Herren-Kombi in Gefahr

12. Februar 2018 17:49; Akt: 12.02.2018 18:14 Print

Olympia-Wind wird stärker, nächste Absage droht

Wird Olympia vom Winde verweht? Laut Wetterbericht wird der Sturm wieder stärker. Marcel Hirscher und Co. bangen um die Kombi.

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105 Athleten gehen bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang für Österreich an den Start. "Heute" zeigt die größten Stars und Hoffnungsträger. Snowboard-Queen Anna Gasser. Im Slopestyle und Big Air zweifelsfrei die Beste der Welt. Ski-Star Anna Veith holte in Sotschi Gold im Super-G. Entsprechend locker kann sie in Südkorea an den Start gehen. Vanessa Herzog schaffte heuer im Eisschnelllauf den Durchbruch. Bei der EM holte sie einen kompletten Medaillen-Satz. Im Weltcup feierte sie ihre ersten Siege. Marcel Hirscher ist DAS rot-weiß-rote Aushängeschild bei den Spielen. Seine Erfolge sind bekannt. 16 Weltcup-Rennen hat er seit seiner Knöchelverletzung bestritten. 15 davon beendete er in den Top 5. Snowboarder Andreas Prommegger ist zum vierten Mal bei Winterspielen dabei. Vincent Kriechmayr ist in den Speed-Bewerben trotz Kälte ein heißes Eisen. Alessandro Hämmerle ist im Snowboard Cross eine große Nummer. Genau genommen, die Nummer drei des Winters. Rodel-Ass Wolfgang Kindl (l.) musste sich im Kampf um den Gesamtweltcup nur dem Deutschen Felix Loch geschlagen geben. Langläuferin Teresa Stadlober ist in der Weltspitze angekommen. Die prestigeträchtige Tour de Ski beendete sie als Fünfte. Alexander Payer rechnet sich im Parallel-Riesentorlauf gute Chancen aus. Wilhelm Denifl ist zum dritten Mal bei Olympischen Spielen dabei. Vor allem im Teambewerb der Nordischen Kombinierer ein Hoffnungsträger. Stephanie Brunner fuhr im Olympia-Winter im Riesentorlauf vier Mal unter die ersten Fünf. Allerdings nie aufs Podest. Hannes Reichelt zählt mit seinen 37 Jahren unter den Abfahrern zu den Evergreens. Claudia Riegler feierte vor 23 (!) Jahren ihr Weltcup-Debüt. Die Snowboard-Ikone ist mit 44 Jahren die älteste rot-weiß-rote Olympia-Teilnehmerin. Matthias Mayer. Seit seiner Abfahrts-Goldenen vor vier Jahren hat er seinen Platz in den Sport-Geschichtsbüchern sicher. Skispringer Stefan Kraft fliegt an einem guten Tag der Konkurrenz auf und davon. Lukas Klapfer drückt der nordischen Kombination regelmäßig mit Spitzenplätzen seinen Stempel auf. Biathlon-Duo! Dominik Landertinger (l.) und Simon Eder (r.) haben Edelmetall im Visier. Ihr Kollege Julian Eberhard ebenfalls. Gestatten, Franz. Max Franz. Abfahrer aus Leidenschaft. Die Doppelsitzer-Rodler Peter Penz und Georg Fischler wissen, wo es zu den Medaillen geht. Slalom-Hoffnung Bernadette Schild vertreibt sich die Zeit mit Tischfußball. Nicole Schmidhofer reiste als amtierende Super-G-Weltmeisterin nach Korea. Comeback-Kid Daniela Iraschko-Stolz musste ein Jahr lang pausieren. Die Skispringerin flog auf Anhieb wieder in die Weltspitze. Gregor Schlierenzauer hat Olympia-Medaillen in allen Farben daheim hängen. Trotzdem wäre eine weitere eine Sensation. Michael Matt macht im Slalom Hirscher und Co. Konkurrenz. Vor vier Jahren gewann sein Bruder Mario Olympia-Gold. Ein gutes Omen? Cornelia Hütter will in Südkorea ihrem Spitznamen Vollgas Conny alle Ehre machen. Das Steirer-Girl reist mit einem Saisonsieg (Abfahrt) und einem Super-G-Stockerl an. Schneller Manuel Feller. Kommt er fehlerfrei ins Ziel, ist bei ihm in den technischen Ski-Disziplinen auch Gold drin. Benjamin Karl erholte sich pünktlich vor den Spielen in Rekordzeit von einer Knöchelverletzung. Wie, bleibt vorerst sein Geheimnis. Snowboard-Queen Julia Dujmovits eroberte in Sotschi Gold. Fix: Sie bestreitet ihre letzten Spiele. Vielleicht sogar ihre letzte Saison. Stephanie Venier ist amtierende Vize-Weltmeisterin in der Abfahrt.

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Was wäre Olympia ohne Ski-Bewerbe? Dieses Horror-Szenario wird in Pyeongchang gerade Wirklichkeit. Denn sowohl die Herren-Abfahrt, als auch der Damen-Riesentorlauf mussten verschoben werden. Der heftige Wind ließ keine Rennen zu.

