FIFA-Weltauswahl

11. September 2018 07:03; Akt: 11.09.2018 07:16 Print

Vor Spiel in Bosnien: Alaba ist kein Top-Kicker mehr

Schlechte Nachrichten für David Alaba! Vor Österreichs Nations-League-Auftakt gelingt ihm erstmals seit 2013 nicht mehr der Sprung in einen elitären Kreis.

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. Die Wurzeln: Alaba wurde am 24. Juni 1992 in Wien geboren. Seine Mutter Gina kommt von den Philippinen, sein Vater George stammt aus Nigeria. Die Fußball-Anfänge: David Alaba begann seine fußballerische Karriere im 22. Wiener Gemeindebezirk. Sein Vater brachte ihn im Alter von neun Jahren zum SV Aspern. Doch bereits nach einem Jahr verließ David die Donaustädter wieder. Alaba als Austrianer: Nach nur einem Jahr in Aspern kam der zehnjärige David bei der Wiener Austria unter. Im Dress der Veilchen kam er jedoch nur zu fünf Einsätzen bei den Amateuren. Alaba, das Schnäpchen: Nach sechs Jahren im Austria-Nachwuchs verließ Alaba mit 16 Jahren die Wiener Austria. Der teuerste Linksverteidiger der Welt (Marktwert 40 Millionen) kostete damals bloß 150.000 Euro. Linksverteidiger dank van Gaal: Im Verein als Linksverteidiger, im Nationalteam im zentralen Mittelfeld. Die Diskussion um die Position Alabas geht auf Louis van Gaal zurück. Der Niederländer war ein großer Förderer Alabas und lernte ihm zum Abwehrspieler um. Nationalteam ohne Profispiel: Welch großes Talent Alaba war, zeigte sich bei seinem Debüt für die österreichische Nationalmannschaft am 14. Oktober 2009 in Paris. Der erst 17-Jährige wurde für zehn Minuten eingewechselt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Alaba noch kein einziges Profispiel absolviert. Alaba, der Hoffenheimer: David Alaba und Bayern München. Das gehört zusammen. Doch Alaba spielte auch für Hoffenheim. Nach einer Verletzung wurde Alaba im Frühjahr 2011 an den Liga-Rivalen verliehen. Dort wurde er sofort zum Stammspieler und erzielte sein erstes Bundesliga-Tor. Alaba und das "Finale dahoma": Die Niederlage im Champions-League-Finale 2012 im eigenen Stadion sah Alaba nur von der Tribüne. Im Halbfinal-Rückspiel verursachte er in der fünften Minute einen Handelfmeter und war im Endspiel gesperrt. "Alaba ist unser Gott": Mit Pep Guardiola fand Alaba 2013 einen neuen Förderer. Der Spanier entdeckte die Vielseitigkeit des Österreichers und setzte ihn als Linksverteidiger, im zentralen Mittelfeld und in der Innenverteidigung ein. Peps Adelung für Alaba: "Er ist unser Gott". Alaba und "Bro" Ribery: In Ribery hat Alaba einen Schmähbruder gefunden. Zahlreiche Social-Media-Videos sind Zeugnisse ihrer Streiche an Teamkollegen. Wenn die beiden nicht auf dem Rasen stehen, trifft man sie oft im Doppelpack an. Alaba, der Gunner: David machte nie einen Hehl daraus, dass er als Kind nicht die Bayern, sondern einen anderen Klub supportete. Der FC Arsenal hat es ihm angetan. Dieser Fakt sorgte