Hundertstelkrimi in Charmonix

03. Februar 2012 09:15; Akt: 03.02.2012 16:52 Print

Kröll gewinnt erste Abfahrt für Österreich

In Charmonix ging es um jedes Hundertstel. Die ersten drei Fahrer lagen nur fünf Hundertstel auseinander. Klaus Kröll brachte unseren ÖSV-Herren den ersten Abfahrtssieg. Bode Miller lag nur eine Hunderstel hinter dem Österreicher, als Dritter kam Favorit Didier Cuche ins Ziel. Sein Rückstand auf Kröll betrug nur fünf Hunderstel.

Fehler gesehen?

Seit einem Rennen 1991 in Garmisch-Partenkirchen lagen die drei Besten nicht mehr so knapp beieinander. Deshalb zitterten die Läufer bis zum Schluss.

Klaus Kröll holt sich den vierten Sieg seiner Karriere und fuhr dem absoluten Top-Favoriten Didier Cuche knapp davon. Der frischgebackene Sieger war selbst von seiner Leistung überrascht. Er machte im oberen Streckenabschnitt einen groben Fehler. Kröll glaubt, dass er seinen Sieg vor allem seinem Servicemann zu verdanken hat.

"Ich hab abgeschwungen und hatte ein brutal schlechtes Gefühl, weil es oben so schlecht war. Dann hab ich gesehen, dass ich vorne bin, hab aber nicht gerechnet, dass es für den Sieg reicht. Danach war gleich der Miller und der war oben sechs Zehntel vorne."

Cuche hingegen war sich selbst nicht präzise genug. Er hofft auf Samstag. Ob da Mario Scheiber, der am Freitag wegen Magenbescherden und Durchfall ausfiel, auch wieder dabei sein wird, wird sich erst noch weisen.


  1. Klaus Kröll (AUT) 2:04.22

  2. Bode Miller (USA) 2:04.23

  3. Didier Cuche (SWI) 2:04.27

  4. Erik Guay (CAN) + 0.08


4. Romed Baumann (AUT) +0.08

7. Joachim Pucher (AUT) +0.35

10. Hannes Reichelt (AUT) +0.57

25. Max Franz (AUT) +1.25

36. Matthias Mayer (AUT) +1.72

47. Georg Streitberger (AUT) +2.56

50. Manuel Kramer (AUT) +2.80

53. Benjamin Raich (AUT) +3.36

Den LIVE-Ticker zum Nachlesen finden Sie auf der nächsten Seite. +++ LIVE-Ticker +++

Manuel Kramer (36) fährt auf den 34. Platz.



Didier Cuche war sich selbst nicht präzise genug. 



Travis Ganong (35): Der Amerikaner ist ein junger Läufer, ist zwar schnell, liegt im Mittelteil trotzdem 7 Zehntel hinten. Am Hundertstelkrimi kann er sich nicht beteiligen.



Klaus Kröll zittert noch, weil das Rennen so eng ist. Das Wetter könnte ihm noch einen Strich durch die Rechnung machen. Der Fehler, den er oben gemacht hat, rächt sich. Sein Kreuz macht sich auch nach dem Rennen noch bemerkbar.



Benjamin Raich (31) : Benni Raich bracht die Punkte. Nur Rang 31 für Raich.



Ivica Kostelic (30): Bei der ersten Zischenzeit liegt Kostelic 2 Hundertstel vorn. Doch dann hat er zu kämpfen und verliert massenhaft. Schon 6 Zehntel Rückstand im Mittelteil. Bis zum Ziel rutschte er auf den 28. Platz.



Werner Heel (29): Der Deutsche landet weit abgeschlagen mit einem Rückstand von 2.17 Sekunden auf dem 26. Platz.



Carlo Janka (28): Janka fehlen 6 Zehntel bei der Zwischenzeit, das reicht nur den 15. Platz



Yannick Bertrand (27): Bertrand liegt 47 Hudnertstel hinten, damit ist er Neunter.



Dominic Paris (26): Bei Paris reicht es nur für Platz 10, nicht schlecht, aber keine Chance auf das Stockerl



Marc Gisin (25): Der Schweizer fährt auf Rang 11 mit 87 Hundertstel Rückstand.



Georg Streitberger (24): Der nächste Österreicher legt einen tollen Start hin. Im oberen Streckenteil liegt er noch vorn, im Mittelteil verliert er dann aber viel Zeit. Bis zum Ziel schafft er nur Platz 22 "Gesund im Ziel" ist das beste, was die Kommentatoren dazu sagen können.



Ambrosi Hoffmann (23): Der Schweizer hat keinerlei Chance auf eine gute Platzierung. Mehr als einenhalb Sekunden Rückstand für den Eidgenossen.



Romed Baumann freut sich, dass er 2012 kontinuierlich besser wird, ein "blöder Fehler" hat aber verhindert, dass er in Chamonix den Anschluss an die Spitze schaffte.



Johan Clarey (22): Clarey verliert oben Zeit, im Mittelteil fehlt ihm über eine halbe Sekunde. Die Zeiten an der Spitze liegen so eng zusammen, dass er keine Chance hat.



Beat Feuz (21): Mit 44 Hundertstel Rückstand bei der Zwischenzeit lässt sein Ergebnis die Konkurrenz kalt. Er schafft es nicht einmal in die Top 10.



Didier Cuche (20): Der Topfavorit hat mit schlechterem Wetter zu kämpfen. Doch einen Cuche kann das nicht bremsen. In der Zwischenzeit liegt er trotzdem ein Hundertstel zurück! Bei der nächsten Zwischenzeit  liegt er 7 Hundertstel vorne, im Ziel fehlen ihn dann wieder 4 Hundertstel!!!! Spannender geht es nicht!



