"Außergewöhnlich gut"

12. Februar 2018 07:32; Akt: 12.02.2018 09:20 Print

Stöger erhält Riesen-Lob von Dortmund-Boss

Peter Stöger trainiert Dortmund bis Sommer vorerst quasi auf Probe. Jetzt stellt ihm sein Boss Hans-Joachim Watzke einen längeren Verbleib in Aussicht.

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Der Aufstieg von Peter Stöger: Vom Bundesliga-Kicker bis zum Coach von Borussia Dortmund. Peter Stöger startete seine Fußballer-Karriere beim Favoritner AC. Über Worwärts Steyr kam der Wiener 1987 zur Vienna. Hier zog er unter Coach Ernst Dokupil gemeinsam mit Rapid-Leihgabe Andreas Herzog die Fäden im Mittelfeld. Und empfahl sich für höhere Aufgaben. 1988 startet Peter Stöger so richtig durch. Der damals 22-Jährige wird als Nachfolger von Spielmacher Herbert Prohaska zur Wiener Austria geholt. Mit den Veilchen wird der Mittelfeldspieler drei Mal Meister. Nach einem Gastspiel in Tirol wechselt Stöger 1995 zum Austria-Erzrivalen Rapid Wien. Mit den Hütteldorfern wird er Meister und erreicht das Finale des Europacups der Cupsieger. Stöger debütierte 1988 im österreichischen Nationalteam und bestritt 65 Spiele für den ÖFB. Dabei erzielte er 15 Tore. Höhepunkt der Team-Karriere war die WM 1998. Stöger kam in zwei Spielen zum Einsatz. Über den LASK kam Stöger 1998 zur Austria zurück. Bei den Favoritnern konnte er nicht an alte Erfolge anschließen. 2004 hängte Peter Stöger die Fußballschuhe nach einem Engagement beim Zweitliga-Klub SC Untersiebenbrunn an den Nagel. 2005 folgte die Rückkehr zu "seiner" Austria. Stöger begann als Manager des Amateurteams, übernahm dann mit Frenkie Schinkels als Trainer-Duo die Veilchen. Ende 2005 zog er sich zurück, leitete die Geschicke der Wiener als Sportdirektor. 2006 durfte Stöger erstmals als Sportdirektor jubeln. Gemeinsam mit Schinkels führte er die Austria zum Titel. 2007 startete Stöger so richtig als Trainer durch. Als Coach und Sportdirektor in Personalunion führte er die Vienna in die zweithöchste Spielklasse. Von der Vienna ging es für eine Saison zum Grazer AK. Der Vertrag wurde schließlich einvernehmlich aufgelöst, als Stöger ein Bundesliga-Angebot bekam. 2011 folgte das erste Bundesliga-Engagement beim SC Wiener Neustadt. Stöger hielt mit den Niederösterreichern die Klasse und empfahl sich so für höhere Aufgaben. Und die folgte im Sommer 2012! Peter Stöger kehrte zur Wiener Austria zurück. Eine Zusammenarbeit, die von Erfolg gekrönt war. Dabei war der Wunschkandidat von Austria-Sportdirektor Thomas Parits Franco Foda gewesen. Kurios war das erste Treffen. Stöger kam in die Austria-Geschäftsstelle, um einen Spielertransfer zu verhandeln. Da sprach ihn Parits an. Besonders pikant: Stöger feierte die Titel-Party ausgerechnet in Salzburg. Neben ihm lehnte der Meisterteller auf der Trainerbank. Die "Bullen" hatten eine Provokation gewittert. Stöger führte die Austria zum Meistertitel mit dem Punkterekord von 82 Zählern. Bis heute ungebrochen. Mit dem Meistertitel im Gepäck folgte der Karrieresprung nach Deutschland. Peter Stöger übernahm im Sommer 2013 den 1. FC Köln. Stöger und Freundin Ulrike Kriegler wurden zum Society-Traumpaar im Kölner Fußball. Der Erfolgslauf von Peter Stöger setzte sich mit dem 1. FC Köln fort. Gleich in der ersten Saison (2014) führte er den "Effzeh" als Zweitliga-Meister in die Bundesliga zurück. Zu Köln gehört einfach der Karneval! So auch für Peter Stöger, der sich auch in die Rosenmontags-Umzüge mischte. Hier als Muskelmann verkleidet. Im Herbst 2017 führte Stöger die Kölner erstmals seit 25 Jahren wieder in den Europacup. In der Gruppenphase der Europa League kam es zum Duell mit Arsenal London und dem Trainer-Urgestein Arsene Wenger. Das Heimspiel in Köln konnte der "Effzeh" sogar mit 1:0 für sich entscheiden. Am 2. Dezember 2017 endete die Ära von Peter Stöger in Köln. Unmittelbar nach dem 2:2-Remis auf Schalke wurde er entlassen. Noch im Stadion verabschiedete er sich von den mitgereisten Kölner Fans. Stöger holte in 14 Spielen nur drei Unentschieden. Sein Vertrag wäre noch bis 2020 gelaufen. Gerade einmal eine Woche später folgte der Paukenschlag! Peter Stöger wurde nach der Entlassung von Peter Bosz als neuer Dortmund-Trainer vorgestellt. Gegen Mainz gab es gleich einen Einstand nach Maß! Bei Stögers Premiere gewann der BVB mit 2:0.

