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02.07.2010

Doping? Aufregung vor Ironman in Kärnten

Am Sonntag findet am Kärntner Wörthersee zum fünften Mal der Ironman Austria statt. Die 2700 Teilnehmer brauchen eine gute Kondition: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer laufen stehen auf dem Programm. Zwei Tage vor dem Sportevent herrscht Aufregung: Die Anti-Dopingbehörde hat ein Verfahren gegen Österreichs Topathleten Michael Weiss eingeleitet.

Weiss hatte im Mai als erster Österreicher überhaupt einen Ironman-Bewerb in den USA gewonnen. Auch am Wörthersee hatte sich der Niederösterreicher gute Chancen auf einen Spitzenplatz ausgerechnet - bis die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA ein Verfahren gegen den Athleten einleitete.

Zwei Tage vor Beginn des Events ist noch unklar, ob Weiss starten darf. Die Organisatoren versuchen, vor Gericht eine einstweilige Verfügung zu erwirken, um die Teilnahme des Triathleten am Bewerb doch noch zu ermöglichen.

Veranstalter wütend
Ironman-Austria-Veranstalter Stefan Petschnig von der Agentur Triangle reagierte wütend:
"Die NADA hätte das ganze Jahr Zeit gehabt, gegen Weiss zu ermitteln, jetzt geht man just im Sog der Medien vor dem Ironman Austria in die Presse. Das nenne ich eine 'VerNADArung'. Man sitzt solange im Sessel, bis die Veranstaltung kommt", sagte er dem ORF.

Weiss angeblich Humanplasma-Kunde

Die Vorwürfe gegen Weiss datieren bereits aus dem Jahr 2005. Laut NADA habe sich Weiss damals beim umstrittenen Unternehmen Humanplasma in Wien mindestens drei Mal Blut für Doping-Zwecke abnehmen lassen. Der Triathlet hat die Vorwürfe stes bestritten.

Spektakel Ironman
Aber zurück zum Sportlichen: Der Ironman Austria hat sich seit 2006 in Kärnten etabliert. Kommenden Sonntag starten 2700 Profi- und Hobbysportler am Metnitzstrand in den Bewerb. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und ein Marathon über 42 Kilometer stehen auf dem Programm.

Weltrekordversuch

Der Deutsche Christoph Wandratsch will über die Schwimmdistanz den Weltrekord von 41,26 Minuten unterbieten. Als Topfavorit für den Gesamtsieg gilt der Niederländer Marino Vanhoenacker, der sich schon in den vergangenen Jahren zu Österreichs Eisenmann gemacht hat.

Auch Prominente wie SP-Landesrat Peter Kaiser, Ö3-Moderatorin Elke Lichtenegger oder Ironman-Veranstalter Stefan Petschnig werden antreten - allerdings nur in einzelnen Disziplinen.

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