Romed Baumann (19): Der Österreicher liegt nach der ersten Zwischenzeit vorn, sein Vorsprung schmilz jedoch. Mit 8 Hundertstel Rückstand fährt er ins Ziel.



Bode Miller (18): Der Sieger von Beaver Creek legt ein Mordertempo vor. Mit 108 km/h brettelt er der Konkurrenz davon. - 0,16 in der Zwischenzeit. Nach der Ziellinie ist er nur noch um 1 Hundertstel vorn.



Klaus Kröll (17): Jetzt wirds knapp, Kröll steigt aufs Gas und liegt zwischenzeitlich nur ein Hundertstel hinten. Er ist schneller als der Kanadier und schlägt ihn um 8 Hunderstel



Erik Guay (16): Der Kanadier lässt oben 2 Zehntel liegen. Der Rückstand wird noch größer, bis zum Schluss holt er aber irrsinnig viel Zeit auf und wird neuer Erster!! Doppelführung für die Kanadier



Hannes Reichelt hofft, dass er es unter die Top 10 schafft. "Viele kleine Fehler" hätten ihm das Ergebnis verdorben, meint der Österreicher



Aksel Svindal (15): Der Norweger wird den Topfahrern gefährlich. Mit zwei Zehntel Rückstand fährt er knapp an den ersten beiden Plätzen vorbei.



Patrick Küng (14): 67 Hundertstel fehlen Küng im Ziel



Joachim Puchner (13): Im Vorjahr fuhr der Österreicher in Chamonix auf den vierten Platz. Im oberen Streckenabschnitt glänzt er nicht, kann aber dann kräftig aufholen. Nur 18 Hundertstel Rückstand im Ziel.



Christof Innerhofer (12): Fährt mit 1,33 Rückstand nur auf den 8. Platz


Didier Defago (11): Schon früh kristallisiert sich heraus, dass Defago nicht um einen Podestplatz mitfahren wird. Zwischenzeitlich reicht es für Platz 3, die Favoriten, vor allem Didier Cuche, sind aber nocht oben.



Silvan Zurbriggen (10): Der Schweizer häuft einen Rückstand an, den er unmöglich wettmachen kann.Aktuell ist er Fünfter.



Adrien Theaux (9): Der Franzose fährt auf Rang fünf. Seiner Konkurrenz wird er damit nicht gefährlich.



Hannes Reichelt (8): Der nächste Österreicher drückt ordentlich an. Reichelt ist zwar groß, jedoch leider nicht besonders schwer. Der Rückstand, der am Anfang noch relativ gering war, beträgt am Ende schon 4 Zehntel. Das reicht leider nur für den zweiten Platz.



Guillermo Fayed (7): Heimrennen für den Franzosen. Trotzdem 1,26 Rückstand nach der zweiten Zwischenzeit und der Rückstand wird größer. +1,92



Andrej Sporn (6): Im oberen Abschnitt verliert er Zeit, unten kann er aber durch sein Gewicht punkten. Dann kosten ihm aber zu große Kurven wihhtige Sekunden. Er geht mit 88 Hundertstel Rückstand durchs Ziel.



Max Franz (5): Der erste Österreicher verliert auf Hudec. Bei der zweiten Zwischenzeit fehlt ihm schon über eine Sekunde. +1.08



Jan Hudec (4): Legt einen starken Start hin. Er fährt weite Linien und gewinnt dadurch wichtige Sekundenbruchteile. 1.34 Vorsprung



Peter Fill (3): Ist schnell unterwegs und kann die Wellen für sich nützen.1.17 Vorsprung für den Italiener.



Kjetil Jansrud (2): Um 18 Hundertstel schneller als der Vorgänger durch einen leichten Fehler von Keppler



Stephan Keppler (1): Der Deutsche legt den nächsten Fahrern die Zeit vor. Chamonix hat den Ruf eine leichte Strecke zu sein, doch das wird vielen Fahrern zum Verhängnis. 2:07.08



11:58: Die Kälte drückt das Tempo, die Bedingungen sind allerdings perfekt.



11:56: Im Training schafften es sechs Herren unter die Top 9. Man kann nur hoffen, dass sie das auch beim Rennen schaffen.



11:50: Alle jagen Didier Cuche in Chamonix



11:49: Der Kurs ist für eine Abfahrt relativ eng gesteckt, weshalb er ordentlich dreht.

Die Österreicher:

5. Max Franz

8. Hannes Reichelt

13. Joachim Puchner

17. Klaus Kröll

19. Romed Baumann

24. Georg Streitberger

31. Benjamin Raich

36. Manuel Kramer

54. Matthias Mayer

Mario Scheiber kann die erste Abfahrt in Chamonix nicht bestreiten. Der 28-jährige Tiroler leidet seit den frühen Morgenstunden an einer Magenverstimmung und Durchfall, teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Freitagvormittag in einer Aussendung mit.

"Ich habe in der Nacht starke Bauchkrämpfe gekriegt, fühle mich lasch und habe keinen richtigen Appetit. Ich glaube, da hat es keinen Sinn, ein Rennen zu fahren. Wenn man ohnehin nicht hundertprozentig in guter Form ist, und dann das auch noch dazukommt, wird es nur gefährlich für mich. Ich hoffe morgen wieder am Start zu sein, auch weil ich die Rennen brauche. Aber man kann es nicht erzwingen. Mal schauen, wie sich das Ganze über den Tag entwickelt", wurde Scheiber zitiert.

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