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27.10.2012

Weltcup-Auftakt in Sölden

Zettel und Köhle nur von Maze geschlagen

Siegerehrung in Sölden

Die stahlende Siegerin Tina Maze umringt von Kathrin Zettel (l.) und Stefanie Köhle. (© APA)

Tina Maze gewann zum Auftakt des Ski-Weltcups den Riesentorlauf in Sölden. Stark waren die ÖSV-Damen - Kathrin Zettel und Stefanie Köhle fuhren aufs Stockerl. Lindsey Vonn stürzte und schied aus.

Ein Auftakt zum Vergessen war es für Vonn. Die Vorjahressiegerin war schon im ersten Lauf wegen eines Fehlers weit zurückgefallen. Im zweiten Durchgang blieb sie mit der Hand bei einem Tor hängen - es riss ihr den Skistock weg und die US-Amerikanerin stürzte. Mit schmerzverzerrtem Gesicht saß sie dann am Streckenrand und sah zu wie Stefanie Köhle eine blitzsaubere Fahrt trotz dichtem Nebel hinzauberte.

Tina Maze

Tina Maze meisterte die Nebel-Strecke in Sölden am besten. (© Keystone)

Traumfahrt von Köhle
An der Zeit der Elftplatzierten aus dem ersten Durchgang bissen sich in weiterer Folge fast alle die Zähne aus. Noch dazu wurde die Sicht immer schlechter. Davon ließ sich Kathrin Zettel aber nicht beeindrucken. Die Niederösterreicherin, Vierte nach dem ersten Lauf, fuhr im zweiten Durchgang Laufbestzeit und verdrängte Köhle von der Spitze. Als danach Rebensburg und Worley ausschieden, war die Freude im ÖSV-Lager bereits riesig über die zwei Stockerlplätze, aber würde es auch für den Sieg reichen?

Den Gefallen machte Tina Maze den Österreichern allerdings nicht. Die Slowenin, die bereits zwei Mal am Rettenbachferner gewonnen hatte, fuhr im ersten Durchgang in einer eigenen Liga und lag überlegen in Führung. Mit mehr als 1,5 Sekunden Vorsprung ging sie die Entscheidung und rettete 0,42 Sekunden ins Ziel. "Ein unglaublicher Tag für mich. Der zweite Lauf war sehr schwierig, ich habe ordentlich kämpfen müssen", meinte die Auftaktsiegerin.

Zettel überwältigt
Tränen in den Augen hatte nach dem Rennen Kathrin Zettel: "Die letzten Jahre waren sehr hart, ich bin einfach überwältigt. Während der Fahrt ist mir das alles nicht so gut vorgekommen, im Ziel war ich dann sehr überrascht. Dieser zweite Platz gibt mir so viel Kraft für die neue Saison." Die Niederösterreicherin war in den letzten Jahren von Verletzungen geplagt und dachte sogar ans Aufhören.

Nach dem tragischen Unfalltod von Björn Sieber waren alle Athletinnen mit Trauerflor an den Start gegangen. Die guten Ergebnisse ließen die betrübte Stimmung für kurze Zeit vergessen. Vor allem Köhle strahlte wie die Sonne über ihren ersten Podestplatz im Weltcup. "Ich habe für diese Saison nur ein Ziel gehabt, das Podest. Jetzt muss ich mir neue Ziele setzen", grinste die Tirolerin.

Endstand beim Riesentorlauf der Damen in Sölden:
1. Tina Maze (SLO) 2:31,41 Min.
2. Kathrin Zettel (AUT) +0,42 Sek.
3. Stefanie Köhle (AUT) +1,71
4. Dominique Gisin (SUI) +1,91
5. Anna Fenninger (AUT) +2,41
6. Marie-Michele Gagnon (CAN) +2,68
7. Denise Karbon (ITA) +2,73
8. Irene Curtoni (ITA) +2,82
9. Jessica Lindell-Vikarby (SWE) +3,10
10. Taina Barioz (FRA) +3,61
11. Maria Höfl-Riesch (GER) +3,65
12. Susanne Weinbuchner (GER) +4,25
13. Ana Drev (SLO) +4,39
14. Elisabeth Görgl (AUT) +5,18
15. Lotte Smiseth Sejersted (NOR) +5,23
Weiter:
22. Eva-Maria Brem (AUT) +6,47

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