Vierschanzentournee

04. Januar 2012 10:27; Akt: 06.07.2015 09:38 Print

Kofler feiert Heimsieg am Bergisel

Andreas Kofler beendete Gregor Schlierenzauers Chance auf einen Sieg bei allen vier Stationen der Vierschanzentournee. Der Tiroler setzt sich vor seinem ÖSV-Kollegen durch und sorgte für Begeisterung beim Innsbrucker Publikum. Dritter wurde der Japaner Taku Takeuchi.

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Noch nie war Andreas Kofler am Bergisel auf dem Stockerl gestanden. Nun beendete der Tiroler den Fluch bei seinem Heim-Springen gleich mit einem Sieg. Kofler setzt sich mit 5,2 Punkten Vorsprung auf Gregor Schlierenzauer durch. Seine Sprunge waren 127,5 und 131,5 Meter weit. Zur Halbzeit war er auf Platz zwei in Lauerstellung gelegen.

Kofler bewies Nerven aus Stahl, denn ausgerechnet vor seinem Sprung gab es eine kurze durch starken Wind bedingte Pause. Kofler konnte den Triumph in seiner Heimat kaum fassen: "Unglaublich. Ich bin am Bergisel noch nie am Stockerl gestanden. Und jetzt stehe ich hier zuhause in Innsbruck ganz vorne", sagte der von den Zuschauern heiß umjubelte Tiroler.

Kein "Grand-Slam", aber Schlieri trotzdem "dankbar"

Gregor Schlierenzauer freute sich mit Kofler über den Zweifachsieg, obwohl die Chance auf eine Million Euro im Fall von ersten Plätzen bei allen vier Stationen dahin ist. Schlieris 123 Meter im zweiten Durchgang waren zu wenig, um einen bärenstarken Kofler zu besiegen. "Ich bin mit meinen Sprüngen zufrieden. Vor allem bin ich dankbar, dass ich vor dieser Kulisse springen durfte", so der ÖSV-Star.

Drittbester Österreicher wurde Thomas Morgenstern als Sechster. Die Platzierungen der weiteren Österreicher, die für den zweiten Durchgang qualifiziert waren: David Zauner (17.), Michael Hayböck (19.), Martin Koch (23.) und Wolfgang Loitzl (24.).

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Live-Ticker ():

Kofler nach seinem Triumph:

"Unglaublich. Ich bin am Bergisel noch nie am Stockerl gestanden. Und jetzt steht ich hier zuhause in Innsbruck ganz vorne", kann der Tiroler seinen Triumph am Bergisel noch gar nicht wirklich fassen.














































1.Andreas KoflerAUT127,5/131,5252,8
2.Gregor SchlierenzauerAUT130,5/123,0247,6
3.Taku TakeuchiJPN131,5/124,0246,7
4.Anders BardalNOR128,0/125,5244,4
5.Roman KoudelkaCZE123,5/122,5239,5
6.Thomas MorgensternAUT120,5/123,0237,1
































17.David ZaunerAUT119,5/116,5218,5
19.Michael HayböckAUT116,5/121,5213,0
23.Martin KochAUT113,5/122,0210,6
24.Wolfgang LoitzlAUT115,0/115,5209,0


Kofler triumphiert! Stoch bleibt hinter ihm

Wir haben einen österreichischen Sieg am Bergisel! Der Halbzeit-Führende Kamil Stoch ist chancenlos und landet in Durchgang zwei nur auf Platz neun. Das Publikum in Innsbruck tobt. Zwar muss sich Schlierenzauer mit dem zweiten Platz vertrösten und hat damit die Chance auf die Million für einen Sieg bei allen Stationen der Vierschanzentournee verspielt. Doch die ÖSV-Fans dürfen sich über den Triumph von Kofler freuen.



Keine Million für Schlierenzauer

Der Österreicher kann seine Chance auf den "Grand Slam" nicht wahren. Er bleibt mit 5,2 Punkten hinter Kofler.



Taku Takeuchi Zweiter

Koflers Leistung war gewaltig. Auch Takeuchi beißt sich die Zähne aus und bleibt hinter dem ÖSV-Adler.



Bardal bleibt hinter Kofler

Der Norweger springt, vom Wind begünstigt, ebenfalls weit. Doch Kofler bleibt mit 8,4 Punkten in Führung.



Windlotterie in Innsbruck

Kaum ist Kofler unten, geht der Wind wieder los. Das ist jetzt nichts für schwache Nerven.



Wahnsinnssprung von Kofler!

