Vier Jahre nach Anschlag

19. April 2017 10:18; Akt: 19.04.2017 11:51 Print

Boston-Marathon: Adidas schockt mit Ekel-Mail

Adidas schickte nach dem Boston-Marathon eine Mail an alle Finisher mit dem Betreff: "Glückwunsch, Sie haben den Boston Marathon überlebt."

Der Boston Marathon 2017 brachte jede Menge strahlende Sieger. Doch die Erinnerungen an den Anschlag 2013 waren allgegenwärtig - nur bei Adidas nicht.  (Bild: Reuters)

Der Boston Marathon 2017 brachte jede Menge strahlende Sieger. Doch die Erinnerungen an den Anschlag 2013 waren allgegenwärtig - nur bei Adidas nicht. (Bild: Reuters)

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Die Erinnerungen an den Boston-Marathon ist für Menschen quer über den Globus noch immer lebendig. Am 15. April 2013 zündeten zwei Attentäter im Zielraum selbst gebaute Bomben, drei Menschen wurden getötet, 264 weitere zum Teil schwer verletzt.

Beim Sportartikel-Riesen Adidas scheint sich aber niemand mehr an diesen schwarzen Tag in der Geschichte des Sports zu erinnern. Anders lässt sich die geschmacklose Mail, die der Konzern in diesem Jahre an alle Finisher geschickt hat, nicht erklären.

Adidas gratuliert zum "Überleben des Boston-Marathons"

Der Konzern schrieb in der Betreff-Zeile: "Glückwunsch, Sie haben den Boston-Marathon überlebt". Ein Fauxpass, der bei vielen Teilnehmern gar nicht gut ankam. In den sozialen Medien drückten sie ihr Entsetzen aus, ein veritabler Shitstorm für Adidas war die wenig überraschende Folge.

Kein Wunder, dass schnell eine Entschuldigung des Unternehmens folgte. "Es tut uns unglaublich leid", schreibt Adidas auf Twitter. "Wir haben eindeutig nicht genug über die unsensible E-Mail-Betreffzeile nachgedacht."


(Heute Sport)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • fuhrinat am 19.04.2017 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Boston Marathon

    Makaber, hätte sich Adidas sparen können

  • Reinhold S am 01.05.2017 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Blockwartdenken

    Wann werden endlich die ersten so weit sein und sich nicht für etwas entschuldigen, was nicht beabsichtigt war. Weshalb sich für "Skandale" entschuldigen, die von anderen konstruiert wurden. Oder glaubt wirklich wer ernsthaft, dass sich das "Überleben" des Boston-Marathon auf ein früheres Attentat bezog? Das Verhalten jener, die glauben jedem Fehlverhalten auf der Spur sein zu müssen, hat etwas mit der Blockwartmentalität zu tun, die man bei uns schon überwunden glaubte.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Reinhold S am 01.05.2017 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Blockwartdenken

    Wann werden endlich die ersten so weit sein und sich nicht für etwas entschuldigen, was nicht beabsichtigt war. Weshalb sich für "Skandale" entschuldigen, die von anderen konstruiert wurden. Oder glaubt wirklich wer ernsthaft, dass sich das "Überleben" des Boston-Marathon auf ein früheres Attentat bezog? Das Verhalten jener, die glauben jedem Fehlverhalten auf der Spur sein zu müssen, hat etwas mit der Blockwartmentalität zu tun, die man bei uns schon überwunden glaubte.

  • fuhrinat am 19.04.2017 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Boston Marathon

    Makaber, hätte sich Adidas sparen können