Sportchef spricht

03. Januar 2018 18:49; Akt: 03.01.2018 18:49 Print

Boss Vettori über Adler-Krise: "Mentales Problem"

Wie kommen unsere Skispringer aus dem Formtief? Ernst Vettori, sportlicher Leiter der ÖSV-Adler, ortet mentale Probleme und stellt sich vor den Chefcoach.

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Österreichs Skispringer stecken ausgerechnet bei der Vierschanzen-Tournee in einer gewaltigen Krise. In Oberstdorf verpassten sie das Stockerl, in Garmisch gab es das schlechteste Ergebnis seit 1979. Wie soll es weitergehen? Wer ist verantwortlich? Jetzt spricht Ernst Vettori, sportlicher Leiter der Skispringer, über Probleme und Lösungen.

Sportchef spricht

"Die Probleme liegen im mentalen Bereich", meint der Sportchef in der "Kleinen Zeitung". "Unsere Aufgabe ist es daher, die Athleten wieder aufzurichten. Wir arbeiten intensiv daran. An der Niederlage erkennt man die Größe des Menschen. Das müssen wir jetzt bei ihnen hervorholen." An Probleme im Materialbereich glaubt er weniger: "Skispringen ist eine komplexe Sportart. Wir betreiben beim Material einen Riesenaufwand."

Rückendeckung für Trainer

Ob Chefcoach Heinz Kuttin der richtige Mann ist, um den Adlern wieder Flügel zu verleihen? Vettori stellt sich vor den Trainer: "Wenn einer gehen muss, dann zuerst ich. Als Spartenleiter übernehme ich die volle Verantwortung." Er sieht auch die Betreuer in einem Dilemma: "Wir sind in einem Strudel drin, in dem wir etwas verbessern wollen, die Qualität dafür aber nicht da ist. Vielleicht wollen wir zu viel."

Kraft lässt nach

Konkret heißt das: bis auf Stefan Kraft gibt es im rot-weiß-roten Team zu wenige Sieganwärter. Lässt "Kraftl" aus, sieht es schlecht aus. "Wir haben genau gewusst, dass Stefan unser Siegspringer ist", meint Kuttin. "Das ist er auch nach wie vor. Der Sturz vom Podest in Oberstdorf hat ihm auch nicht gutgetan."

Experten ratlos

Ratlos ist auch Skisprung-Legende Toni Innauer, der die Tournee als TV-Experte beobachtet. "Ich kann mir diesen Absturz nicht erklären", rätselt er über die Leistungen der ÖSV-Springer. "So ein Absturz ist verrückt. Krafts Halbzeit-Führung in Oberstdorf hat offenbar über vieles hinweggetäuscht."

Ob Österreichs Skispringer noch auf der Tournee den Weg aus dem Formtief finden? Der Bewerb in Innsbruck wackelt wegen einer Sturmwarnung. Nächste Chance: Am Samstag beim Tournee-Finale in Bischofshofen.


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(heute.at)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • WW. am 04.01.2018 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pensionist

    wenn man einen Erfolgstrainer ablöst und Ihn durch einen No Body ersetzt kann was nicht stimmen Der ÖSV mit den Präsidenten und seinen Leuten sind nicht mehr Zeitgmäss es gehören neue Leute her die ware Krise hat 2014 bei der Olympiade angefangen das aufmucksen des Hr Schlierensauer gegen Pointner und da hat der Hr Präsident versagt 2 Tiroler damit alles gesagt

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • WW. am 04.01.2018 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pensionist

    wenn man einen Erfolgstrainer ablöst und Ihn durch einen No Body ersetzt kann was nicht stimmen Der ÖSV mit den Präsidenten und seinen Leuten sind nicht mehr Zeitgmäss es gehören neue Leute her die ware Krise hat 2014 bei der Olympiade angefangen das aufmucksen des Hr Schlierensauer gegen Pointner und da hat der Hr Präsident versagt 2 Tiroler damit alles gesagt

    • Mimi am 05.01.2018 11:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @WW.

      Die Deurschen Polen,Slowenen usw bringen jedes Jahr 17;18 jährige neue Springer an die Schanzen .Wo sind unsere Talente? Da kann in der Nachwuchsförderung etwas nicht stimmen.Darüber sollte man im ÖSV nachdenken.

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