Wieder Matchwinner

03. Januar 2018 14:09; Akt: 03.01.2018 14:09 Print

Vor einem Monat verhasst, jetzt lieben sie Arnautovic

Marko Arnautovic geigt bei West Ham groß auf. Vor einem Monat wurde er fast vom Hof gejagt, jetzt lieben die Hammers ihren ÖFB-Star.

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Wer frisiert unsere Nationalteam-Stars? "Heute" weiß: David Alaba, Marko Arnautovic, Aleks Dragovic und Co. sind Stammkunden von Alper Taskin. Der 25-Jährige weiß genau, was angesagt ist - und zaubert den ÖFB-Stars die originellsten Frisuren auf den Kopf. Hier eine kleine Übersicht ... Hier schneidet Taskin Marko Arnautovic in einem Hotelzimmer. Für die Stars ist der Austro-Türke immer per Handy erreichbar. David Alaba ist - was die Frisur betrifft - wohl einer der wandlungsfähigsten Fußballer Europas. Dabei war im ÖFB-Nachwuchs 2007 noch der ganz normale Kurzhaarschnitt angesagt. 2012 ein richtiger Hingucker: Die Frisur machte Alaba fünf Zentimeter größer. Auch auf die Farbe kommt es an. 2015 war Alaba plötzlich "erblondet". Die Haare wurden länger, die Frisur blieb - Alaba auch 2016 mit hellen Spitzen. Die WM-Quali-Frisur: Farbe weg, die Haarlänge ungefähr gleich. Marko Arnautovic liebt auch die Vielfalt bei den Frisuren. 2007 trug Arnautovic "Vokuhila", lief im Look der 1980er auf. 2011 im Trikot von Werder Bremen: Den Irokesen zauberte ein Araber auf den Kopf von Arnautovic. Weiterhin mit "Iro", aber diesmal blond: "Arnie" beim Nationalteam 2015. Arnautovic legt Wert darauf, dass die Frisur 90 Minuten lang hält. Aleks Dragovic ist ebenfalls ein Frisuren-Spezialist. Wie Alaba und Arnautovic begann er im Nachwuchs noch eher unspektakulär. Blond war auch im Trikot der Austria 2010 angesagt. Wenig später noch blonder, aber mit weniger Haargel. 2012 ging es langsam wieder zurück zur Original-Haarfarbe, die Höhe der Frisur nahm dafür wieder zu. Mamas Liebling: 2014 bei Dynamo Kiew mochte es Dragovic eher konservativ. Aber nur kurz! 2015 wieder blond und exakt gekämmt. In der WM-Quali ist die aktuelle Modefrisur angesagt: seitlich rasiert, oben etwas länger, der Scheitel rasiert. ÖFB-Teamkapitän Julian Baumgartlinger ist ebenfalls wandlungsfähig, aber in einer anderen Art. Seine Lockenmähne lässt sich schwer bändigen. Er mag seine Haarpracht lang ... ... und wild ... ... und manchmal auch einen Zopf. Wie gesagt: Die Farbe bleibt gleich, die Locken auch. Kein Glätten, keine Experimente. Auch Marcel Sabitzer zählt zu den Kunden von Taskin. Bei der Admira noch der unspektakuläre Kurzhaarschnitt. Bei Rapid stand das Styling noch nicht in der Hauptrolle. Doch mit Salzburg kam der Schick! Lang in der Mitte, kurz an der Seite. Wechsel zu Leipzig: Mehr Gehalt, mehr Haargel. Erkennen Sie dieses junge Torhüter-Talent? Es ist Heinz Lindner. Kaum zu glauben, wie unspektakulär seine Frisur einst war. Doch mit den Jahren wurden die Frisuren ausgefallener. Hier schon etwas länger im A-Team der Austria. Wie bei Sabitzer gilt: Mit den Jahren kommt das Haargel. Doch es geht auch mit weniger Gel: Schön bleibt der Heinz allemal.

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"Schon wieder...", schrieb West Ham United am Dienstagabend über ein Bild von Marko Arnautovic. Der ÖFB-Teamspieler wurde zum wiederholten Male zum Man of the Match gewählt. Minuten zuvor hatte er sein Team gerettet. Sein Assist sorgte für den 2:1-Siegestreffer gegen West Brom wenige Momente vor dem Abpfiff.

Arnautovic krönte eine herausragende Leistung mit dem sechsten Scorerpunkt im sechsten aufeinanderfolgenden Premier-League-Match. Die vorhergehenden fünf waren allesamt Tore (Doppelpack gegen Bournemouth, je eines gegen Newcastle, Chelsea und Ex-Klub Stoke). Das ist besonders beachtlich, da ihm bis zu seinem Goldtor im London-Derby gegen Chelsea kein einziger Scorerpunkt gelungen war.

Bis Anfang Dezember hatte sich Arnautovic nur mit einer unnötigen Roten Karte in der Statistik verewigt. Die Fans der Hammers wurden langsam ungeduldig. Immerhin hatte der Klub im Sommer rund 22 Millionen Euro für seine Dienste hingeblättert. Nicht wenige forderten bereits den Verkauf von Arnautovic.


Nur einen Monat später ist daran kein Hindenken mehr. Die Fans lieben ihren exzentrischen Angreifer. Arnautovic spielte sich mit seinen wichtigen Toren, aber auch mit seinem aufopfernden Einsatz in die Herzen der Fans. Während Stars wie Chicharito weit hinter den Erwartungen bleiben, hat sich der Österreicher als absoluter Schlüsselspieler etabliert.

Schon am Donnerstag hat er die nächste Chance, seine Punkteserie fortzusetzen. Im kräfteraubenden Premier-League-Jänner geht es Schlag auf Schlag. 48 Stunden nach dem Sieg gegen West Brom wartet Vizemeister Tottenham Hotspur im Wembley. Zuletzt konnten die Hammers dieses London-Derby im Ligacup nach 0:2-Rückstand im Oktober 3:2 für sich entscheiden.


"Ohne euch können wir keine Spiele gewinnen", bedankte sich Arnautovic in dieser Kurz-Botschaft bei seinen Fans:




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(Heute Sport)

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