Erste Europacup-Bewährungsprobe für Rapid! In der dritten Europa-League-Qualirunde geht es für die Hütteldorfer gegen Slovan Bratislava um den Einzug in das Play-off. Auf die Fans wartet eine kleine Änderung. Das Hinspiel steigt wie geplant am Donnerstag um 21.05 Uhr (live ORFeins) bei den Slowaken. Für das Rückspiel wurde die Anstoßzeit allerdings geändert.
Das Spiel steigt nun früher als ursprünglich geplant. Bereits um 20.30 Uhr soll der Ball in Hütteldorf rollen, wie die Grün-Weißen auf Facebook bekanntgeben.
Das Duell ist nicht ohne Brisanz. Beim Hinspiel sind die Ordnungskräfte auf Krawalle eingestellt. Hintergrund: Teile der Slovan-Fans gelten als gewaltbereit und rechtsradikal. Der ebenso rechte Austria-Fanklub "Unsterblich" ist mit ihnen verbandelt. Damit es zu keinen Problemen kommt, wurde eine Reihe von Vorkehrungen getroffen:
– Hunderte Rapid-Fans werden per Bus-Konvoi direkt in den Auswärtsblock des Pasiecky-Stadions gebracht. Tickets für den neutralen Sektor dürfen nicht gekauft werden.
– Ab der slowakischen Grenze eskortiert die Polizei die grün-weißen Schlachtenbummler. Immer mit dabei: szenekundige Beamte.
– Auch die Mannschaft (die jedoch nicht im Fokus der Slovan-Hooligans steht) wird rund um die Uhr bewacht, das Hotel ist geschützt.
Von privaten Fan-Reisen per Zug, Schiff oder Auto raten die slowakischen Behörden ab. Ebenso von grün-weißen Ansammlungen im Stadtzentrum von Bratislava.
Mit den Slovan-Fans machte Rapid bereits 2007 schlechte Erfahrungen. Damals trafen die Klubs im UI-Cup aufeinander. Sowohl im Hanappi- Stadion in Hutteldorf, als auch auswärts kam es zu schweren Ausschreitungen. Ähnliches erlebte 2010 der VfB Stuttgart in der Europa-League-Quali. (heute.at)