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29.01.2012

Opernredoute in Graz

Miss Austria sorgte für Blitzlichgewitter

Den Einlasszeitpunkt 19.00 Uhr hatten viele der Gäste der 14. Opernredoute in der Oper Graz eher als Empfehlung genommen: Erst eineinhalb Stunden später gerieten die Garderobieren beim Entgegennehmen der Mäntel einigermaßen in Stress. Für den ersten leichten Tumult unter Fotografen und Kameraleuten vor der Feststiege sorgte das Eintreffen von "Mister Ferrari" Heribert Kasper und seinem Gast, Miss Austria Carmen Stamboli.

Kasper trug standesgemäß ein Ferrari-rotes Jackett mit dem schwarzen Pferd auf der Brusttasche, Stamboli ein rotes, teils bodenlanges Kleid mit einem rosenbesetzten Schulterträger. Kaum weniger Aufregung unter den Medien verursachte Designer Nhut La Hong (als Gast des Unternehmers Werner Gröbl), flankiert von zwei Damen in wunderschönen bodenlangen Kreationen in zartlila und weißschwarz.

Opern-Intendantin Elisabeth Sobotka, die gemeinsam mit den Organisatoren Bernd Pürcher und Michael Tomec auf der Feststiege die Begrüßung der Gäste vornahm, erklärte, sie sei für den Redoute-Abend noch nicht versprochen - was das Fegen übers Parkett angehe. Sie gehe den Abend sehr entspannt an, "mal sehen, vielleicht schaue ich auch in der Diskothek vorbei. Aber ich bin nicht so der richtige Shaker."

Keine rechtlichen Konsequenzen für schlechtes Tanzen
Justizministerin Beatrix Karl (V), bereits mehrmals Redoute-Besucherin, gab offen und ehrlich zu, nicht so gerne zu tanzen: "Ich gebe sehr charmante Körbe. Auf Bällen gibt es zudem auch die Möglichkeit guter Gespräche, nicht nur guter Tänze." Rechtliche Konsequenzen für schlechtes Tanzen gebe es keine, so die Justizministerin auf entsprechende Journalistenfragen.

Gut gelaunt gaben sich die steirischen Landesregierer Elisabeth Grossmann und Bettina Vollath (S) sowie Hans Seitinger (V). Grossmann hatte zuvor den Marienstüberl-Ball, das Fest einer Caritaseinrichtung besucht, wo sie über die vielen guten Tänzer überrascht gewesen sei. Sie selbst sei ja Turniertänzerin. Auf Nachfrage präzisierte sie auf steirisch: "Ich tua nia tanzen".

Fest arbeiten und fest feiern
Finanzlandesrätin Vollath erklärte auf die Frage, wie denn der Besuch eines solchen Festes vereinbar sei, wenn das Land einen Sparkurs fahre: "Wer feste arbeitet, darf auch Feste feiern. Ich freue mich immer ganz besonders aufs Tanzen, aber bei der Opernredoute ist es auch das Gesamtpaket, das überzeugt."

Roberto Blanco und Ehefrau Luzandra besuchten die Opernredoute zum ersten Mal. Der Ehrengast von Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig meinte, in der Steiermark sei er immer gerne. "Das ist für mich großartig, das Essen, die Weine...".


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