schon für das eine oder andere Transfer-Gerücht. Der gläubige Alaba: "Meine Kraft liegt in Jesus." Dieser Spruch war schon öfter auf Shirts von David Alaba zu lesen. Der ÖFB-Star ist gläubig und trägt seinen Glauben auch nach außen. David Alabas zweiter Vorname könnte Erfolg sein, wenn er nicht schon Olatukunbo wäre. Mit seinen nun 25 Jahren ist Alaba: Sechs Mal deutscher Meister (2010, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017): Wer bei den Bayern spielt, hats gut. Als Stammspieler des Rekordmeisters durfte er schon sechs Mal die Meisterschale in die Höhe stemmen. Vier Mal DFB-Pokalsieger (2010, 2013, 2014, 2016): Dazu kommen vier Siege im DFB-Pokal. Alaba ist auch in Endspielen top. Champions Leauge Sieger 2013: Das durfte er auch in der Königsklasse unter Beweis stellen. Nach der Final-Niederlage 2012 ohne Alaba, siegten die Bayern 2013. Der Österreicher ist Champions-League-Sieger! Gewinner der Klub-WM 2013: Garniert wird die Titel-Sammlung durch einen Titel der FIFA-Klub-WM. Der Bewerb zählt nicht zu den prestigeträchtigsten, im Lebenslauf macht sich der Sieg trotzdem gut. Die Musik: David Alaba gilt als extrem musikalisch. Das wurde ihm wohl von seinem Vater in die Wiege gelegt. George Alaba ist DJ und war Ende der 1990er Jahre Teil der Pop-Formation Two In One. Seine jüngere Schwester Rose war Teil der Girlgroup BFF und ist nun solo als Sängerin unterwegs. Die Werbefigur: Ob Coco Cola, Kika oder Bank Austria. An David Alaba kommt man in Österreich nicht vorbei. Alaba zählt zu den beliebtesten heimischen Testimonials und ist Dauergast in TV-Werbungen. Die Streitpunkte: Nach den jüngsten Streits um seine Position im Nationalteam (Mittelfeld-Zentrum statt Linksverteidigung) wächst allerdings auch die Zahl seiner Kritiker. Trotz seiner Jugend steckt Alaba das gut weg. Der Wiener: David hat seine Wurzeln nicht vergessen. Regelmäßig kommt er auf Heimatbesuch nach Wien. Im Sommer ist es nicht ungewöhlich, ihn beim Abkühlen an der Alten Donau anzutreffen. Der Kitzbühel-Fan: David ist ein Freund des Sportes, dabei beschränkt er sich nicht nur auf den Fußball. Schon mehrmals war er zu Gast beim Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel. Dabei begleitete ihn Kumpel Franck Ribery. Der Football-Fan: Apropos Kumpel. Zu seinen Freunden zählt auch ein NFL-Star. Odell Beckham Jr. von den New York Giants bekam schon Besuch von Alaba und anderen Bayern-Kickern. Der Film-Star: David Alaba wird im dritten Teil des deutschen Kino-Hits fack ju göhte dabei sein. Gemeinsam mit Kollegen Mats Hummels, Jerome Boateng und Joshua Kimmich wird er im Streifen eine kleine Rolle spielen. Der Alaba-Doppelgänger: Tyler, the Creator ist ein berühmter Rapper. Der junge US-Amerikaner, für seine tiefe, raue Stimme bekannt, schaut David ähnlich. Das bewegte Tyler zu einem amüsanten Tweet: "Ich kann bestätigen, David Alaba ist meine kleine Schwester."