Umfrage
Was räumt Marcel Hirscher bei Olympia ab?
21 %
34 %
33 %
5 %
7 %
Insgesamt 1347 Teilnehmer

In der Nacht auf Dienstag (3.30 Uhr und 7 Uhr) steht nun die Kombination der Herren am Programm. Ob sich für Fans das Wecker-Stellen auszahlt, ist jedoch mehr als fraglich.

Denn laut Wetterprognose legt der Wind wieder zu. "Wenn es so sein sollte, geht absolut nichts. Wir werden aber nicht sofort absagen. Es könnte am Nachmittag ein bisschen ruhiger werden", erklärte Markus Waldner im ORF.

Der Plan: Um 2.30 Uhr gibt es eine erste Entscheidung, danach wird im Stundentakt verschoben. Die für 3.30 Uhr geplante Kombi-Abfahrt kann spätestens um 6 Uhr gestartet werden.

Mini-Kombi möglich

Eine weitere Möglichkeit ist das Verkürzen der Speed-Strecke. "Der Wunsch wäre, vom Originalstart zu fahren. Sollten wir mit dem Start zum Herren- oder sogar Damen-Super-G-Start runtergehen müssen, dann wird automatisch auch der Slalom verkürzt, um es gerecht zu gestalten", sagte Waldner.

Hirscher mit Startnummer zwei

Die Startnummern für die Kombi wurden jedenfalls bereits vergeben. Topstar Marcel Hirscher startet mit Nummer zwei das Olympia-Abenteuer. Matthias Mayer geht mit Nummer elf ins Rennen, Vincent Kriechmayr hat die Nummer 20, Marco Schwarz die 23.


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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jo Lo am 12.02.2018 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Profit vor Sport

    Naja, das kommt davon wenn Spiele in Fernost oder "exotischen Ländern" ausgetragen werden - ich erinnere nur an die Spiele 98 in Nagano oder die WM 93 in Japan oder WM95 in Spanien (fand 96 statt) - Stephan Eberharter war fünf Jahre Super-G-Weltmeister ohne ein weiteres Rennen zu fahren - sagt alles. Aber es zählt nur der Profit - Tradition wie in Oslo, Innsbruck, Salzburg, Garmisch, St. Moritz, Val d`Isere etc. zählt ja nimmer. Die nächsten Winterspiele - Peking, dort gibts ja eine Super-Ente und Tischtennis und Short-Track von mir aus....Skifahrer oder Langläufer fällt mir keiner ein...

  • WolfgangHeute am 12.02.2018 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ist das ein sogenanntes Windloch?

    Kann es sein, dass sich im Vorfeld der Olympiavergabe niemand die meteorologischen Verhältnisse angesehen hat?

    einklappen einklappen
  • Bruno am 12.02.2018 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Farce nicht mehr zumutbar

    Schön langsam wäre ich dafür, das diese Farce beendet wird. Alle Sportler fahren heim und in 2 Jahren gibt es an einem anderem Ort (München war ein Gegenkandidat) ein Olympiade, die diesen Namen verdient, die sportlich fair und für die Athleten sicher abläuft. Beim IOC muss es personelle Konsequenzen geben. Die Fernsehanstalten sollten ihr Geld vom Veranstalter zurückfordern.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tschüss mit Ü am 12.02.2018 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    Olympia A. D.

    Ich habe in genug Winde in Europa.

  • Bruno am 12.02.2018 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Farce nicht mehr zumutbar

    Schön langsam wäre ich dafür, das diese Farce beendet wird. Alle Sportler fahren heim und in 2 Jahren gibt es an einem anderem Ort (München war ein Gegenkandidat) ein Olympiade, die diesen Namen verdient, die sportlich fair und für die Athleten sicher abläuft. Beim IOC muss es personelle Konsequenzen geben. Die Fernsehanstalten sollten ihr Geld vom Veranstalter zurückfordern.

  • WolfgangHeute am 12.02.2018 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ist das ein sogenanntes Windloch?

    Kann es sein, dass sich im Vorfeld der Olympiavergabe niemand die meteorologischen Verhältnisse angesehen hat?

    • Drakensang am 12.02.2018 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @WolfgangHeute

      Diese Überlegung hatte ich auch bereits. Scheint wirklich so, als hätten die Funktionäre ausschließlich im Hotel sich alles gut zeigen und schmecken lassen. Zu dem verwundert es mich, dass der Sturm dort am Berg nicht nachlässt/aufhört.

    einklappen einklappen
  • Jo Lo am 12.02.2018 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Profit vor Sport

    Naja, das kommt davon wenn Spiele in Fernost oder "exotischen Ländern" ausgetragen werden - ich erinnere nur an die Spiele 98 in Nagano oder die WM 93 in Japan oder WM95 in Spanien (fand 96 statt) - Stephan Eberharter war fünf Jahre Super-G-Weltmeister ohne ein weiteres Rennen zu fahren - sagt alles. Aber es zählt nur der Profit - Tradition wie in Oslo, Innsbruck, Salzburg, Garmisch, St. Moritz, Val d`Isere etc. zählt ja nimmer. Die nächsten Winterspiele - Peking, dort gibts ja eine Super-Ente und Tischtennis und Short-Track von mir aus....Skifahrer oder Langläufer fällt mir keiner ein...