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Peter Stöger und Borussia Dortmund – das scheint einfach zu passen! Obwohl das ganz große Spektakel auf dem Rasen bis jetzt noch ausbleibt, hat sich der Wiener im Ruhrpott bereits einen sehr guten Namen gemacht.

„Er ist sehr authentisch und passt gut ins Ruhrgebiet“, erklärt Borussen-Boss Hans-Joachim Watzke im deutschen TV und stellt seinem Trainer erstmals konkret einen Verbleib über den Sommer hinaus in Aussicht. „Er hat in der Bundesliga noch kein Spiel verloren. Wenn wir weiterhin keines verlieren, wären wir schön blöd, wenn wir das nicht weitermachen würden", scherzt Watzke, ehe er wieder ernst wird. "Wir sind zufrieden, weil er ein außergewöhnlich guter Trainer ist.“

Enorm wichtig ist in Dortmund die Bindung des Trainers zu den Fans. Auch hier stellt Watzke Stöger ein sehr gutes Zeugnis aus. „Ich glaube auch, dass die Fans Peter Stöger jetzt schon ins Herz geschlossen haben, weil er eine unaufgeregte Art hat“, erzählt der Dortmunder Geschäftsführer.

Klingt ganz so, als ob sich Stöger auf einen längeren Verbleib in Dortmund einstellen kann...

(red.)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fred von Jupiter am 12.02.2018 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Daumen drücken

    Ich würde es ihm gönnen. Seine Erfolge geben ihm recht.

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  • Yildi am 12.02.2018 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Siöger symphatisant

    der stöger ist wie geschaffen für den bvb aber der zorc hat den nagelsmann oder n. kovac als ersatz sommer schon im Fokus

Die neusten Leser-Kommentare

  • Yildi am 12.02.2018 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Siöger symphatisant

    der stöger ist wie geschaffen für den bvb aber der zorc hat den nagelsmann oder n. kovac als ersatz sommer schon im Fokus

  • Fred von Jupiter am 12.02.2018 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Daumen drücken

    Ich würde es ihm gönnen. Seine Erfolge geben ihm recht.

    • GüGe am 12.02.2018 11:12 Report Diesen Beitrag melden

      Da ist Wunschdenken dabei

      kicker hat gefragt: Stöger bei BVB ja/nein. Fast 54% nein. Die erwarten sich einen Namen, leider.

    • Marcel am 12.02.2018 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @GüGe

      Stöger soll ein Trainer sein?

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