"Heute" am Steuer

09. Februar 2018 18:15; Akt: 09.02.2018 18:16 Print

TV, Navi, Kaffeemaschine: Olympia-Busse im Portrait

von G. Richter, Südkorea - Bei Olympia sind hunderte Autobusse im Einsatz. Das Innenleben ist einzigartig. "Heute" zeigt die Details – und durfte sogar ans Steuer.

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Olympische Winterspiele ohne Autobus? Unmöglich. Die Wettkampf-Stätten sind weit entfernt, stundenlange Fahrten durch Südkorea lassen sich nicht vermeiden. Die Gastgeber der Winterspiele tun alles, um es den Gästen so bequem wie möglich zu machen. "Heute" zeigt die schrägen Details der Olympia-Busse – und machte den Check aus der Fahrer-Perspektive.

Flatscreen an Bord

In Südkorea sind durchwegs Busse der einheimischen Hersteller "Kia" oder "Hyundai" im Einsatz. Für den "Heute"-Check sind wir an Bord eines Kia Granbird Sunshine. Das Gefährt hat 410 PS unter der Haube und ist 12 Meter lang. Seine 11-Liter-Maschine schafft 135 km/h Maximalgeschwindigkeit. Doch am beim Einsteigen fällt das Auge auf etwas anderes: den großen Flatscreen, der oberhalb des Fahrers hängt.

"Heute" am Steuer

Hier werden während der Fahrten entweder koreanische Soapes, Olympia-Sportevents oder Nachrichten gezeigt. Passend dazu die mächtige Soundanlage, die für Stadionatmosphäre sorgt. In der ersten Reihe gibt es sogar einen Kaffeeautomaten. "Bitte bedienen Sie sich selbst", sagt der freundliche Busfahrer. Am Ziel angekommen bittet ihn "Heute", das Cockpit zu erklären. "Klar", nickt der Fahrer. "Bitte nehmen Sie Platz." Olympia also aus der Sicht eines Busfahrers. Der Flatscreen ist jetzt außer Sicht, an Bildschirmen mangelt es aber nicht. Links ein Navi und ein zusätzliches GPS-Gerät. Dazu die Halterung für das Handy. Auch rechts ein Bildschirm. Wofür der ist, kann der Fahrer wegen der Sprachbarriere nicht eindeutig erklären.

Pünktlich unterwegs

Das Lenkrad ist leicht zu drehen, die Gangschaltung wie bei einem normalen PKW. Ein interessanter Arbeitsplatz, aber ein knallharter Job. Die Busse sind in Pyeongchang und Umgebung 24 Stunden im Einsatz. Jeder Fahrer spult am Tag hunderte Kilometer ab. Die tonnenschweren Geräte kommen stets pünktlich und sicher am Ziel an – diese Leistung hat sich Gold verdient.


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