Sein herrlicher 131,5 Meter-Sprung bringt ihn in Führung. Andi Koflers Vorsprung beträgt stattliche 13,3 Punkte. Das kann sich wirklich sehen lassen. Auch die kurze wetterbedingte Pause hat ihm nichts anhaben können. Die Zuschauer am Bergisel sind begeistert. Zum Glück haben zum Zeitpunkt seines Sprunges die Windverhältnisse gepasst.



Ein paar Minuten Pause

Die Verantwortlichen warten nun auf eine Besserung des Wetters, die in Kürze eintreten soll. Und schon geht's weiter.



Macht jetzt der Wind eine faire Entscheidung zunichte?

Das Wetter wird ausgerechnet vor den besten Springern schlechter. Die Wolken hängen tief über Innsbruck, es regnet. Koudelka führ mit 239,5 Punkten vor Morgenstern (237,1) und Mechler (235,1).



Daiki Ito wird Opfer des Windes

Dem Japaner wird der plötzlich stärker werdende Wind zum Verhängnis. Er landet auf dem enttäuschenden 22. Platz



Richard Freitag auf Platz sieben

Der Deutsche hat mit der Entscheidung nichts zu tun.



Koudelka schnappt Morgenstern die Führung weg

Guter Sprung des Tschechen, er landet 2,4 Punkte vor dem ÖSV-Adler.



Hlava keine Gefahr für Morgenstern

Der Tscheche landet auf Platz vier.



Neumayer Dritter

Der Deutsche bleibt hinter Morgenstern und Landsmann Mechler. Vom ÖSV-Team springen noch Kofler und den Halbzeit-Zweite Schlierenzauer.


Jetzt kommen die Top-10

Mit einer österreichischen Führung (Morgenstern) geht das Springen in Innsbruck in die spannendste Phase. "Ich bin zufrieden mit meinem Sprung", lacht der zwischenzeitliche Führende Morgenstern in die Kamera.


Morgenstern begeistert Publikum und übernimmt Führung

Der Kärntner setzt sich gegen den Deutscher Mechler durch und ist neuer Führender. Er hat 237,1 und somit zwei Punkte Vorsprung auf Mechler.


Wassiliew Vierter

Dimitri Wassiliew landet auf Platz vier. Nächster ist schon Thomas Morgenstern.


Janda auf Platz drei

Der Tscheche Jakub Janda springt vier Meter kürzer als in Durchgang eins. Er landet auf Platz drei und verdrängt Ammann auf Rang vier.


Mechler neue Nummer eins

Der Deutsche Maximilian Mechler übernimmt die Führung von Rune Velta - mit 10,1 Punkten Vorsprung.


Damjan und Watase keine Gefahr

Jerney Damjan (SLO) und Yuta Watase (JAP) landen weit hinter Hayböck, Damjan auf Platz 8 und Watase auf Rang 11.


David Zauner auf Rang drei

Tolle Leistung des Österreichers. Er landet mit einem halben Punkt Vorsprung vor Hocke auf Platz drei.


Denis Kornilov auf Platz fünf

Der Russe bleibt hinter Hayböck.


Stefan Hocke Dritter

Der Deutsche verdrängt Michael Hayböck von Platz drei. Er liegt hinter Velta (225 Punkte) und Ammann (221).


Simon Ammann schiebt sich auf Platz zwei

120,5 Meter - Der Schweizer springt einen Meter weiter als im ersten Durchgang. Er landet zwar hinter dem Norweger Velta (vier Punkte Rückstand), aber vor dem ÖSV-Adler Hayböck.


Kranjec und Koivuranta chancenlos

Robert Kranjec und Anssi Koivuranta werden den Österreichern nicht gefährlich. Der Slowene und der Finne landen im hinteren Feld.


Norweger Velta in Führung

Rune Velta übernimmt die Führung von Hayböck. Zwischenzeitlicher Dritter ist der Deutsche Severin Freund. Hinter ihm Martin Koch und Wolfgang Loitzl auf den Plätzen vier und fünf.


Noch zwei Österreicher, Hayböck geht in Führung

Michael Hayböck und Wolfgang Loitzl starten nach Koch. Hayböck führt das ÖSV-Trio nach seinem 121,5-Meter-Sprung an.


Start in Durchgang zwei:

Und los geht's mit dem zweiten Durchgang. Mit Martin Koch ist gleich ein ÖSV-Adler an der Reihe. Er springt 122 Meter weit. Eine gute Leistung.


