Nach Dzeko-Foto

11. Oktober 2018 07:14; Akt: 11.10.2018 10:47 Print

Wollen ÖFB-Bosse "Arnie" nicht mehr als Kapitän?

Marko Arnautovic reagierte mit einer Brandrede auf das Dzeko-Foto. Das Selfie könnte ihm die Kapitänsbinde gekostet haben.

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Wer frisiert unsere Nationalteam-Stars? "Heute" weiß: David Alaba, Marko Arnautovic, Aleks Dragovic und Co. sind Stammkunden von Alper Taskin. Der 25-Jährige weiß genau, was angesagt ist - und zaubert den ÖFB-Stars die originellsten Frisuren auf den Kopf. Hier eine kleine Übersicht ... Hier schneidet Taskin Marko Arnautovic in einem Hotelzimmer. Für die Stars ist der Austro-Türke immer per Handy erreichbar. David Alaba ist - was die Frisur betrifft - wohl einer der wandlungsfähigsten Fußballer Europas. Dabei war im ÖFB-Nachwuchs 2007 noch der ganz normale Kurzhaarschnitt angesagt. 2012 ein richtiger Hingucker: Die Frisur machte Alaba fünf Zentimeter größer. Auch auf die Farbe kommt es an. 2015 war Alaba plötzlich "erblondet". Die Haare wurden länger, die Frisur blieb - Alaba auch 2016 mit hellen Spitzen. Die WM-Quali-Frisur: Farbe weg, die Haarlänge ungefähr gleich. Marko Arnautovic liebt auch die Vielfalt bei den Frisuren. 2007 trug Arnautovic "Vokuhila", lief im Look der 1980er auf. 2011 im Trikot von Werder Bremen: Den Irokesen zauberte ein Araber auf den Kopf von Arnautovic. Weiterhin mit "Iro", aber diesmal blond: "Arnie" beim Nationalteam 2015. Arnautovic legt Wert darauf, dass die Frisur 90 Minuten lang hält. Aleks Dragovic ist ebenfalls ein Frisuren-Spezialist. Wie Alaba und Arnautovic begann er im Nachwuchs noch eher unspektakulär. Blond war auch im Trikot der Austria 2010 angesagt. Wenig später noch blonder, aber mit weniger Haargel. 2012 ging es langsam wieder zurück zur Original-Haarfarbe, die Höhe der Frisur nahm dafür wieder zu. Mamas Liebling: 2014 bei Dynamo Kiew mochte es Dragovic eher konservativ. Aber nur kurz! 2015 wieder blond und exakt gekämmt. In der WM-Quali ist die aktuelle Modefrisur angesagt: seitlich rasiert, oben etwas länger, der Scheitel rasiert. ÖFB-Teamkapitän Julian Baumgartlinger ist ebenfalls wandlungsfähig, aber in einer anderen Art. Seine Lockenmähne lässt sich schwer bändigen. Er mag seine Haarpracht lang ... ... und wild ... ... und manchmal auch einen Zopf. Wie gesagt: Die Farbe bleibt gleich, die Locken auch. Kein Glätten, keine Experimente. Auch Marcel Sabitzer zählt zu den Kunden von Taskin. Bei der Admira noch der unspektakuläre Kurzhaarschnitt. Bei Rapid stand das Styling noch nicht in der Hauptrolle. Doch mit Salzburg kam der Schick! Lang in der Mitte, kurz an der Seite. Wechsel zu Leipzig: Mehr Gehalt, mehr Haargel. Erkennen Sie dieses junge Torhüter-Talent? Es ist Heinz Lindner. Kaum zu glauben, wie unspektakulär seine Frisur einst war. Doch mit den Jahren wurden die Frisuren ausgefallener. Hier schon etwas länger im A-Team der Austria. Wie bei Sabitzer gilt: Mit den Jahren kommt das Haargel. Doch es geht auch mit weniger Gel: Schön bleibt der Heinz allemal.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Am Freitag steht das ÖFB-Team gegen Nordirland (20:45 Uhr, Wien, "Heute" tickert live) schon unter Siegeszwang. Der Auftakt in die Nations League ging in Bosnien mit 0:1 verloren.

Marko Arnautovic hatte Österreich als Kapitän aufs Spielfeld geführt, den verletzten Julian Baumgartlinger ersetzt. Auch deshalb sorgte das anschließende "Party"-Foto mit Siegestorschützen Edin Dzeko in Sarajevo für Aufregung.

Der Goalgetter hatte dieses um drei Uhr in der Früh in seiner Instagram-Story verbreitet. Arnautovic wurde daraufhin scharf kritisiert, seiner Vorbild-Rolle als Kapitän nicht gerecht geworden zu sein.

