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02.07.2012
Nun gegen Asarenka
Jawohl! Paszek im Wimbledon-Viertelfinale
Tamira Paszek verteilt Küsschen an ihre Fans (© Reuters)
Tamira Paszek fegte am Montag im Wimbledon-Achtelfinale Roberta Vinci vom Platz. Sie besiegte die Italienerin in nur 57 Minuten mit 6:2,6:2. Damit setzte sie ihren Erfolgslauf auf dem "heiligen Rasen" fort und steht wie schon im Vorjahr im Viertelfinale des Grand-Slam-Turniers.
Nach den zwei bitteren Erstrundenniederlagen bei den Wimbledon-Vorbereitungsturnieren in Nottingham und Birmingham im Juni ist das Balsam auf die Wunden der 21-Jährigen, die in England nun wieder groß aufspielt.
Beeindruckendes Spiel gegen Vinci
Die Art und Weise wie Paszek auf Court 12 von Beginn weg das Spiel gegen Vinci dominierte, war beeindruckend. Es war übrigens jener Platz, auf dem sie im Vorjahr Francesca Schiavone in der dritten Runde nach insgesamt 3:41 Stunden mit 11:9 im dritten Satz förmlich niedergerungen hatte. Etwas mehr als ein Jahr später war von einem Kampf keine Rede. Die einzige Gemeinsamkeit war die Nationalität ihrer Gegnerin: Doppel-French-Open-Siegerin Vinci stammt wie Schiavone aus Italien.
Tamira Paszek ist derzeit in Topform und landet trotz Verrenkungen gute Schläge (© Toby Melville/Reuters)
Im zweiten Durchgang ließ sich Paszek von einem Serviceverlust zum 2:2, also dem Rebreak von Vinci, auch nicht aus der Ruhe bringen und ließ der Weltranglisten-23. in der Folge gar kein Game mehr. Nach etwas mehr als einer Stunde riss Paszek beide Arme in die Höhe und bedankte sich beim Publikum. "So macht das Spaß!", schrie sie lachend in Richtung Manager und ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb.
Schreibt Paszek jetzt Geschichte?
Die 21-jährige Vorarlbergerin könnte am Dienstag mit einer Fortsetzung ihres Sensationslaufs gegen Wiktoria Asarenka (BLR-2) gar für das erste Damen-Einzel-Semifinale mit Österreich-Beteiligung bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt sorgen. Asarenka fertigte Ana Ivanovic 6:1,6:0 ab.
Mit dem zweiten Major-Viertelfinale bei vier Achtelfinal-Teilnahmen hat Paszek mit Judith Wiesner gleichgezogen, die 1996 in Wimbledon und bei den US Open zweimal die Runde der letzten acht erreicht hatte. Ein Halbfinale wäre im rot-weiß-roten Damen-Tennis ein Novum, bei den Herren haben dieses Kunststück nur Thomas Muster (vier Mal) und Jürgen Melzer 2010 mit dem Halbfinale bei den French Open geschafft.
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