Liga griff durch

12. Februar 2018 21:47; Akt: 12.02.2018 21:47 Print

Block West gesperrt! Rapid reagiert auf Rekordstrafe

Block West gesperrt, dazu eine Strafe von 100.000 Euro! Die Liga greift nach dem Skandal-Derby hart gegen Rapid Wien durch. Jetzt bezieht der Klub Stellung.

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Der Stafsensat der Bundesliga hat hart durchgegriffen und Rapid Wien nach dem Derby-Eklat die bisher höchste Strafe in der Geschichte der heimischen Liga aufgebrummt. Die Hütteldorfer fassten am Montag eine Geldstrafe in der Höhe von 100.000 Euro und eine Blocksperre für zumindest ein Meisterschaftsspiel aus. "Aufgrund der Schwere der Vergehen und der gehäuften Anzahl an Vorfällen in den vergangenen Jahren galt es, ein deutliches Zeichen zu setzen", hieß es in der Urteilsbegründung.

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Welche Strafe ist nach dem Derby-Eklat der Rapid-Fans angemessen?
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Kurzer Rückblick: Grün-weiße Fans hatten im Derby am 4. Februar Gegenstände - darunter Feuerzeuge und Jägermeister-Flaschen - auf das Feld geworfen. Bereits in der fünften Minute wurde Austria-Kapitän Raphael Holzhauser dabei am Schlüsselbein getroffen und erlitt eine blutende Wunde.
Das Spiel wurde drei Mal unterbrochen, stand kurz vor dem Abbruch und endete 1:1.

Von Härte des Urteils überrascht

Jetzt reagiert Rapid Wien auf die Rekordstrafe ausgesprochen durch den Strafsenat der Liga. Die grün-weiße Klubführung war sich im Klaren, dass es Konsequenzen geben würde, von der Härte des Urteils scheint man jedoch überrascht. Der Verein erklärt in einer offiziellen Aussendung:
"Das Aussprechen einer Strafe war nach den Vorfällen zu erwarten und müssen wir vorerst zur Kenntnis nehmen. Auch im Hinblick auf die angekündigten Regressforderungen gegenüber jenen derzeit 13 Personen, die nach dem Spiel zweifelsfrei identifiziert wurden, ist es hilfreich, die sogenannte 'Langform' der ausführlich begründeten schriftlichen Entscheidung zu kennen."

Zwei Wochen Zeit für Protest von Rapid

Das Urteil wird Rapid in den nächsten Tagen zugestellt, danach haben die Hütteldorfer zwei Wochen Zeit, Protest einzulegen. Somit ist das nächste Heimspiel am Samstag gegen Puntigamer Sturm Graz von der Strafe definitiv noch nicht betroffen. Danach warten auf die Wiener mit dem Spiel gegen den LASK (24. Februar) und dem ÖFB-Cup-Viertelfinale gegen Ried (28. Februar) zwei weitere Begegnungen vor eigenem Publikum.

Ein Protest von Rapid ist wahrscheinlich, das teilte die Klubführung bereits mit. "Ob nach dem Erhalt der schriftlichen Entscheidung ein Rechtsmittel, sprich Protest, eingebracht wird, wird von Seiten der Verantwortlichen des SK Rapid in weiterer Folge klubintern besprochen und entschieden, ist aber aufgrund der Höhe der finanziellen Auswirkungen mehr als wahrscheinlich."

Das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen.

(Heute Sport)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reinhold am 12.02.2018 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Fairness

    Ich finde, dass es endlich an der Zeit wäre, das Rapid sich bei Herrn Holzhauser für die falschen Behauptungen - insbesondere, dass er provoziert hätte - entschuldigen sollte. Er hat sich fair verhalten und weitergespielt, was der Austria 2 Punkte gekostet hat (auch auf Grund der 2 Personen, die einen Austria Angriff unterbunden haben). Leider gibt es für Fairness keinen Dank, in diesem Fall sogar Hohn. Mit dem Urteil kann Rapid zufrieden sein, es hätte schlimmer kommen können.

  • Herbert am 12.02.2018 22:42 Report Diesen Beitrag melden

    Überraschung?

    Es wundert mich sehr, dass Rapid von der Härte des Urteiles überrascht ist. Es hätte durchaus schlimmer kommen können. Ich finde es richtig, dass man von den Randalierern Regress fordert, könnte mir aber vorstellen, das diese speziellen "Fans" gar kein Geld haben bzw. über kein pfändbares Einkommen verfügen. Dann bleibt als Strafe für dies nur das Stadionverbot.

  • VORMALS Peter am 12.02.2018 22:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DIE DAFÜR VERANTWORTLICHEN SOLLEN BEZAHLEN!

    Die Höhe der Strafe ist zwar schon sehr heavy, aber auch irgendwie verständlich! Nur müßen die, die Strafe aus ihrer eigenen, privaten Tasche bezahlen die für diese Fans verantwortlich sind und es eigentlich denen ihr Job ist solche Aktionen zu unterbinden bzw. zu verhindern damit so etwas nicht passiert! Angefangen vom Präsidenten Krammer bis hinunter zum zuständigen Ordner! Und die Strafe nicht aus der Vereinskasse bezahlt wird!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Traue mich Wetten am 13.02.2018 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Dabei bleibts ja leider nicht

    Ein Protest von Rapid ist wahrscheinlich, das teilte die Klubführung bereits mit. Wie ich schon in einem anderen Beitrag geschrieben habe nehme ich an dass die Geldstrafe reduziert wird und die Blocksperre natürlich erst gegen den unattraktivsten Gegner in Kraft tritt.

  • Alex am 13.02.2018 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Sperre

    Find nicht, dass das ein harte Strafe ist. Rapid gehört mal für ein Jahr gesperrt.

  • Richard Lego Österreicher am 13.02.2018 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Und wieder

    meinen ein paar Nerverl die Welt verbessern zu müssen...arme Kasperln seids...

  • Meister Propper am 13.02.2018 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    FussballChaot

    Warum wundern die sich noch? Ich mein das geht doch schon seit Jahren so mit den Problem "Fans" bei Rapid. Nur weil die Stimmung toll ist und sie die meisten Fans Inst Stadion bringen, heißt das nicht das man einen Freibrief der BuLi erhält. Gutes Urteil. Bin gespannt wies weiter gehen wird

  • Como am 13.02.2018 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Vorschlag

    Die Bestrafung ist völlig zu Recht. Bei den nächsten Vorfällen, sollte es sie geben (ist sogar wahrscheinlich), müsste Rapid für ein Jahr aus dem Bewerb ausgeschlossen werden. Grund: die Führung ist nicht in der Lage das Problem zu lösen, bzw. nicht gewillt zu lösen.

    • Mario am 13.02.2018 12:47 Report Diesen Beitrag melden

      Frage

      Frage: Wie kann sich ein Verein gegen Feuerzeugwerfer schützen?

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