Dortmund-Coach

08. Februar 2018 16:30; Akt: 08.02.2018 16:30 Print

So cool reagiert Stöger auf die scharfe Kritik aus Köln

Toni Schumacher, der Präsident des 1. FC Köln, hat zuletzt offen gegen seinen Ex-Coach Peter Stöger gestänkert. Jetzt antwortet der Wiener auf seine eigene Art.

Bildstrecke im Grossformat »
Der Aufstieg von Peter Stöger: Vom Bundesliga-Kicker bis zum Coach von Borussia Dortmund. Peter Stöger startete seine Fußballer-Karriere beim Favoritner AC. Über Worwärts Steyr kam der Wiener 1987 zur Vienna. Hier zog er unter Coach Ernst Dokupil gemeinsam mit Rapid-Leihgabe Andreas Herzog die Fäden im Mittelfeld. Und empfahl sich für höhere Aufgaben. 1988 startet Peter Stöger so richtig durch. Der damals 22-Jährige wird als Nachfolger von Spielmacher Herbert Prohaska zur Wiener Austria geholt. Mit den Veilchen wird der Mittelfeldspieler drei Mal Meister. Nach einem Gastspiel in Tirol wechselt Stöger 1995 zum Austria-Erzrivalen Rapid Wien. Mit den Hütteldorfern wird er Meister und erreicht das Finale des Europacups der Cupsieger. Stöger debütierte 1988 im österreichischen Nationalteam und bestritt 65 Spiele für den ÖFB. Dabei erzielte er 15 Tore. Höhepunkt der Team-Karriere war die WM 1998. Stöger kam in zwei Spielen zum Einsatz. Über den LASK kam Stöger 1998 zur Austria zurück. Bei den Favoritnern konnte er nicht an alte Erfolge anschließen. 2004 hängte Peter Stöger die Fußballschuhe nach einem Engagement beim Zweitliga-Klub SC Untersiebenbrunn an den Nagel. 2005 folgte die Rückkehr zu "seiner" Austria. Stöger begann als Manager des Amateurteams, übernahm dann mit Frenkie Schinkels als Trainer-Duo die Veilchen. Ende 2005 zog er sich zurück, leitete die Geschicke der Wiener als Sportdirektor. 2006 durfte Stöger erstmals als Sportdirektor jubeln. Gemeinsam mit Schinkels führte er die Austria zum Titel. 2007 startete Stöger so richtig als Trainer durch. Als Coach und Sportdirektor in Personalunion führte er die Vienna in die zweithöchste Spielklasse. Von der Vienna ging es für eine Saison zum Grazer AK. Der Vertrag wurde schließlich einvernehmlich aufgelöst, als Stöger ein Bundesliga-Angebot bekam. 2011 folgte das erste Bundesliga-Engagement beim SC Wiener Neustadt. Stöger hielt mit den Niederösterreichern die Klasse und empfahl sich so für höhere Aufgaben. Und die folgte im Sommer 2012! Peter Stöger kehrte zur Wiener Austria zurück. Eine Zusammenarbeit, die von Erfolg gekrönt war. Dabei war der Wunschkandidat von Austria-Sportdirektor Thomas Parits Franco Foda gewesen. Kurios war das erste Treffen. Stöger kam in die Austria-Geschäftsstelle, um einen Spielertransfer zu verhandeln. Da sprach ihn Parits an. Besonders pikant: Stöger feierte die Titel-Party ausgerechnet in Salzburg. Neben ihm lehnte der Meisterteller auf der Trainerbank. Die "Bullen" hatten eine Provokation gewittert. Stöger führte die Austria zum Meistertitel mit dem Punkterekord von 82 Zählern. Bis heute ungebrochen. Mit dem Meistertitel im Gepäck folgte der Karrieresprung nach Deutschland. Peter Stöger übernahm im Sommer 2013 den 1. FC Köln. Stöger und Freundin Ulrike Kriegler wurden zum Society-Traumpaar im Kölner Fußball. Der Erfolgslauf von Peter Stöger setzte sich mit dem 1. FC Köln fort. Gleich in der ersten Saison (2014) führte er den "Effzeh" als Zweitliga-Meister in die Bundesliga zurück. Zu Köln gehört einfach der Karneval! So auch für Peter Stöger, der sich auch in die Rosenmontags-Umzüge mischte. Hier als Muskelmann verkleidet. Im Herbst 2017 führte Stöger die Kölner erstmals seit 25 Jahren wieder in den Europacup. In der Gruppenphase der Europa League kam es zum Duell mit Arsenal London und dem Trainer-Urgestein Arsene Wenger. Das Heimspiel in Köln konnte der "Effzeh" sogar mit 1:0 für sich entscheiden. Am 2. Dezember 2017 endete die Ära von Peter Stöger in Köln. Unmittelbar nach dem 2:2-Remis auf Schalke wurde er entlassen. Noch im Stadion verabschiedete er sich von den mitgereisten Kölner Fans. Stöger holte in 14 Spielen nur drei Unentschieden. Sein Vertrag wäre noch bis 2020 gelaufen. Gerade einmal eine Woche später folgte der Paukenschlag! Peter Stöger wurde nach der Entlassung von Peter Bosz als neuer Dortmund-Trainer vorgestellt. Gegen Mainz gab es gleich einen Einstand nach Maß! Bei Stögers Premiere gewann der BVB mit 2:0.

