Fahrlässige Körperverletzung? Wintersport

Anzeige gegen Autolenkerin nach Hirscher-Crash

Mit einem Schock, leichten Prellungen, aber ohne gröbere Verletzungen hat am Montag eine Autofahrt zu einem geplanten Medientermin in Schladming für Marcel Hirscher in Abtenau geendet.

Jene Autolenkerin, die den Unfall verschuldet haben soll, wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung angezeigt, berichtete das ORF-Radio Ö3 am Dienstagabend. Die Frau sei zuvor von der Polizei zum Unfallhergang einvernommen worden, hieß es weiter.

Am Audi R8 des alpinen Ski-Gesamtweltcupsiegers entstand bei dem Unfall infolge eines Ausweichmanövers Totalschaden.

+++ Marcel Hirscher im Portrait +++

Laut Polizei war Hirscher um 12.20 Uhr mit seinem Wagen im Salzburger Tennengau auf der B162 von Abtenau Richtung Annaberg unterwegs, als er aufgrund eines entgegenkommenden Fahrzeugs ausweichen musste. Dabei kam das Auto von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Laut Information des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) konnte Hirscher "mit einem Ausweichmanöver in letzter Sekunde gerade noch einen Frontalzusammenstoß vermeiden".

"Zu schnell"
Augenzeugen sahen den Unfallhergang anders als der 23-Jährige: Er sei viel zu schnell unterwegs gewesen, und verlor nach einer Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug. "Stimmt nicht", sagt sein Manager. "Marcel hat im anderen Wagen eine Mutter mit ihrem Kind erkannt und vermied einen Zusammenprall". Jene Autolenkerin, die den Unfall verschuldet haben soll, wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung angezeigt, berichtete Ö3 am Dienstagabend. Die Frau sei zuvor von der Polizei zum Unfallhergang einvernommen worden, hieß es weiter.

Hirscher wurde in die Unfallchirurgie der Salzburger Landesklinik gebracht. "Er hat Prellungen im Bereich der Halswirbelsäule, am Kopf und an der Hand erlitten", sagte Oberarzt Andreas Hartmann, der Hirscher untersucht hatte. Den Verletzungsgrad bezeichnete der Mediziner als leicht. Der Sportler müsse sich in den nächsten Tagen schonen, ansonsten seien aber vorerst keine weiteren Behandlungen nötig, meinte Hartmann.

Hirscher gab über Facebook Entwarnung
"Ich bin froh, dass ich so reagiert und keinen Frontalunfall riskiert habe. Ich habe so zwar einen Baum erwischt, aber für mich war das die klügere Entscheidung", schilderte Hirscher den Vorfall. "Gott sei Dank ist nichts passiert. Es tut überall ein bisschen weh, aber es ist abgesehen von ein paar Prellungen und Kopfweh nichts Grobes. Unter diesen Umständen also fast gar nichts", wird der Gewinner von zwölf Weltcuprennen in einer ÖSV-Aussendung zitiert. Auf Facebook hatte er vorher gepostet: "Puh...1 Million Schutzengel...mir geht's gut, macht's euch keine Sorgen."

Am Dienstag wird Hirscher noch einmal telefonisch Kontakt mit dem Krankenhaus aufnehmen. Sind bis dahin keine zusätzlichen Beschwerden aufgetreten, sei die Sache aus medizinischer Sicht erledigt, erklärte der Oberarzt.



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