Vierter Platz Sportmix

Rogan schwimmt an Medaille vorbei

Rogan schwimmt an Medaille vorbei

Rogan landete auf Platz Vier (© ADAM CIERESZKO (www.picturedesk.com))

Markus Rogan
Rogan landete auf Platz Vier
Einer der wenigen EM-Endläufe in der Schwimm-Geschichte mit zwei Österreichern hat in Stettin über 400 m Lagen ohne Medaillengewinn für das ÖSV-Team geendet.

Markus Rogan markierte bei den Kurzbahn-Titelkämpfen in 4:05,81 Minuten persönliche Bestzeit und wurde Vierter. Dinko Jukic schlug als Sechster an. Laszlo Cseh und David Verraszto feierten den erwarteten ungarischen Doppelsieg. Im Finale über 50 m Delfin belegte Fabienne Nadarajah den neunten Rang.

"Das ist meine fünfte Bestzeit in 33 Tagen", meinte Rogan überhaupt nicht unzufrieden über "Blech". "Ich weiß nicht, ob ich das schon jemals gehabt habe." Im Grunde waren es 35 Tage, aber das macht keinen Unterschied. Anfang November war Rogans Topmarke über diese Strecke noch eine 4:12 gewesen, davon knabberte er nach und nach Sekunde um Sekunde ab. Zuletzt war Rogan beim Tokio-Weltcup auf 4:06,84 gekommen. "Platz vier ist daher schon okay, für Olympia muss ich aber noch trainieren."

Zu Beginn des Rennens war der 29-Jährige traditionell bei Lagenrennen zurückgelegen. Als Achter ging er aus der Delfinlage heraus, auf den da zweitplatzierten Jukic hatte er schon einen Rückstand von 1,77 Sekunden aufgerissen. Schon nach der Rückenlage war Rogan aber Vierter, doch noch immer 1,35 hinter dem da drittplatzierten Jukic. Auf der Brustlage allerdings avancierte Rogan zu der ersten OSV-Medaillenhoffnung, 1,1 Sekunden lag er vor dem Kraul-Teil unmittelbar vor seinem Landsmann auf Rang vier.

Doch hinter den in 4:01,68 bzw. 4:03,03 anschlagenden Cseh und Verraszto hatte der Israeli Gal Nevo wie schon über 200 m Lagen am Vortag die größeren Reserven. Er sicherte sich in 4:04,49 Bronze. Platz fünf verpasste Jukic schließlich um 5/100 Sekunden. "2:07 ist okay, eine Durchschnittsleistung", sagte der 22-Jährige. "Ich muss noch viel mehr an meiner Brustlage arbeiten." Cseh holte übrigens in Stettin sein zweites 200-m/400-m-Double nach 2007 in Debrecen sowie inklusive Langbahn sein schon 19. EM-Titel.

Aus österreichischer Sicht auch interessant, dass das vor zwei Wochen beim Wiener Neustädter Ströck-Qualifying nicht zustande gekommene Duell von Rogan mit Jukic über 400 m Lagen nun mit der klar besseren Zeit Rogans geendet hat. Dabei ist der gerade ernsthaft auf diese Strecke gewechselt. Die bessere Marke in dieser Saison hat aber Jukic stehen, er war Anfang Oktober beim Dubai-Weltcup auf 4:05,65 gekommen. "Mit ein bisschen Kurzbahn-Training jetzt hätte ich diese Leistung auch jetzt erbracht", meinte er.

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