Zum Thema
Fehler gesehen?

"Vielleicht hatte Stöger auch Dortmund schon länger im Kopf und wollte deshalb vor dem Schalke-Spiel Klarheit." Mit dieser Aussage in der "SportBild" sorgte Köln-Präsident Toni Schumacher für mächtig Aufsehen. Er wirft seinem Ex-Trainer Peter Stöger, der jetzt Borussia Dortmund coacht, damit vor, ein doppeltes Spiel mit dem "Effzeh" getrieben zu haben.

Umfrage
Kann Peter Stöger Borussia Dortmund?
70 %
21 %
9 %
Insgesamt 2170 Teilnehmer

Die "Bild"-Zeitung konfrontierte Stöger jetzt mit diesem schwerwiegenden Vorwurf. "Ich werde kein schlechtes Wort über den 1. FC Köln sagen", lässt sich der Wiener aber nicht aus der Ruhe bringen. "Ich hatte dort eine tolle Zeit und Nachtreten ist noch nie mein Ding gewesen."

Stöger über Reus: "Er entscheidet selbst, wann er wieder spielt"

Stöger konzentriert sich jetzt voll und ganz auf seine Aufgabe bei den Dortmundern, bei denen Starkicker Marco Reus kurz vor seinem Comeback steht. "Ich habe bei Marco ein gutes Gefühl. Es kann sein, dass er gegen den HSV zumindest wieder zum Kader gehören wird", erzählt der 51-Jährige. "Er entscheidet selbst, wann er wieder spielen wird."

(red.)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chris3C3 am 08.02.2018 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Charakterlos

    Da sieht man den Charakter der Kölner Geschäftsführer. Als alles gut lief war er DER Held, als es nicht ging wurde er Entlassen. Nach treten statt Dankbar zu sein was er in den Jahren erreichte ist das letzte. Zum Glück wissen die Fans was Sie an Ihm hatten. Alles Gute weiterhin Herr Stöger

  • Rebell am 08.02.2018 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    Dankbarkeit

    Echt unfair von Köln.. Peter hat aus der Nudeltruppe einen Bundesligaverein gemacht und sie seit zweieinhalb Jahrzehnten wieder in die Europa League geführt Köln sollte ein wenig Dankbarkeit zeigen

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Chris3C3 am 08.02.2018 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Charakterlos

    Da sieht man den Charakter der Kölner Geschäftsführer. Als alles gut lief war er DER Held, als es nicht ging wurde er Entlassen. Nach treten statt Dankbar zu sein was er in den Jahren erreichte ist das letzte. Zum Glück wissen die Fans was Sie an Ihm hatten. Alles Gute weiterhin Herr Stöger

  • Rebell am 08.02.2018 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    Dankbarkeit

    Echt unfair von Köln.. Peter hat aus der Nudeltruppe einen Bundesligaverein gemacht und sie seit zweieinhalb Jahrzehnten wieder in die Europa League geführt Köln sollte ein wenig Dankbarkeit zeigen

    • Daniel 70 am 09.02.2018 01:06 Report Diesen Beitrag melden

      Hr

      ,und Tabellenletzter!!Ich als geborener Dortmunder finde er passt nicht zu uns!!!!Hoffentlich nur Übergangslösung...

    einklappen einklappen