Das war der Zwischenstand nach dem 1. Durchgang:

1. Kamil Stoch (POL) 139,9 Punkte

2. Gregor Schlierenzauer (AUT) 133,8

3. Taku Takeuchi (JPN) 131,2

4. Andreas Kofler (AUT) 128,5

Für den 2. Durchgang qualifiziert:

12. Thomas Morgenstern (AUT) 122,1

18. David Zauner (AUT) 113,5

35. Wolfgang Loitzl (AUT) 105,0

37. Michael Hayböck (AUT) 104,1

39. Martin Koch (AUT) 100,5

Das war der 1. Durchgang

Mit Stoch führt einer, dem die Experten vor der Tournee sogar den Gesamtsieg zugetraut haben. Heute stellt er dies auch unter Beweis. 6,1 Punkte sind ein bequemes Polster, doch Schlierenzauer kann mit einem Supersprung die Angelegenheit noch zu seinen Gunsten drehen. Wir melden uns in Kürze zum Beginn des Finales wieder zurück.


Andreas Kofler (AUT) vs. Kamil Stoch (POL)

Super-Satz des ÖSV-Adlers auf 127,5 Meter. Der Pole gewinnt mit 132,5 Metern zwar das Duell, Kofler ist aber als Führender der "Lucky Loser" im 2. Durchgang dabei. Stoch übernimmt zudem die Führung von Schlierenzauer und geht als der erste Gejagte in das Finale am Bergisel.


Manuel Fettner (AUT) vs. Maximilian Mechler (GER)

Der Deutsche setzt sich mit 119 Meter klar gegen den um neun Meter kürzeren Österreicher durch - das geht sich auch nicht für die Top-5 der "Lucky Loser" aus.


Junshiro Kobayashi (JPN) vs. Severin Freund (GER)

118,5 Meter reichen dem Deutschen zwar für den Duellsieg, um den Triumph am Bergisel springt er aber nicht mit.


Andrea Morassi (ITA) vs. Gregor Schlierenzauer (AUT)

"Schlieri" hat Nerven wie Drahtseile und noch dazu super Haltungsnoten. Mit 130,5 Metern übernimmt der Tiroler die Führung.


Johan Remen Evensen (NOR) vs. Anders Bardal (NOR)

Bardal setzt sich in diesem Norweger-Duell durch.


Lukas Müller (AUT) vs. Roman Koudelka (CZE)

Leider nur 107,5 Meter für den ÖSV-Adler, der Tscheche setzt sich mit 123,5 Metern klar durch.


Atle Pedersen Rönsen (NOR) vs. Velta Rune (NOR)

Rune ist mit einem 115,5-Meter-Satz weiter.


Sebastian Colloredo (ITA) vs. Robert Kranjec (SLO)

Der Slowene setzt sich mit 117 Metern durch.


Matti Hautamäki (FIN) vs. Thomas Morgenstern (AUT)

Der Titelverteidiger gewinnt mit 120,5 Meter zwar klar das Duell, im Kampf um den Tagessieg wird diese Weite aber zu wenig sein.


Kenshiro Ito (JPN) vs. David Zauner (AUT)

Der junge ÖSV-Athlet hat mit 119,5 Metern die Nase vorne und ist im Finale dabei.


Michael Neumayer (GER) vs. Dimitri Wassiliew (RUS)

Super Verhältnisse auch bei diesem Duell, das der Deutsche wegen besserer Haltungsnoten für sich entscheidet (132 Meter).


Peter Prevc (SLO) vs. Mackenzie Boyd-Clowes (CAN)

Umso besseren Wind haben diese beiden Duellpartner. 129,5 Meter für den Slowenen, damit setzt er sich klar durch.


Stefan Hula (POL) vs. Simon Ammann (SUI)

Der Pole wird ein Opfer der schlechten Verhältnisse (101,5 Meter), beim Schweizer läuft's besser - 119,5 Meter.


Im unteren Teil bläst der Wind derzeit zu stark, weshalb die Konkurrenz unterbrochen ist.

Taku Takeuchi (JPN) vs. Noriaki Kasai (JPN)

Sensationeller Sprung von Takeuchi auf 131,5 Meter - Höchstweite.


Jan Matura (CZE) vs. Jernej Damjan (SLO)

Für den Slowenen gibt es nach einem 122,5-Meter-Satz fix einen zweiten Durchgang.


David Unterberger (AUT) vs. Maciej Kot (POL)

Die Nerven des Jungadlers lassen nicht mehr als 111 Meter zu. Diese Weite übertrifft der Pole deutlich (118,5).


Vegard Haukoe Sklett (NOR) vs. Anssi Koivuranta (FIN)

Für den Finnen reicht ein 123-Meter-Sprung für den Duell-Sieg.


Mitja Meznar (SLO) vs. Martin Koch (AUT)

Mit einem souveränen Sprung auf 113,5 Meter gewinnt auch der dritte ÖSV-Adler sein Duell.


