Nur Aigner in Top Ten

13. Januar 2018 16:12; Akt: 13.01.2018 18:35 Print

ÖSV-Adler stürzen beim Skifliegen am Kulm ab

Österreichs Adler kommen beim Heim-Weltcup auf dem Kulm nicht in die Spur. Clemens Aigner fliegt als bester ÖSV-Springer auf Rang sieben.

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Der Salzburger Stefan Kraft begann bereits im zarten Alter von zehn Jahren mit dem Skispringen. Als 16-Jähriger durfte er erstmals im FIS-Cup ran. Der Blick in die Kamera fiel damals noch etwas schüchtern aus, wie dieses Foto beweist. Aber bereits in jungen Jahren zeigte sich: Kraft verfügt in der Luft über mehr Feingefühl als der Großteil seiner Skisprung-Kollegen. 2011 sprang Kraft bei der Junioren-WM in Otepää zu Silber im Einzel und Gold in der Mannschaft. Zum Lohn streifte er seine ersten Auszeichungen ein. Mit seiner offenen und sympathischen Art sprang Kraft schnell in die Herzen der heimischen Skisprung-Fans. Nach seinem Weltcupdebüt am 6. Jänner 2012 holte Kraft ein Jahr später seine ersten Weltcuppunkte. Beim Heimspringen der Vierschanzentournee in Innsbruck segelte er im Jänner 2013 auf Platz 23. Der Einstieg in den Weltcup war geschafft - doch Kraft sollte in seiner Karriere noch weit darüber hinaus kommen... Am 6. Jänner 2013 jubelte Kraft über seinen ersten Podestplatz - bei seinem dritten Einsatz im Weltcup! Mit dem dritten Platz in Bischofshofen schloss sich Kraft dem elitären Kreis der weltbesten Skispringer an. Seinen ersten Sieg im Weltcup erreichte Kraft im Auftaktspringen der Vierschanzentournee 2014/15 am 29. Dezember 2014 in Oberstdorf. Der Jubel war selbstverständlich groß... ...doch das war der erst der Auftakt für Kraft. Mit seinem Sieg in Bischofshofen triumphierte in der prestigeträchtigen Gesamtwertung der Vierschanzen-Tournee. Ein dicker Schmatz von Freundin Marisa zur Belohnung durfte dabei natürlich nicht fehlen... Im Jahr 2017 hob Kraft seine Erfolge aber nochmals auf ein komplett neues Level... Bei der Nordischen Ski-WM in Lahti kürte sich Kraft zum ersten österreichischen Doppelweltmeister im Skispringen. Zum Drüberstreuen gab es noch Silber im Mixed-Team und Bronze mit der Mannschaft. Es wurde aber noch besser: Am 18. März flog er am Vikersundbakken so weit hinunter, wie kein Mensch vor ihm. Mit 253,5 Metern (nicht vom Bild irritieren lassen!) stellte Kraft dabei einen neuen Monster-Weltrekord im Skifliegen auf. Der Erfolgshunger von Kraft war damit aber noch immer nicht gestillt. Auch bei der "Raw Air"-Tour segelte er wie kein Zweiter durch die Lüfte... ...und sehr zur Freunde seines besten Freundes und Zimmerkollegen Michi Hayböck holte er den Gesamtsieg bei der skandinavischen Version der Vierschanzen-Tournee. Kraft konnte seine Überform erfolgreich bis zum letzten Skifliegen in Planica konservieren, auch hier war er nicht zu schlagen. Mit seinem achten Sieg in der Saison 2017/2017 sicherte er sich auch das große Kristall für den Gewinn des Gesamtweltcups. Kraft hat somit alles gewonnen bis auf Olympia - doch das kann sich bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang ganz rasch ändern.

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Die ÖSV-Adler sind weiter auf der Suche nach der Olympia-Form. Bei der ersten Skiflug-Konkurrenz der Saison kam Clemens Aigner als bester rot-weiß-roter Flieger auf den siebenten Platz.

Weltrekordler Stefan Kraft katapultierte sich im zweiten Durchgang mit einem Flug auf 223,5 Meter auf den neunten Rang vor. "Was ich da nach dem Pendler noch rausgeholt hab, war nicht schlecht", so der Salzburger.

Michael Hayböck flog auf den 12. Rang, Manuel Poppinger kam auf Platz 19. Gregor Schlierenzauer erlebte im ersten Durchgang einen Totalabsturz, landete mit 172 Meter auf dem drittletzten Rang.

Premiere für Stjernen

Einmal mehr stellten die Norweger ihre Klasse beim Skifliegen unter Beweis. Andreas Stjernen segelte zu seinem ersten Weltcupsieg, verwies Landsmann Daniel Andre Tande, der mit 240,5 Meter die Tageshöchstweite aufstellte, auf Rang zwei. Hinter Simon Ammann wurde Robert Johansson Vierter. Jernej Damjan und Johann Andre Forfang waren nachträglich disqualifiziert worden.

Am Sonntag steigt das zweite Skifliegen in der Steiermark, ehe nächstes Wochenende in Oberstdorf um WM-Medaillen geflogen wird.


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(wem)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sport am 14.01.2018 08:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Streichen aller Mittel

    Ohne Leitungen kein Geld

  • Beobachter am 13.01.2018 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange noch?

    Wie lange lässt man diesen Trainer noch wirken?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sport am 14.01.2018 08:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Streichen aller Mittel

    Ohne Leitungen kein Geld

  • Beobachter am 13.01.2018 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange noch?

    Wie lange lässt man diesen Trainer noch wirken?

    • Hannes T am 13.01.2018 21:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beobachter

      Werft Schlierenzauer raus . Er ist der Bremsklotz im Team. Goldbergerger springt um Meilen weiter. :)

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