meist, um die Zeitung zu studieren oder am Handy Nachrichten zu lesen. Klar: Auch Selfie- und Autogramm-Wünsche stehen an der Tagesordnung. "Aber es ist alles im Rahmen", sagt Hofmann. "Es ist nicht so, dass es mir auf die Nerven geht. Ich bin ja sowieso da, also wieso sollte ich es nicht machen." Hofmann gesteht aber: "Ich schaue schon, wo ich einsteige. Wenn ich eine Schulklasse sehe, versuche ich - auch aus Platzgründen - wo anders zu sitzen." Zu kritischen Momenten mit rivalisierenden Fans kam es laut Hofmann noch nicht. "Es kommt natürlich schon vor, dass ich mal mit Austrianern in der U-Bahn fahre. Aber es war tatsächlich noch nie eine ungute Situation für mich dabei." Seit 15 Jahren kickt und wohnt Hofmann bereits in Wien. Sein schönster U-Bahn-Moment? "Ich habe mal verbotenerweise vorne mitfahren dürfen, das war mein absolutes Highlight. Der Fahrer war anscheinend großer Rapid-Fan." Dass ein Spitzen-Kicker mit der Bahn zum Training fährt, wäre in München undenkbar. "Das ist aber auch das Angenehme an Wien", sagt Hofmann "Hier hat man noch seine Ruhe als Fußballer." Übrigens: Dass Passagiere für den "Fußballgott" ihren Sitzplatz opfern, kommt eher nicht vor. "Nur wenn ich verletzt war und mit Krücken unterwegs war, dann schon. Aber sonst zum Glück nicht. So alt bin ich ja doch noch nicht." Gibt es einen Lieblings-Sitzplatz am Weg zur Arbeit? "Nein. In der U3 stehe ich meistens, weil ich nur zwei Stationen fahre. In der U2 suche ich mir dann schon einen Platz, da dauert die Fahrt länger. Aber wo ich sitze, ist mir egal." Während der Fahrt blätterte Hofmann Fotos durch, die ihn bei verschiedenen Karriere-Stationen zeigen. Die Kommentare dazu finden Sie im Video --> http://www.heute.at/videotv/?vid=4001420&cid=17 Endstation Stadion! "Leider hat die U2 die falsche Farbe", scherzt Hofmann zum Interview-Abschluss.

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Auf Rapid Wien wartet am Sonntag (ab 16:30 Uhr im Live-Ticker) das Bundesliga-Auswärtsspiel gegen die Admira. Die Grün-Weißen sind noch ungeschlagen, haben aber nach dem 2:2 im Derby Wiedergutmachung ganz oben auf dem Zettel.

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"Im Vergleich zum Heimspiel gegen Mattersburg und im Derby müssen wir einfach vor dem Tor viel effizienter sein. Spielerisch sind wir auf einem guten Weg und lassen den Ball gut laufen. Gelingt es uns, jetzt auch die diversen Möglichkeiten zu verwerten, mache ich mir keine Sorgen", weiß auch Trainer Goran Djuricin, dass seiner Mannschaft noch der Killer-Instinkt fehlt.

Djuricin: "Oft reichen zwei Tore nicht!"

Der grün-weiße Coach will mehr Treffer sehen: "Man hat gesehen, dass zwei Tore oft nicht reichen - nicht nur bei uns. Auch international geraten Topmannschaften noch einmal ins Schwimmen, wenn sie nach einer 2:0-Führung noch den Anschlusstreffer bekommen. Dann wird es für jede Mannschaft schwierig."

Vor dem Gegner aus der Südstadt ist man jedenfalls nicht erst seit der 2:3-Niederlage aus der letzten Saison gewarnt: "Die Admira zählte zurecht zu den besten Frühjahrsmannschaften, die einige technisch hervorragende Spieler in den Reihen hat. Für uns bedeutet das, aggressiv aufzutreten, die Zweikämpfe anzunehmen und den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen.

(pip)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas am 11.08.2017 19:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ausrede

    Nur Ausreden über Ausreden........ Es reicht auch ein Tor aber wenn man zu dumm ist um es zuhalten dann tuts mir leid lieber Trainer.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas am 11.08.2017 19:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ausrede

    Nur Ausreden über Ausreden........ Es reicht auch ein Tor aber wenn man zu dumm ist um es zuhalten dann tuts mir leid lieber Trainer.

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