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16.09.2012

Saisonausfall droht

Keine Einigung über Kollektivvertrag in NHL

Bleiben die Eishockey-Arenen in Nordamerika jetzt längere Zeit leer?

Bleiben die Eishockey-Arenen in Nordamerika jetzt längere Zeit leer? (© Reuters)

Die nordamerikanische Eishockey-Liga (NHL) steht still: In der Nacht auf Sonntag ist die Frist ausgelaufen, innerhalb derer ein neuer Rahmenkollektivvertrag für die NHL-Spieler hätte vereinbart werden sollen. Die Folge ist eine Aussperrung (lockout) der Spieler, darunter auch drei Legionäre aus Österreich. Zwei von ihnen, Thomas Vanek (Buffalo Sabres) und Andreas Nödl (Carolina Hurricanes), sind daran interessiert, während der Aussperrung für österreichische Vereine zu spielen.

NHL-Chef Gary Bettman hatte für Samstag Mitternacht den Beginn des Lockouts angekündigt, sollten sich Vereine und Spielervertreter bis dahin nicht auf einen Rahmenkollektivvertrag einigen. Diese Frist ist ergebnislos verstrichen, es wurde auch keine neue Verhandlungsrunde angesetzt.

Allerdings ist noch etwas Zeit, da die NHL-Saison erst am 11. Oktober beginnt. Noch wagt niemand an eine Wiederholung des Szenarios von vor acht Jahren zu denken, als ein Arbeitskampf die gesamte NHL-Saison 2004/2005 ausfallen ließ. Es handelt sich um den dritten NHL-Lockout seit 1994.

Vereine und Spieler streiten um die Aufteilung der NHL-Einnahmen in Höhe von 3,3 Milliarden Dollar (2,56 Mrd. Euro). Im Vorjahr verzeichnete die NHL Rekordeinnahmen. Die Liga will den Anteil der Spieler am Kuchen von 57 auf 43 Prozent senken, was diese entrüstet zurückwiesen. Ein nachgebesserter Vorschlag sieht einen Spieleranteil von 49 Prozent vor, der bis zum Ende der sechsjährigen Vertragslaufzeit auf 47 Prozent sinken soll. Die Spielergewerkschaft fordert 54,3 bzw. 52,7 Prozent.

Vanek und Nödl bald in EBEL?
Die NHL-Spieler suchten unterdessen schon intensiv nach anderen Betätigungsfeldern. Vanek und Nödl sagten sie hätten großes Interesse, in Österreich zu spielen. "Hoffentlich findet mein Agent etwas", sagte Nödl am Samstag. Vanek sagte, dass Österreich für ihn "sicher ein Thema" sei. Zunächst wolle er aber noch den September abwarten. Thomas Pöck, der im Sommer bei Colorado Avalanche einen Zweiwegvertrag unterschrieben hat und somit auch in der American Hockey League (AHL) antreten kann, wird wohl in Nordamerika bleiben und beim Farmteam Lake Erie Monsters spielen.



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