"The Machine" ist Geschichte

15. Januar 2018 15:21; Akt: 15.01.2018 20:04 Print

Darum will Tim Wiese doch kein Wrestling-Star sein

Ex-Torhüter Tim Wiese spricht über sein Aus als Profi-Wrestler, sein schönes Leben bezahlt fürs Nichtstun und "vernichtet" Stögers Dortmund-Keeper.

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Tim Wiese hatte einen Traum. Nach seiner Karriere als Torhüter, in der er es immerhin auf sechs Länderspiele für Deutschland brachte, wollte er als Wrestler durchstarten. Der 36-Jährige durfte bereits bei WWE-Events ran, ehe es wieder still um seine Wrestling-Ambitionen wurde.

Jetzt erklärt der einst langjährige Bremen-Keeper, warum er doch nicht in die Fußstapfen von Ikonen wie dem Undertaker oder Triple H treten will. "Naja, die wollten, dass ich mich für drei Jahre verpflichte, nach Amerika zu gehen. Das habe ich ausgeschlagen", erzählt Wiese der Schweizer Zeitung "Blick". "Weil ich 36 bin und keine Lust habe, jeden Tag zu trainieren. Ich kann zwei Kämpfe machen pro Jahr. Aber noch einmal so richtig durchstarten, das ist nicht mehr mein Ding. "

"Ich hätte nach Neapel oder Russland gehen können"

Nachdem er für die Wrestling-Karriere in mehreren täglichen Trainingseinheiten noch beinhart schuftete, hat er sein Workout-Programm nun deutlich reduziert. "Vier- bis fünfmal pro Woche bin ich im Studio", erklärt er. Tage, an denen er bis zu 6000 Kilokalorien zu sich genommen hat, gehören auch der Vergangenheit an. "Ich verzichte aber noch immer auf Kohlenhydrate, nehme vor allem Eiweiß zu mir."

Auf seine letzte Station Hoffenheim blickt Wiese nur allzu gerne zurück – auch wenn er bei der TSG bereits 2013 aussortiert wurde. Allerdings lief sein millionenschwerer Vertrag noch bis ins Vorjahr weiter. "Ich hatte so einen guten Vertrag. Was soll ich mir da noch die Knochen schinden?", gesteht er. "Ich hätte nach Neapel oder nach Russland gehen können. Aber Hoffenheim hat mir ein schönes Leben bezahlt fürs Nichtstun."

Stögers BVB-Keeper Bürki? "Er ist kein Killer"

Die Torhüter der deutschen Bundesliga verfolgt Wiese noch ganz genau mit. Von Roman Bürki, Peter Stögers Nummer eins in Dortmund, hält er allerdings nicht viel. "Er macht zu viele Fehler, spielt unkonstant. Ein guter Torwart holt dir acht bis neun Punkte pro Saison. Das sehe ich bei Bürki nicht. Er ist kein Killer", so seine vernichtende Kritik. "Wenn ich in Dortmund Sportchef wäre, dann würde ich mich nach einem anderen Torwart umschauen."

Seinen Lamborghini, den ihm die Hamburger Polizei abnahm, weil er zu laut war, hat er noch immer nicht zurück. "Der steht immer noch bei der Polizei. Keine Ahnung warum. Ich hoffe, ich kriege ihn bald zurück."



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(red.)

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