Traditionsklub kämpft

17. Juli 2017 17:28; Akt: 17.07.2017 17:47 Print

Zwangsabstieg? Vienna erneut vor dem Richter

Muss die Vienna aus der Regionalliga Ost absteigen? Die Döblinger kämpfen weiter gegen das ÖFB-Regulativ. Jetzt steht der nächste Gerichts-Termin an.

Die Vienna kämpft weiter um den Klassenerhalt (Bild: GEPA-pictures.com)

Die Vienna kämpft weiter um den Klassenerhalt (Bild: GEPA-pictures.com)

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In welcher Liga spielt Österreichs ältester Fußball-Klub kommende Saison? In der 2. Wiener Landesliga, sagt der ÖFB und der Wiener Fußball-Landesverband. Geht es nach den Döblingern, soll weiterhin in der Regionalliga Ost gekickt werden, wo die Blau-Gelben vergangene Saison sogar Meister wurden. Um den Abstieg zu verhindern gibt es nun den nächsten Termin vor Gericht: Die Vienna brachte einen Revisionsrekurs mit einem Antrag auf aufschiebende Wirkung ein. Geschäftsführer Gerhard Krisch: "Wir haben jetzt eine solide wirtschaftliche Situation, auch Dank unseres neuen Hauptsponsors UNIQA. Wir können die Verpflichtungen aus dem Sanierungsplan gut erfüllen und den Spielbetrieb wie auch die Jugendarbeit absichern."

Langwieriger Prozess

Eigentlich ist die Rechtslage klar. Geht ein Klub in die Insolvenz, muss er absteigen. Das hatte die Vienna im Mai mit einer einstweiligen Verfügung verhindert. Dagegen meldeten ÖFB und WFV erfolgreich Rekurs an, mit Anfang Juli stand der Abstieg damit (vorerst) endgültig fest, noch dazu wurde dem Klub kein Platz in der Wiener Stadtliga eingeräumt, sondern nur in der 2. Wiener Landesliga.

Hoffnung oder Nackenschlag

Für die Vienna geht es nun quasi um die letzte Chance. Geschäftsführer Krisch: "Unser Ziel war und ist der Verbleib der Vienna in der Regionalliga und damit der Erhalt der 1B im Sinne der Qualität unserer Nachwuchsarbeit. Wir wollen weiter in der Regionalliga spielen. Dafür leisten wir vollen Einsatz – für die Spieler, den Nachwuchs und die Fans. Das sind wir unserer Tradition als ältester Fußballklub Österreichs und unserer Zukunft, den Nachwuchsspielern, schuldig. Nun gilt es, die Entscheidung des Gerichtes abzuwarten und wir hoffen auf eine faire Lösung im Sinne des österreichischen Fußballsports."

(gr)

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