Letztes Finale

01. Januar 2018 22:43; Akt: 02.01.2018 08:13 Print

Darts-WM: Elektriker dreht "The Power" den Strom ab

Ende einer großen Darts-Karriere! Legende Phil "The Power" Taylor verlor das WM-Finale gegen den gelernten Elektriker Rob Cross mit 2:7.

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Farbenfroh, hochkonzentriert, nicht immer ganz austrainiert, aber auf jeden Fall optisch spektakulär - so zeigen sich die Darts-Profis gerne. "Heute" zeigt die beste Pfeilakrobaten der Welt in der Bildstrecke. Das ist Peter Wright. Der Schotte fällt nicht nur mit seinem Können, sondern vor allem auch mit seiner Frisur und dem Schlangen-Tattoo optisch auf. Sein Spitzname: "Snakebite". Der Titelverteidiger und die aktuelle Weltnummer 1 der Welt: Der niederländische Glatzenträger . Spitzname: Mighty Mike Der Australier präsentiert ein Hemd, das seinesgleichen sucht, und auch seine Tattoos auf dem rechten Unterarm sind gut zu sehen. Ach ja, Glatze hat er auch noch. Spitzname: "The Original". Der 50-jährige ist einer der Stars der Szene. Der Niederländer hat in den vergangenen Jahren einige Kilos verloren. Spitzname: "Barney". Gehen wir eine Gewichtsklasse höher: Das ist der Schotte. Er wird "Highlander" genannt. Ja, auch ein Japaner ist auf der Profi-Tour unterwegs: . Spitzname: "The Ninja". Der Engländer ist zwar kein Maler, trägt aber immerhin ein farbenfrohes Shirt und zeigt auch Tattoos. Die Fans nennen ihn "The Artist". Wow, was für Muckis hat denn ? Und der ist Darts-Spieler? Ja. Aber der Waliser war früher auch Rugbyspieler, daher die stählernen Muskeln. Spitzname: "The Iceman". Der US-Amerikaner ist wohl das Schwergewicht der Darts-Profis. ist zweifacher Weltmeister - und er mag bunte Hemden. Spitzname: "Jackpot". ist Österreichs Beitrag in der Darts-Weltelite. Der gebürtige Serbe wohnt in Wien und ist den Fans als "The Gentle" bekannt.

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Phil Taylor beendet seine Darts-Karriere! Im WM-Finale im legendären "Ally Pally" in London stand der 57-Jährige zum letzten Mal im Profi-Zirkus an der Scheibe – und ging gegen Rob Cross mit 2:7 unter. Die Fans feierten die Darts-Ikone trotz der Niederlage gegen den gelernten Elektriker noch lange nach dem Finale mit enthusiastischen Gesängen.

Legende gegen Newcomer

Taylor bleibt damit der 17. WM-Titel verwehrt. Die Karriere-Bilanz des 29-fachen WM-Teilnehmers ist dennoch beeindruckend: 85 Major-Titel und 8,6 Millionen € erspieltes Preisgeld. Für Final-Gegner Cross ist esder erste WM-Titel. Der Sieger-Scheck: 450.000 €. Unglaublich: Cross wurde erst 2016 Darts-Profi. Im Februar 2017 bekam "Voltage" erstmals ein Preisgeld ausgezahlt: 280 Euro. Seither erspielte er aber in wenigen Monaten beeindruckende 330.000 Euro.

Rekorde für die Ewigkeit?

Ob Cross jemals den Legenden-Status von Taylor erreicht? "Ich sehe viele Parallelen zu mir", meint Taylor. "Der Mann spielt nicht wegen Geld, sondern weil er gewinnen will." Cross müsste aber auch einige Bestmarken seines britischen Landsmanns knacken. Hier die Übersicht über die 30 spektakulärsten Rekorde von Taylor aus 30 Jahren Darts:

– Gewinner von 216 Profiturnieren
– 13 Jahre lang die Nummer eins der Weltrangliste
– 16-facher Weltmeister
– Sieben WM-Titelverteidigungen in Folge (1995 bis 2002)
– 14 WM-Finale in F0lge (1994 bis 2007)
– Weltmeister 1990 bei seinem Debüt als ungesetzter 1:125-Außenseiter
– Von 1994 bis 2002 in 44 WM-Partien ungeschlagen
– Sieger von vier WM-Endspielen zu Null (1998, 2001, 2002 und 2006)
– Gewinner von 84 Major-Titeln
– Finalteilnehmer bei 101 Major-Turnieren

– Karrierepreisgeld von 7,645 Millionen Pfund
– Erster Darts-Profi, der in einer Saison mehr als eine Million Pfund Preisgeld gewann
– 22 Neundarter
– Elf Neundarter live im TV
– Rekordsieger bei allen traditionellen Major-Turnieren, darunter die Weltmeisterschaft (16), die Europameisterschaft (4), das World Matchplay (16), der World Grand Prix (11), die UK Open (5), der World Cup of Darts (4), die Premier League (6) und die Players Championship Finals (3)
– Einziger Dartsspieler, der es bei der Wahl zu Großbritanniens Sportler des Jahres auf Platz zwei schaffte (2010)
– Hat gegen keinen anderen Profi eine negative Matchbilanz
– Hielt 2010 zeitgleich sieben der damals acht Major-Titel –– Nur die Players Championship Finals fehlten ihm
– Verlor in den ersten drei Jahren nach der Gründung kein einziges seiner 38 Premier-League-Spiele (2005 bis 2007)

– Sechsmaliger Spieler des Jahres bei der PDC (Professional Darts Corporation)
– Räumte in zwei aufeinanderfolgenden Jahren als PDC Spieler des Jahres, Fanliebling des Jahres und PDPA-Spieler des Jahres alle relevanten Ehrungen ab (2008 und 2009)
– Blieb in 38 aufeinanderfolgenden Matches beim World Matchplay ungeschlagen (2007 bis 2015)
– Hält seit Januar 1995 immer mindestens einen Major-Titel
– 28 WM-Teilnahmen in Folge
– Triumphierte in allen seinen elf World Grand Prix Finals
– Gewann 51 seiner ersten 54 Major-Finals
– Triumphator bei 14 der 18 wichtigsten Turniere bei deren erster Austragung. Taylor ist Premierensieger des World Grand Prix (1994), des Las Vegas Desert Classic (2002), der UK Open (2003), dem Masters of Darts (2005), den US Open (2006), dem Grand Slam of Darts (2007), der Profi-Europameisterschaft (2008), den Players Championship Finals (2009), sowie in der Premier League (2005), in der Championship League (2008) und auch der Champions League (2016)
– Jubelte als erster Spieler über zwei Neundarter während eines Matches (2010)
– Schaffte als erster einen zweiten im TV übertragenen Neundarter
– Höchster jemals erzielter EM-Turnieraverage (111,59 Punkte, 2009)


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