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David Alaba ist einer der besten Kicker Österreichs. Daran wird sich so schnell nichts ändern. Ein Stammplatz bei Bayern München und ein Marktwert von 50 Millionen Euro sprechen für sich. Doch einem elitären Kreis gehört er nicht mehr an, erstmals seit langer Zeit.

Seit 2013 war der 26-Jährige stets einer von 55 Kandidaten für die FIFA-Weltauswahl. Diesmal ist er nicht in der engeren Auswahl. 25.000 Profi-Kicker aus 65 Ländern haben ihre Stimmen abgegeben - und sich dabei für 20 andere Verteidiger entschieden. Die Sieger werden am 24. September bei "The Best FIFA Football Awards" in London bekanntgegeben.

Natürlich wieder mit dabei sind die Superstars Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Neymar. Besonders prominent vertreten ist Weltmeister Frankreich mit acht Kandidaten, Spanien ist mit neun Spielern dabei.

Hier die vollständige Liste der zur Wahl stehenden Spieler:

Torhüter (5): Gianluigi Buffon (Italien/Paris Saint-Germain/Juventus Turin), Thibaut Courtois (Belgien/Real Madrid/FC Chelsea), David De Gea (Spanien/Manchester United), Keylor Navas (Costa Rica/Real Madrid), Marc-André ter Stegen (Deutschland/FC Barcelona).

Verteidiger (20): Jordi Alba (Spanien/FC Barcelona), Daniel Carvajal (Spanien/Real Madrid), Giorgio Chiellini (Italien/Juventus Turin), Dani Alves (Brasilien/Paris Saint-Germain), Diego Godin (Uruguay/Atlético Madrid), Mats Hummels (Deutschland/FC Bayern München), Joshua Kimmich (Deutschland/FC Bayern München), Dejan Lovren (Kroatien/FC Liverpool), Marcelo (Brasilien/Real Madrid), Yerry Mina (Kolumbien/FC Everton/FC Barcelona), Benjamin Pavard (Frankreich/VfB Stuttgart), Gerard Piqué (Spanien/FC Barcelona), Sergio Ramos (Spanien/Real Madrid), Thiago Silva (Brasilien/Paris Saint-Germain), Kieran Trippier (England/Tottenham Hotspur), Samuel Umtiti (Frankreich/FC Barcelona), Virgil van Dijk (Niederlande/FC Liverpool), Raphael Varane (Frankreich/Real Madrid), Sime Vrsaljko (Kroatien/Inter Mailand/Atlético Madrid), Kyle Walker (England/Manchester City).

Mittelfeldspieler (15): Sergio Busquets (Spanien/FC Barcelona), Casemiro (Brasilien/Real Madrid), Philippe Coutinho (Brasilien/FC Barcelona), Kevin De Bruyne (Belgien/Manchester City), Eden Hazard (Belgien, FC Chelsea), Andres Iniesta (Spanien/Vissel Kobe/FC Barcelona), Isco (Spanien/Real Madrid), N‘Golo Kanté (Frankreich/FC Chelsea), Toni Kroos (Deutschland/Real Madrid), Nemanja Matic (Serbien/Manchester United), Luka Modric (Kroatien/Real Madrid), Paul Pogba (Frankreich/Manchester United), Ivan Rakitic (Kroatien/FC Barcelona), David Silva (Spanien/Manchester City), Arturo Vidal (Chile/FC Barcelona/FC Bayern München).

Stürmer (15): Karim Benzema (Frankreich/Real Madrid), Edinson Cavani (Uruguay/Paris Saint-Germain), Cristiano Ronaldo (Portugal/Juventus Turin/Real Madrid), Paulo Dybala (Argentinien/Juventus Turin), Antoine Griezmann (Frankreich/Atlético Madrid), Harry Kane (England/Tottenham Hotspur), Robert Lewandowski (Polen/FC Bayern München), Romelu Lukaku (Belgien/Manchester United), Mario Mandzukic (Kroatien/Juventus Turin), Sadio Mané (Senegal/FC Liverpool), Kylian Mbappé (Frankreich/Paris Saint-Germain), Lionel Messi (Argentinien/FC Barcelona), Neymar (Brasilien/Paris Saint-Germain), Mohamed Salah (Ägypten/FC Liverpool), Luis Suárez (Uruguay/FC Barcelona)


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(heute.at)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • franz am 11.09.2018 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    War der je sooo gut? oder musste der Wirbel um ihn sein,dass wir wiedermal zeigen,dass wir keine rassisten sind. cola schmeckt durch ihn auch nicht besser

Die neuesten Leser-Kommentare

  • franz am 11.09.2018 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    War der je sooo gut? oder musste der Wirbel um ihn sein,dass wir wiedermal zeigen,dass wir keine rassisten sind. cola schmeckt durch ihn auch nicht besser