Ironie pur

24. Februar 2018 09:23; Akt: 24.02.2018 09:25 Print

Russin im Anti-Doping-Clip jetzt bei Olympia erwischt

Der russische Dopingsumpf weitet sich aus. Jetzt wurde ein Bob-Ass erwischt – vor kurzem noch Star in einem Anti-Doping-Clip.

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Schwere Stürze, bittere Ausfälle, verfehlte Ziele - bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang spielten sich zahlreiche Dramen ab. "Heute" blickt zurück. Österreich zitterte mit Markus Schairer! Der Vorarlberger stürzte beim Snowboardcross-Bewerb in Pyeongchang schwer, brach sich einen Halswirbel. Für Markus Schairer ging es schnellstmöglich in die Heimat. Nach der Überstellung ins Landesklinikum Feldkirch wurde der Snowboarder operiert, befindet sich auf dem Weg der Besserung. Auf der Horror-Cross-Strecke erwischte es auch Christoph Wahrstötter. Österreichs Medaillenhoffnung wurde von seinem Gegner Erik Mobärg abgeschossen, rutschte durch ein Netz und musste mit einer schweren Gehirnerschütterung ins Spital. Ebenfalls im Skicross erwischte es den kanadischen Routinier Chris Delbosco schwer. Der 35-Jährige zog sich einen Beckenbruch zu, Frankreichs Hoffnung Terence Tchiknavorian zog sich einen Schienbeinbruch zu. Slalom-Drama Teil 1: Marcel Hirscher scheiterte im ersten Durchgang des Olympia-Slaloms, verpasste damit die Chance auf historisches Dreifach-Gold in Korea. Slalom-Drama Teil 2: Nach dem Aus von Marcel Hirscher war alles für Henrik Kristoffersen angerichtet, doch der Norweger warf die Nerven und Gold weg, fädelte im zweiten Durchgang nach Halbzeit-Führung ein. Die Kanadierin Kim Boutin erlebte ihr eigenes Olympia-Drama! Nachdem die Südkoreanerin Choi Min-jeong im Shorttrack über 500 Meter disqualifiziert worden war, erbte Boutin die Bronzemedaille. Es folgten unsportliche Aktionen des südkoreanischen Publikums. Von Pfiffen bis hin zu Morddrohungen. Lara Gut erlebte bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang zuerst ein sportliches-, und dann ein Verletzungsdrama. In Riesentorlauf und Abfahrt schied sie aus, im Super-G verpasste sie eine Medaille als Vierte knapp. Darüber hinaus verletzte sich die Schweizerin beim Abfahrts-Aus am Knie, musste Olympia vorzeitig beenden, um den weiteren Saisonverlauf nicht zu gefährden. Das große Tränen-Drama von Lindsey Vonn! Bei ihrer letzten Olympia-Abfahrt verpasste die US-Amerikanerin das heiß ersehnte Gold, musste sich mit Bronze begnügen. "Ich werde Olympia vermissen", erklärte die 33-Jährige mit Tränen in den Augen. Das Hundertstel-Drama! Janine Flock hatte die Goldmedaille vor Augen, doch am Ende schaute nur Rang vier raus. Läppische zwei Hundertstel hinter Bronze. Das Schuss-Drama! Österreichs Biathlon-Staffel lag im abschließenden Teambewerb auf Medaillenkurs. Julian Eberhard stürmte als Zweiter zum Schießstand, doch dann kam der böige Wind auf! Eberhard kam damit überhaupt nicht zurecht, musste zwei Mal in die Strafrunde. Damit war die Medaille weg. Die Biathleten kamen auf Rang vier. Kanadas Eishockey-Drama! 2010 und 2014 holten die Kanadier jeweils die Olympische Goldmedaille im Eishockey. Auf dem Weg dorthin scheiterten die Cracks in Pyeongchang allerdings am Sensationsteam Deutschland mit 3:4. Das Zuschauer-Drama! Die Olympischen Spiele in Pyeongchang waren kein Kassenschlager. Bis auf die Eis-Bewerbe waren die Ränge spärlich besucht. Vor allem bei den Ski-Bewerben herrschte Dorfmeisterschaftsstimmung. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zu kalt, zu weit von der Hauptstadt Seoul entfernt, zu uninteressant für die einheimische Bevölkerung und oftmals zu teure Ticketpreise. Unfassbar! Teresa Stadlober verirrte sich über die 30km Langlauf in der Loipe und fuhr auf die falsche Runde. Vor ihrem folgenschweren Patzer lag sie noch auf Medaillenkurs, am Ende wurde es nur Rang 9

Die größten Olympia-Dramen 2018.

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Diese Sportgeschichte kommt der Definition des Begriffs 'Ironie' sehr nahe. Eine Russin, die vor ihrem Einsatz bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang mit einem Shirt gegen Doping posiert hatte, wurde nun mit einer positiven Probe überführt.

Nadezhda Sergeeva präsentierte sich stolz in einem weißen Pullover mit der Aufschrift: "Ich betreibe kein Doping, ich bin für Sport". Sie teilte selbst das Video, in dem sie sich für sauberen Sport aussprach.

Das wird nun zum Bumerang. Der Social-Media-Eintrag wurde inzwischen gelöscht.

Bobfahrerin Sergeeva wurde in Pyeongchang Zwölfte, gab aber eine positive Doping-Probe ab. Nach dem russisichen Curler Alexander Kruschelnitzki, der Bronze abgeben musste, ist es bereits der zweite Dopingfall um die Olympischen Athleten aus Russland.

Sie dürfen wegen der Staatsdoping-Affäre um Sotschi 2014 bekanntlich nicht unter russischer Flagge antreten.


Unsere Sternstunden in Pyeongchang:
Rot-Weiß-Rote Sternstunden in Pyeongchang


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(Heute Sport)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Drakensang am 24.02.2018 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht!

    Schön langsam fällt mir nichts anderes mehr ein! Diese Russen, welche unter dem Decknamen OAR noch an den Spielen teilnehmen dürfen ohrfeigen das IOC weiterhin durch Doping. Ich würde die endlich mal für 3 Olympische Spiele ausschließen!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Drakensang am 24.02.2018 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht!

    Schön langsam fällt mir nichts anderes mehr ein! Diese Russen, welche unter dem Decknamen OAR noch an den Spielen teilnehmen dürfen ohrfeigen das IOC weiterhin durch Doping. Ich würde die endlich mal für 3 Olympische Spiele ausschließen!

    • joda am 24.02.2018 15:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      joda @Drakensang

      Russland 20 Jahre sperren.

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