"Rafa" beeindruckt

14. Mai 2017 21:15; Akt: 14.05.2017 21:51 Print

So ist Thiem der große Rivale von Nadal in Paris

Duell auf Augenhöhe! Im Finale von Madrid forderte Tennis-Ass Dominic Thiem Sieger Rafael Nadal alles ab und untermauerte den Anspruch auf die Nachfolge des "Sandplatz-Königs".

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War das Finale in Madrid schon der erste Teil der Machtübergabe im Sandplatz-Tennis? "König" Rafael Nadal musste gegen Dominic Thiem ans Limit gehen, um in der spanischen Hauptstadt den 30. Masters-1000-Titel zu fixieren. Entsprechend groß war das Lob des 30-Jährigen für Thiem nach dem Endspiel: "Das ist eines der wichtigsten Turniere des Jahres. Man muss erst einmal Großartiges leisten, um in ein Finale zu kommen. Du wirst eine ganz tolle Saison spielen." Bereits kommende Woche könnte es in Rom zum dritten Duell in drei Wochen kommen – und in Paris kann Thiem zum Stolperstein auf Nadals historischer Mission werden.

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Zehnter Titel im "Wohnzimmer"?

Nadal will bei den French Open Ende Mai seinen zehnten Titel holen. Die Voraussetzungen für den Auftritt in seinem "Wohnzimmer" könnten kaum besser sein: 2017 ist Nadal auf Sand unbesiegt. Matchbilanz: 15:0. Doch der Auftritt von Thiem lässt ihn grübeln. Immerhin war er in Madrid 2:17 Stunden voll gefordert, musste sich im ersten Satz nach einem Break zurückkämpfen, hatte am Ende im Tie-Break nur knapp das bessere Ende für sich. Thiems Kampfgeist (drei Matchbälle abgewehrt) beeindruckte Nadal zutiefst: "Du wirst noch viele Endspiele gewinnen", prophezeit er dem Niederösterreicher eine große Zukunft.

Thiem gibt sich bescheiden

Fest steht: Thiem hat große Lust auf seinen ersten Grand-Slam-Titel und Nachfolge des "Sandplatzkönigs" – auch wenn er sich noch in Bescheidenheit übt: "Danke Rafa für diesen großartigen Kampf. Es war ein schönes Match. Das Turnier war ein Highlight für mich in dieser Saison." Nachsatz: "Ich hoffe, dass es für mich so weitergehen wird." Der Auftritt in Madrid hat sich für Thiem in jedem Fall gelohnt: 511.740 Euro Preisgeld, 600 Punkte für die Weltrangliste. Mit Platz sieben stellt der 23-Jährige seine Karriere-Bestmarke ein. Mit einer guten Leistung in Rom kann er sein Ranking vor Paris noch weiter verbessern.

(gr)

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