"Zeit auf die Straße zu gehen"

07. Januar 2018 10:42; Akt: 07.01.2018 10:48 Print

Boris Becker schießt nach Eklat scharf zurück

Boris Becker ruft nach der Attacke gegen seinen Sohn zum Kampf gegen den Rassismus auf. "Es ist Zeit aufzustehen und auf die Straße zu gehen."

Boris Becker mit seinen Jungs. (Bild: Photo Press Service)

Boris Becker mit seinen Jungs. (Bild: Photo Press Service)

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"Dem kleinen Halbneger scheint einfach zu wenig Beachtung geschenkt worden zu sein, anders lässt sich sein Verhalten nicht erklären."
Über den Twitter-Account des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier war in der vergangenen Woche in Richtung Noah Becker, dem Sohn von Tennis-Ikone Boris Becker, dieser Satz gepostet worden. Der Kommentar wurde später gelöscht.


Wer hat den rassistischen Tweet verfasst?

Nach Angaben Maiers hatte nicht er selbst, sondern ein Mitarbeiter die Zeilen verfasst. Der Kommentar hatte sich auf ein Interview von Noah Becker bezogen. In diesem hatte er erklärt, Berlin sei im Vergleich zu London oder Paris eine "weiße Stadt", er selbst sei wegen seiner braunen Hautfarbe attackiert worden.

Becker: "Es ist Zeit, auf die Straße zu gehen"

Boris Becker ruft nach den Beschimpfungen aus den Reihen der rechtspopulistischen Partei AfD (Alternative für Deutschland) jetzt gegen seinen Sohn Noah zum Kampf gegen Rassismus auf. In einem Gastbeitrag für die "Welt am Sonntag" schrieb der deutsche Ex-Tennis-Star deutliche Worte: "Es ist Zeit, aufzustehen, den Finger zu heben und auf die Straße zu gehen. Hier und auf der ganzen Welt."

"Bei diesem Thema gibt es keine Grauzone"

Rassismus dürfe einfach nicht länger hingenommen werden. Niemand werde bestraft, niemand müsse büßen, und am Ende werde das Thema totgeschwiegen. "Damit muss endlich Schluss sein! Bei diesem Thema gibt es keine Grauzone. Wir haben doch nun wirklich aus unserer Vergangenheit gelernt."

Sohn Noah "ziemlich hart getroffen"

Boris Becker schrieb im Gastbeitrag weiter, er zweifle, dass Mitarbeiter von AfD-Politiker Maier den rassistischen Tweet abgesetzt hätten. "Das tun sie bei der AfD doch immer, das ist ihre Masche. Irgendetwas in die Welt setzen und sich dann davon distanzieren." Der AfD-Politiker wisse genau, was er tue, schreibt Becker. Seinen Sohn habe das Ganze "schon ziemlich hart getroffen". Er sei aber erstaunt gewesen, wie aufgeräumt er auf eine solche Aussage reagiert habe. "Da hat er mir in seinen jungen Jahren einiges voraus, ich bin bei diesem Thema deutlich emotionaler."


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(Heute Sport)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex am 07.01.2018 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Versager

    Der Boris braucht nicht auf die Straße gehen bald wohnt er dort ;-)

  • Thomas am 07.01.2018 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    Zeit für Gerechtigkeit

    Der ist ja lustig , über Millionen verschuldet ... Insolvenz ... keinen Cent muss der Herr Becker zurück bezahlen. Einen gefälschten Schläger verkauft er im TV. Was für ein Scharlatan.

  • Tine am 07.01.2018 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Pleitegeier

    Hakbweiser wäre besser!? Der Becker braucht Geld und ohne Medienpräsenz bekäme er Depressionen!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gudrun am 08.01.2018 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Ob Becker auf die Straße geht oder nicht, das interessiert wohl keinen. Es wird immer Leute geben die anderer Meinung sind, und das ist auch gut so. Wir haben Meinungsfreiheit... Und die soll auch bleiben. Wenn er mit Kritik nicht umgehen kann, tut es mir leid. Unsere Kinder werden auch beleidigt, mir fällt nicht ein auf die Straße zu gehen.! Auf die Straße gehen nur solche Leute die Zeit haben, während die anderen brav ARBEITENlg an alle

  • Bernd am 08.01.2018 06:37 Report Diesen Beitrag melden

    Doppelmoral

    becker bekommt ja nichtmal eine deutsche frau darum muss er immer auf so pigmentierte zurückgreifen , von rassismus reden aber einen halbpigmentierten dazu verwenden , geld für seine schulden aufzutreiben , wäre dann was ??? politisch korrekt ???

  • Joseph am 07.01.2018 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Becker, Schweiger, andere Asis

    Es scheint, als ob der BEcker zu wenig Aufmerksamkeit bekommt; Was will einer, der Deutschland dem Rücken gekehrt hat, sich aufpuddln? Er soll lieber der Wahrheit ins GEsicht blicken, und die ist, das sei Bua a Rotzpiepn ist; bzw. Beckers Erziehung kläglich versagt hat; so wie halt sein Leben außerhalb von Tennis

  • Fritz Trözter am 07.01.2018 16:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldnot

    Wo ist das Problem? Der Tweed war zwar nicht charmant aber sachlich richtig. Und Herr Becker braucht offenbar Geld für seine Pleiten. Er verkauft, natürlich aus Versehen, gefälschte Schläger schon im Fernsehen. Und zur rassistischen Beleidigung einer ganzen Stadt durch seinen Sohn kein Wort. Die nicht vorhandene Erziehung des Sohnes konnte man ja im Fernsehen betrachten.

  • Sonja am 07.01.2018 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Dieser Hr. Becker will nur in den Medien sein. Wieviele Kinder in Deutschland oder Österreich leben mit der gleichen Hautfarbe wie sein Sohn. Die müssen wahrscheinlich täglich mit Beschimpfungen umgehen und es Berichtet niemand darüber. Ausserdem haben die Becker Kinder Rechte und nirmal sterbliche keine.