Benni Raich: Wintersport

"Das Ziel heißt Abfahrtsgold"

"Das Ziel heißt Abfahrtsgold"

Benjamin Raich: Heuer will er in der Abfahrt durchstarten. (© Reuters)

Benjamin Raich: Heuer will er in der Abfahrt durchstarten.
Benjamin Raich: Heuer will er in der Abfahrt durchstarten.
Werft die Schneekanonen an! In 18 Tagen steigt in Sölden das erste Herren-Skirennen der Saison. Für Evergreen Benjamin Raich ist es der 387. Weltcup-Auftritt seiner Karriere. "Ich bin gesund und noch immer topmotiviert", versichert er. "Auch die Ziele gehen mir nicht aus." Welche das sind, erzählt der 34-jährige Topstar im "Heute"-Gespräch.

Am 28. Oktober beginnt in Sölden die Saison. Zu früh?
"Von mir aus könnte sie auch erst zwei Wochen später losgehen. Dann wird es aber mit den anderen Rennen eng."

Der Skisport hat es im Oktober schwer, an "König Fußball" vorbeizukommen.
"Da liegt es an uns, interessante Storys zu liefern. Aber leistungsbezogen. Es ist nicht mein Ziel, mit Zwang in der Öffentlichkeit zu stehen."

Lindsey Vonn will das offenbar schon. Wie stehst du zu ihrem Vorhaben, bei den Herren in einer Abfahrt zu starten?
"Sie ist unbestritten eine tolle Sportlerin, aber auch eine gute PR-Frau. Ich sehe das eher als Versuch, vor der Saison wieder in die Schlagzeilen zu kommen."

Eines verbindet euch: Auch du hegst kühne Abfahrtspläne.
"Es ist die einzige Disziplin, in der ich noch nicht gewonnen habe. Das will ich ändern. Deshalb habe ich mich in der Abfahrt heuer intensiv vorbereitet."

Unter anderem mit den Tipps von Michael Walchhofer.
"Er war Feuer und Flamme, als ich ihn gefragt habe, mir zu helfen. Michi war jahrelang der beste Abfahrer. Jetzt bringt er mir seine Sichtweise näher, erzählt, wie er gewisse Kurven fahren würde. Wir diskutieren über Material, analysieren Videos."

Wenn du die Wahl hättest: Abfahrtssieg oder eine Medaille bei der WM in Schladming?
"Abfahrtsgold in Schladming wäre mir das Allerliebste."

Du gehst in deine 15. volle Saison. Musst du mehr oder weniger trainieren als zu Beginn deiner Karriere?
"Das ist schwer zu vergleichen. Heute trainiere ich auf jeden Fall richtiger. Früher habe ich viele Fehler gemacht, weshalb ich Probleme mit dem Rücken bekam. Hätte ich so weitergemacht, wäre ich schon lange weg. So aber fühle ich mich sogar besser als vor zehn Jahren."

Ein Karriereende ist demnach noch nicht absehbar?
"Die Frage stelle ich mir gar nicht. Mir ist klar, dass es nicht ewig gehen wird, aber es gibt keinen Termin. Irgendwann spürt man: Jetzt ist es so weit, es reicht. Dann hört man auf. So stelle ich es mir zumindest vor."

Von Erich Elsigan


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