Sommersport

Ende für Tennisturnier in Kitzbühel

Pete Sampras, Goran Ivanišević, Thomas Muster oder Juan Martin del Potro - sie alle haben das ATP-Tennisturnier in Kitzbühel bereits gewonnen. Doch die Stars der Vergangenheit nützen der Institution nichts in der Gegenwart. Die ATP hat Kitzbühel für kommendes Jahr aus dem Turnier-Kalender genommen - eine Rückkehr im Jahr 2011 gilt als unwahrscheinlich.

Fehlende Zusagen der Stadt

Nach 32 Jahren heißt es damit Abschied nehmen. Mitgrund für den Abschied des Spitzentennis aus Kitzbühel war eine von der Stadtpolitik mehrmals versäumte Frist zur Unterschrift unter den Stadionnützungsvertrag.

Im September noch schienen die Verhandlungen zwischen den Veranstaltern und der Stadt zu einem positiven Abschluss gekommen zu sein. Vertragsänderungen und neue Forderungen seitens der Stadt und des Tourismusverbands führten aber dazu, dass der Vertrag nie besiegelt wurde.

Die ATP suchte daraufhin nach Alternativen - und wurde in Frankreich fündig. Das Turnier wird künftig in der Mittelmeermetropole Nizza stattfinden.

Ärger bei Leitgeb

"Schade für das österreichische Tennis, dass die Stadt Kitzbühel und der Tourismusverband sich nicht der Bedeutung dieser Veranstaltung bewusst waren. Gerade durch den Förderclub haben wir große Unterstützung und Begeisterung bei der Hotelerie verspürt", sagt der verärgerte Turnierdirektor Ronald Leitgeb.

"Mit den Erfolgen von Jürgen Melzer und Daniel Köllerer wäre auch 2010 wieder mit großer Publikumsbegeisterung zu rechnen gewesen."

Der ehemalige Trainer von Thomas Muster hatte bis zuletzt für den Weiterverbleib gekämpft und den finanziellen Verlust der Veranstaltung heuer persönlich abgedeckt.


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