Jurij Tepes (SLO) vs. Wolfgang Loitzl (AUT)

Der frühere Tourneesieger setzt sich mit einem 115-Meter-Satz durch - leider werden die Windverhältnisse jetzt schlechter.


Michael Hayböck (AUT) vs. Anton Kalinitschenko (RUS)

Trotz einem zittrigen Sprung auf 116,5 Meter gewinnt der junge ÖSV-Adler das Duell.


Daiki Ito (JPN) vs. Richard Freitag (GER)

Der aktuelle Dritte in der Tourneewertung springt 129,5 Meter weit und übernimmt die Führung. Sein deutscher Gegner (128,5 Meter) darf sich als Führender der "Lucky Loser"-Wertung aber Hoffnungen auf die Quali für den 2. Durchgang machen.


Janne Happonen (FIN) vs. Lukas Hlava (CZE)

Mit einem sauberen Sprung auf 126,0 Meter ist der Tscheche der Duellsieger.


Kenneth Gangnes (NOR) vs. Björn Einar Romören (NOR)

4,5 Meter weiter als sein Landsmann springt Gangnes und gewinnt das Duell.


Stephan Hocke (GER) vs. Yuta Watase (JPN)

Der Japaner springt 124 Meter weit und setzt sich gegen den Deutschen (122,5) durch.


Jakub Janda (CZE) vs. Denis Kornilow (RUS)

Der Russe sprang mit 128 Metern zwar um 2,5 Meter weiter als der Tscheche, eine unsaubere Landung kostet Kornilow aber den Sieg im Duell.


Die Arena am Bergisel ist mit 22.000 Zuschauern ausverkauft. Alles ist bereit für einen spektakulären Wettkampf.

In wenigen Minuten geht es los. Der erste Durchgang wird mit dem Duell Jakub Janda (CZE) gegen Denis Kornilow (RUS) eröffnet.

Gregor Schlierenzauer: "Der Probesprung war gut und ich freue mich auf Wettkampf. In der Arena herrscht Gänsehautatmosphäre, das ist richtig geil."

Der Deutsche Richard Freitag markiert im Probedurchgang mit 132,5 Meter klar die Höchstweite. Dahinter folgen die ÖSV-Adler Michael Hayböck (125,5m), Gregor Schlierenzauer (120,0) und Andreas Kofler (122,0).

Sven Hannawald zittert um seinen bisher einmaligen Grand Slam bei der Vierschanzen-Tournee. "Schlierenzauer ist eine Maschine und somit ein heißes Eisen für vier Siege in Serie und den damit verbundenen Jackpot von 1 Million Schweizer Franken. Ich denke, Gregor kann in diesen Tagen nichts mehr erschüttern", schreibt der Deutsche auf seinem Internetblog bei eurosport.de. Andreas Kofler sei der einzige, der Schlierenzauer Paroli bieten könne. "Andreas springt auf Augenhöhe, alleine das Glück stand ihm bisher nicht zur Seite", so Hannawald, der 2001/02 in allen vier Bewerben siegte.


Die K.O.-Duelle der ÖSV-Adler im 1. Durchgang (Start: 13.45 Uhr):

Hayböck - Anton Kalinitschenko (RUS)

Jurij Tepes (SLO) - Loitzl

Mitja Meznar (SLO) - Koch

Unterberger - Maciej Kot (POL)

Kenshiro Ito (JPN) - Zauner

Matti Hautamäki (FIN) - Morgenstern

Müller - Roman Koudelka (CZE)

Andrea Morassi (ITA) - Schlierenzauer

Fettner - Maximilian Mechler (GER)

Kofler - Kamil Stoch (POL).


Für Ex-Weltmeister Martin Schmitt ist wegen zu schwacher Leistungen nicht nur die Tournee bereits beendet, der Deutsche muss aufgrund einer Knieverletzung auch noch bis Monatsende pausieren. Schmitt laboriert an einer Reizung der Quadrizeps-Sehne und fehlt deshalb zumindest beim Skifliegen am Kulm und dem Weltcup in Zakopane, teilte der Deutsche Skiverband mit. Schmitt könnte frühestens am 28. Jänner in Sapporo wieder einsteigen - falls er sich im Training steigern kann.

Wer sind die Frauen hinter den erfolgreichen ÖSV-Adlern? .


für das Bergisel-Springen bestätigte "Schlieri" seine Top-Form mit Platz 1.


Gregor Schlierenzauer gewann sowohl den . Setzt der Tiroler heute auf seiner Heimschanze den nächsten Schritt zum "Grand Slam"?

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