Skifliegen am Kulm Wintersport

Reißverschluss kostet "Schlieri" Sieg

Reißverschluss kostet "Schlieri" Sieg

Schlierenzauer: "Das Leben geht weiter, zumindest waren die Sprünge gut" (© AFP)

Gregor Schlierenzauer
Schlierenzauer: "Das Leben geht weiter, zumindest waren die Sprünge gut"
Anzug defekt! Superadler beim Skifliegen am Kulm disqualifiziert. Morgenstern verhindert mit Rängen zwei und vier eine Blamage.

Skifliegen am Kulm

Gregor Schlierenzauer am Kulm
Es war nicht der Tag des Gregor Schlierenzauer ...
Der Superadler als Pechvogel! Gregor Schlierenzauer wurde beim Skifliegen am Kulm vor 30.000 Zuschauern als Sieger disqualifiziert. Der Grund: Sein Anzug war nicht regelkonform. Was war passiert? Als "Schlieri" die Latten für die Entscheidung anschnallte, riss der Reißverschluss seines Sprunganzugs. "Das Schlimmste, was passieren kann", gestand der nach dem ersten Flug zweitplatzierte Tiroler. In einer Blitzaktion flickte er – unterstützt von einigen Helfern –  mit Sicherheitsnadel und Klebeband das defekte Material. "Das Zeitfenster hätte nicht gereicht, um einen anderen Anzug zu holen." Schlierenzauer behielt die Nerven, segelte auf 186 Meter und löste Anders Bardal (Nor) als Führenden ab.

Dann der Schock: Die FIS disqualifizierte den Champion. "Das Reglement schreibt vor, dass der Anzug geschlossen sein muss. Von da her nutzt alles nichts", nahm der 22-Jährige sein Los zur Kenntnis. "Das Leben geht weiter, der Sprung war ja gut."

Thomas Morgenstern segelte als bester ÖSV-Adler auf Rang vier. Damit stand erstmals seit 1991 (!) bei einem Skifliegen kein Österreicher auf dem Podest.
Besser erging es der rot-weiß-roten Flotte im ersten Bewerb, der am Sonntag-Vormittag in nur einem Durchgang entschieden wurde. Morgenstern belegte hinter Kamil Stoch (Pol) rang zwei, "Schlieri" wurde Siebenter.

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