"Deckmantel von Kirche und Politik"

30. November 2017 08:46; Akt: 30.11.2017 09:36 Print

ÖSV-Skandal: Werdenigg nennt Namen und Details

Der Missbrauchsskandal im ÖSV reicht immer tiefer. Nun will Opfer Nicola Werdenigg der Staatsanwaltschaft Namen und Details nennen.

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Ex-Skirennläuferin Nicola Werdenigg legt im Missbrauchsskandal rund um den ÖSV nach. Die 59-Jährige meldete sich via Twitter und ließ aufhorchen. Sie will jetzt nun doch Namen und Details nennen.

Nicola Werdenigg brachte den Stein vor einer Woche ins Rollen. Die ehemalige Ski-Rennläuferin berichtete von massiven sexuellen Übergriffen während ihrer Zeit im Ski-Hauptschulinternat Neustift und später im ÖSV. Bald wurde klar, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt.

Aufklärung am 5. Dezember

Die 59-Jährige Ex-Rennläuferin hat sich via Twitter gemeldet und bestätigt, dass sie gegenüber der Staatsanwaltschaft am 5. Dezember Namen und Details nennen wird. "Wer, was, wann, wie und wo beantworte ich am 5.12", schrieb Werdenigg.

"Die Herrschaften sollten vielleicht einmal zuhören. Es geht nicht um Skimädchen und ÖSV-Damen sondern schlicht und einfach um Menschen und ihre Rechte in (Sport)-Strukturen. Um Rechtsstaatlichkeit in der Aufarbeitung von untragbaren faschistoiden Zuständen", schickte Werdenigg noch eine weitere Botschaft hinterher.

Unter dem Deckmantel von Kirche und Politik

Als Täter wurden Trainer, Betreuer und Serviceleute von Werdenigg des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Sie selbst sei als 16-Jährige von einem Teamkollegen vergewaltigt worden. Dabei sollen die Übergriffe laut Werdeniggs Tweet durch einen "Deckmantel des Stillschweigens einer Allianz aus Kirche, Sport und Parteipolitik" über Jahre weitergegangen sein. Spätestens am 5. Dezember wird die 59-Jährige ihr Schweigen brechen.







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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • AuchneMeijnung am 30.11.2017 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    der Schröcki wird

    Schluckauf kriegen. Die Bombe ist am platzen! Nix wirds scheinbar mit ...unterm Schnee kehren!

  • Na Servas am 30.11.2017 09:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rute im Fenster

    Gut gewählt, am 5. Dezember ist Krampus.

  • Peter am 30.11.2017 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warten wir's ab

    Auf das bin ich gespannt ob sie am 5.12. wirklich endlich Namen preis gibt?!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Max Mustermann am 01.12.2017 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Vierzig Jahre

    Nach vierzig Jahren weiß der wahrscheinlich gar nicht mehr, wer die Tante ist.

    • Bingo am 01.12.2017 22:14 Report Diesen Beitrag melden

      Tante 120

      Das ist klar. Weil die Überreste der Tante mit 120 dann schon 2 m unter der Erde schlummern.

    einklappen einklappen
  • Fritz Hochstetter am 01.12.2017 06:57 Report Diesen Beitrag melden

    Erinnerungslücke mit 85

    Es stellt sich auch die Frage der Sinnhaftigkeit: wenn z.B. ein Missbraucher damals 45 Jahre alt war, wäre er heute um die 85. Der kann sich nicht einmal selbst noch erinnern.

  • Ronnie am 01.12.2017 06:43 Report Diesen Beitrag melden

    Ihr Deckmantel des Stillschweigens

    könnte dazu geführt haben, dass der Missbrauch heute nicht mehr aufklärbar ist. Wenn die Beschuldigten keine Serientäter sind, ist die Sache verjährt. Aber einen Riesenwirbel wird es bestimmt geben.

  • Jasm am 30.11.2017 22:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fr

    Ich denke, die Damen konnten die Beschwerde damals nicht vorbringen. Es war eine Zeit, in der auch von zu Hause nichts nach außen drang. ( Man wurde sofort eingeschüchtert! Auch innerhalb der Familie)

  • OTTO am 30.11.2017 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    Alte Geschichte

    Die ist ein Mann. Im falschen Team.