Bosse sauer

ÖFB-Boss Leo Windtner kommentierte das am Mittwoch mit einem säuerlichen Unterton: "Marko hat nicht bedacht, welche Sekundärfolgen dieses Foto hatte." Wie der "Kurier" berichtet, hätten in der letzten Präsidiums-Sitzung einige Mitglieder gefordert, dass Arnautovic künftig nicht mehr Kaptiän der Nationalmannschaft sein solle.

Die letzte Entscheidungsgewalt liegt weiterhin bei Teamchef Franco Foda. Allerdings wurde er über den Wunsch der ÖFB-Bosse in Kenntnis gesetzt.

Arnautovic-Brandrede

Arnautovic sprach am Mittwoch vor heimischen Pressevertreter Klartext, erklärte seine Sicht der Dinge:

"Es wurde natürlich von euch zelebriert, als würde ich um drei Uhr Früh bummzu mit dem Dzeko irgendwo Party machen. Ich sage euch aber: Das Foto wurde nicht um drei Uhr gemacht", stellt Arnautovic klar. "Nummer zwei: Niemand hat das Recht, über mein Privatleben zu reden. Das ist mein Leben. Ich wurde vom Trainer freigestellt, es war alles ausgemacht. Dzeko hätte sich auch mit mir getroffen, wenn wir gewonnen hätten. Wir hatten uns lange nicht gesehen. Damals, als ich nach Manchester gezogen bin, hat er mir sehr geholfen. Die einzige Chance sich zu treffen war nach der Partie."

An seine Kritiker richtet er aus: "Sie sollen einfach auf sich schauen. Ich habe noch nie jemanden in den Medien kritisiert. Ich habe schon so viel für das Nationalteam gemacht, ich gebe alles für dieses Land. Ich würde mir mehr Respekt verdienen. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Die Leute sollen schreiben, was sie wollen. Ich weiß, dass ich seit zehn Jahren alles für dieses Land gebe. Ich habe nie nachgelassen und werde nie nachlassen."

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rainer1986 am 11.10.2018 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Das ist ja wie im Kalten Krieg, Verbrüderung mit dem Fein, Hochverrat im Fussballmekka. Es ist Sport. Am Platz geht es um den Sieg aber nach den 90 Minuten ist man wieder Mensch und wenn man mit gegnerischen Fussballspielern befreundet ist auch privat ist das auch Ok. Die Aufregung ist wieder mal typisch für den kleinkarierten Rückständigen Fussballapparat.

  • devid am 11.10.2018 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    arnie

    würde mal sagen ,der Fisch beginnt beim Kopf zum stinken an .... der leo windtner soll sich bei der Nase nehmen ... immerhin geht es um fussball und nicht um selfies, aber einen Sündenbock muß es immer geben.

    einklappen einklappen
  • Leo am 11.10.2018 09:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ÖFB Kapitän

    Hat der ÖFB keine anderen Sorgen als über die Privatsphäre nach dem Spiel von "Arni" zu diskutieren um im den Kapitän abzuerkennen? Wie tief ist das denn? Fangen wir schon so an wie in Deutschland ich sage nur "Fall Özil"

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Kopecky am 11.10.2018 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Marco

    Marco hat in der letzten Qualifikation alles gegeben was er konnte. Haben das alle anderen andere auch? Jeder hat seinen Klopfer aber er hat alles gegeben, Schande über die Gscheiten , das ist Fussball und Arnatovic ist Ehrlich.

  • dany0815 am 11.10.2018 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Sympathischer Kerl

    Eigentlich sollte er erst recht Kapitän werden, denn ich finde es toll das sein Freund auch nach einer Niederlage immer noch sein Freund ist. Das drückt aus das Fußball ein faires Spiel sein sollte. Arnie ist in so vielen Spielen der beste Spieler von allen und auch sein zugehen auf Fans finde ich sympathisch. Sein Burschigehabe von vor 10 Jahren sollte man doch eigentlich schon lange vergessen haben bezüglich ich kauf dein leben oder sonstiges. Das war halt mal und er kann es nicht ändern.

  • HB am 11.10.2018 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fußball

    wann kommt endlich der Rücktritt von Leo Windtner der ist überfällig.

  • Durchdenker am 11.10.2018 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Hat nichts mit Nationalitäten zu tun

    Wenn der Schwab nach der Derbyniederlage fröhlich mit den Austrianern gefeiert hätte dann hätte Rapid tags drauf schon einen neuen Kapitän.

  • dzeko am 11.10.2018 10:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    marko

    Einfach nur schwach vöm ÖFB!!! Bitte kümmert euch um wichtigeres als um das Privatleben eines Spielers.