Marion Reiff erzählt

16. Juli 2012 21:15; Akt: 17.07.2012 16:53 Print

Extremsportart Cliff Diving

Absprung aus 27 Metern Höhe, 85 km/h Fluggeschwindigkeit, brutaler Aufprall: Cliff Diving zählt zu den härtesten Sportarten der Welt, fasziniert Zuschauer und Athleten - und Marion Reiff. Die Ex-Weltklassespringerin aus Österreich ist Punkterichterin bei der Red-Bull-Serie. Im Heute-Talk spricht sie über Faszination, Gefahren und warum sie selbst nie springen würde.

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Absprung aus 27 Metern Höhe, 85 km/h Fluggeschwindigkeit, brutaler Aufprall: Cliff Diving zählt zu den härtesten Sportarten der Welt, fasziniert Zuschauer und Athleten – und Marion Reiff. Die Ex-Weltklassespringerin aus Österreich ist Punkterichterin bei der Red-Bull-Serie. Im Heute-Talk spricht sie über Faszination, Gefahren und warum sie selbst nie springen würde.

"Höhe, Akrobatik, Risiko – Cliff Diving ist einer der gefährlichsten Sportarten der Welt, die Athleten sind Helden", sagt Reiff. Die 33-jährige Wienerin zählt zu Österreichs erfolgreichsten Wasserspringerinnen aller Zeiten. Mit Anja Richter holte sie 1997 EM-Bronze, bei Olympia 2000 Rang vier. Ein Sprung über die Klippe ist für sie dennoch ausgeschlossen. "Dazu bin ich körperlich nicht mehr in der Lage", lacht die zweifache Mama.

"Abgesehen davon: die Belastungen für den Körper sind bei dieser Höhe enorm. Für Männer machbar, nicht für Frauen. Sprünge aus 18 Metern sind das Maximum." Reiff beendete ihre Karriere 2006, arbeitet heute als Pilates-Trainerin. Im Vorjahr stieß sie zu den Klippenspringern ("Der Sport hat mir gefehlt") – erst als Co-Kommentatorin, heuer als Punkterichterin. "Bewertet werden Absprung, Flugphase und Eintauchen", erklärt sie. Vor allem das Eintauchen ist heikel.

Nach einem 85-km/h-Flug aus fast 30 Metern Höhe wirken auf die Athleten die neunfachen Kräfte eines Sprungs von einem Zehn-Meter-Turm. "Da kann immer etwas schief gehen", sagt Reiff. Der Franzose Hassan Mouti erlitt vor einem Jahr einen Lungenriss, jetzt springt er wieder. Leichtsinn?

"Nein", sagt Reiff. "Die Athleten sind top trainiert, wägen das Risiko genau ab. Und sie bereiten sich gut vor. Einige tragen zum Schutz drei Badehosen." Am kommenden Wochenende steigt auf den Azoren (Por) der dritte von sieben Saisonbewerben. Auf die Sportler warten bis zu 40.000  Preisgeld pro Jahr. "Schmerzensgeld", sagt Reiff.

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