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51,852 Kilometer

Matthias Brändle holt den Stunden-Weltrekord

Matthias Brändle

Matthias Brändle

Matthias Brändle hat den Weltrekord nach Österreich geholt! Der Vorarlberger stellte eine neue Bestmarke über eine Stunde auf der Bahnrad-Bahn in Aigle in der Schweiz auf. Der 24-Jährige Zeitfahr-Spezialist fuhr in 60 Minuten 51,852 Kilometer.

Der Vorarlberger Matthias Brändle hat sich auf der Schweizer Bahnrad-Bahn in Aigle dem Kampf gegen die Uhr gestellt. Der dreimale österreichische Meister im Zeitfahren hatte sich 52 Kilometer als Ziel gesetzt. Den Rekord hatte der 43-jährige Jens Voigt erst vor wenigen Wochen auf 51,115 Kilometer in 60 Minuten aufgestellt.

Mit einem speziellen Rennrad, das eine Übersetzung von 2,20 Meter pro voller Kurbelumdrehung aufweißt, jagte der Vorarlberger den Stunden-Weltrekord, mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 52 km/h. Bei Halbzeit des Rennens hatte der 24-Jährige auf der kurzen 200 Meter-Bahn in Aigle bereits 55 Sekunden Vorsprung. Obwohl der Vorarlberger mit Vortdauer des Rennens langsamer wurde, wuchs der Vorsprung nach einer Dreiviertelstunde auf 70 Minuten.

Neuer Rekord trotz Rückfall
Von seinem großen Vorsprung büßte Matthias Brändle in der letzten Viertelstunde einiges an Zeit ein. In den Vorbereitungen war der Vorarlberger zu Testzwecken längstens 45 Minuten gefahren. Die letzten Runden gingen dem Vorarlberger gehörig in die Beine. Bis zum Schluss schrumpfte der Zeitvorsprung noch, reichte aber deutlich für eine neue Bestmarke von knapp 51,852 Kilometer.

""Ich fühle mich großartig. Das Rennen war hart, aber es war großartig, wieviele Fans mich hier unterstützt haben. Ich hatte eine kleine Schwächephase in der Mitte des Rennens. Dann waren aber wieder ein paar bessere Runden dabei. Nach 30 Minuten war ich mir relativ sicher, dass ich es schaffen werde, dann ist aber meine Schwäche gekommen. Wenn jeder Pedalschlag schwerer wird, ist es richtig hart", so der neue Weltrekordler.

Wie lange der Vorarlberger als schnellster Radfahrer der Welt gilt, ist noch ungewiss. Für 2015 haben Rad-Größen wie Tony Martin und Bradley Wiggins Versuche über eine Stunde angekündigt.

Voigt nahm Rekord-Verlust gelassen
Der Deutsche Jens Voigt erlebte den Verlust des Stunden-Weltrekords daheim bei den Halloween-Vorbereitungen. So richtig schocken konnte den Rad-Altmeister die Traumfahrt seines 19 Jahre jüngeren Kollegen Matthias Brändle aber nicht. "Es schmerzt ein bisschen, den Rekord zu verlieren, aber das ist normal. Ich hatte niemals die Illusion, den Rekord für immer zu halten", schrieb Voigt auf Twitter.
  Gleichzeitig gratulierte er dem 24-jährigen Vorarlberger zur neuen Bestmarke: "Hut ab, Matthias. Das war eine starke Vorstellung." 

Der Steckbrief von Matthias Brändle auf der zweiten Seite
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