Programm-Änderung

10. Februar 2018 09:44; Akt: 10.02.2018 09:46 Print

Eis-Hoffnung Herzog streicht Olympia-Rennen

von G. Richter, Südkorea - Holt Eisschnellläuferin Vanessa Herzog eine Olympia-Medaille? Über 1.500 nicht, sie streicht das Rennen aus dem Programm.

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105 Athleten gehen bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang für Österreich an den Start. "Heute" zeigt die größten Stars und Hoffnungsträger. Snowboard-Queen Anna Gasser. Im Slopestyle und Big Air zweifelsfrei die Beste der Welt. Ski-Star Anna Veith holte in Sotschi Gold im Super-G. Entsprechend locker kann sie in Südkorea an den Start gehen. Vanessa Herzog schaffte heuer im Eisschnelllauf den Durchbruch. Bei der EM holte sie einen kompletten Medaillen-Satz. Im Weltcup feierte sie ihre ersten Siege. Marcel Hirscher ist DAS rot-weiß-rote Aushängeschild bei den Spielen. Seine Erfolge sind bekannt. 16 Weltcup-Rennen hat er seit seiner Knöchelverletzung bestritten. 15 davon beendete er in den Top 5. Snowboarder Andreas Prommegger ist zum vierten Mal bei Winterspielen dabei. Vincent Kriechmayr ist in den Speed-Bewerben trotz Kälte ein heißes Eisen. Alessandro Hämmerle ist im Snowboard Cross eine große Nummer. Genau genommen, die Nummer drei des Winters. Rodel-Ass Wolfgang Kindl (l.) musste sich im Kampf um den Gesamtweltcup nur dem Deutschen Felix Loch geschlagen geben. Langläuferin Teresa Stadlober ist in der Weltspitze angekommen. Die prestigeträchtige Tour de Ski beendete sie als Fünfte. Alexander Payer rechnet sich im Parallel-Riesentorlauf gute Chancen aus. Wilhelm Denifl ist zum dritten Mal bei Olympischen Spielen dabei. Vor allem im Teambewerb der Nordischen Kombinierer ein Hoffnungsträger. Stephanie Brunner fuhr im Olympia-Winter im Riesentorlauf vier Mal unter die ersten Fünf. Allerdings nie aufs Podest. Hannes Reichelt zählt mit seinen 37 Jahren unter den Abfahrern zu den Evergreens. Claudia Riegler feierte vor 23 (!) Jahren ihr Weltcup-Debüt. Die Snowboard-Ikone ist mit 44 Jahren die älteste rot-weiß-rote Olympia-Teilnehmerin. Matthias Mayer. Seit seiner Abfahrts-Goldenen vor vier Jahren hat er seinen Platz in den Sport-Geschichtsbüchern sicher. Skispringer Stefan Kraft fliegt an einem guten Tag der Konkurrenz auf und davon. Lukas Klapfer drückt der nordischen Kombination regelmäßig mit Spitzenplätzen seinen Stempel auf. Biathlon-Duo! Dominik Landertinger (l.) und Simon Eder (r.) haben Edelmetall im Visier. Ihr Kollege Julian Eberhard ebenfalls. Gestatten, Franz. Max Franz. Abfahrer aus Leidenschaft. Die Doppelsitzer-Rodler Peter Penz und Georg Fischler wissen, wo es zu den Medaillen geht. Slalom-Hoffnung Bernadette Schild vertreibt sich die Zeit mit Tischfußball. Nicole Schmidhofer reiste als amtierende Super-G-Weltmeisterin nach Korea. Comeback-Kid Daniela Iraschko-Stolz musste ein Jahr lang pausieren. Die Skispringerin flog auf Anhieb wieder in die Weltspitze. Gregor Schlierenzauer hat Olympia-Medaillen in allen Farben daheim hängen. Trotzdem wäre eine weitere eine Sensation. Michael Matt macht im Slalom Hirscher und Co. Konkurrenz. Vor vier Jahren gewann sein Bruder Mario Olympia-Gold. Ein gutes Omen? Cornelia Hütter will in Südkorea ihrem Spitznamen Vollgas Conny alle Ehre machen. Das Steirer-Girl reist mit einem Saisonsieg (Abfahrt) und einem Super-G-Stockerl an. Schneller Manuel Feller. Kommt er fehlerfrei ins Ziel, ist bei ihm in den technischen Ski-Disziplinen auch Gold drin. Benjamin Karl erholte sich pünktlich vor den Spielen in Rekordzeit von einer Knöchelverletzung. Wie, bleibt vorerst sein Geheimnis. Snowboard-Queen Julia Dujmovits eroberte in Sotschi Gold. Fix: Sie bestreitet ihre letzten Spiele. Vielleicht sogar ihre letzte Saison. Stephanie Venier ist amtierende Vize-Weltmeisterin in der Abfahrt.

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Vanessa Herzog baut ihr Olympia-Programm kurzfristig um. Die 22-Jährige sagt ihren ursprünglich geplanten Start über 1.500 Meter am Montag kurzfristig ab. Wackeln auch die anderen Rennen in Pyeongchang? Sie beruhigt die Fans: "Mir geht es gut. Die Grippe ist kein Problem mehr." Der Grund liegt in taktischen Erwägungen.

Rennen gestrichen

Coach und Gatte Thomas Herzog liefert die Begründung: "Wir haben heute nach dem Training die Entscheidung getroffen. Bei einem idealen Rennen wäre für sie über 1.500 Meter bestenfalls Platz zwölf möglich. Zwei Tage später steigt aber das Rennen über 1.000 Meter, wo sie zu den absoluten Favoritinnen gehört. Wir wollen uns voll auf diesen Event konzentrieren und vorher kein Risiko eingehen."

Schnellste Runde

Herzog ist nach dem intensiven Trainingsprogramm (sie war die erste rot-weiß-rote Athletin, die nach Südkorea reiste) guter Dinge. Bei der letzten Renn-Simulation verbuchte sie eine Rundenzeit von 25,9 Sekunden. "Das ist die schnellste Zeit, die mir je gelungen ist", freut sie sich. Für ihren Renn-Auftritt hat sie einen speziellen Wunsch: "Eine Gegnerin aus Südkorea wäre super. Dann ist richtig tolle Stimmung in der Halle."


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